Definition
Die Eisenmangelanämie ist eine mikrozytäre, hypochrome Anämie infolge eines absoluten Eisenmangels mit erschöpften Eisenspeichern. Sie ist die weltweit häufigste Anämieform und entsteht durch ein Missverhältnis zwischen Eisenbedarf und -zufuhr bzw. -resorption.
Pathophysiologie
Eisen ist essentiell für die Hämoglobinsynthese. Bei Eisenmangel durchläuft der Körper drei Stadien: 1) Speichereisenmangel (Ferritin↓), 2) Eisendefizitäre Erythropoese (Transferrinsättigung↓), 3) Manifeste Eisenmangelanämie (Hb↓, MCV↓, MCH↓). Das Hormon Hepcidin reguliert die intestinale Eisenresorption und Freisetzung aus Speichern.
Epidemiologie
| Prävalenz | 10-15% der Frauen im gebärfähigen Alter |
| Typisches Alter | Prämenopausale Frauen, Kleinkinder, Schwangere |
| Geschlecht | w > m (ca. 3:1) |
Risikofaktoren
- Weibliches Geschlecht
- Schwangerschaft/Stillzeit
- Wachstumsphase
- Vegetarische/vegane Ernährung
- Chronische Blutungen
- Malabsorption (Zöliakie, CED)
