Definition
Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) liegt vor, wenn der Reflux von Mageninhalt störende Symptome und/oder Komplikationen verursacht (Montreal-Klassifikation). Man unterscheidet die erosive Refluxkrankheit (ERD) mit endoskopisch sichtbaren Läsionen von der nicht-erosiven Refluxkrankheit (NERD) ohne sichtbare Schleimhautschäden.
Pathophysiologie
Hauptursache ist eine transiente oder dauerhafte Insuffizienz des unteren Ösophagussphinkters (UÖS), oft begünstigt durch eine Hiatushernie. Aggressive Faktoren (Magensäure, Pepsin, Gallensäuren) überwiegen gegenüber protektiven Faktoren (Speichel, Peristaltik, Bikarbonatsekretion).
Epidemiologie
| Prävalenz | 15–25 % der westlichen Bevölkerung |
| Typisches Alter | Zunahme mit dem Alter, Peak 40–60 Jahre |
| Geschlecht | m = w (ERD häufiger bei Männern) |
Risikofaktoren
- Genetische Prädisposition
- Hiatushernie
- Höheres Alter
- Adipositas (BMI ↑)
- Nikotin, Alkohol
- Späte Mahlzeiten
- Medikamente (Kalziumantagonisten, Nitrate)
