Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) – FSP-Fall

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FSP-Fall zur GERD: Sodbrennen, saures Aufstoßen, PPI-Therapie und Los-Angeles-Klassifikation der Refluxösophagitis.

0 · Auf einen Blick

  • Leitsymptom: Sodbrennen, saures Aufstoßen (Regurgitation)
  • Diagnostischer Standard: ÖGD + pH-Metrie-MII bei unklaren Fällen
  • Erste Maßnahme: PPI-Therapie (z.B. Omeprazol 20 mg 1×/d)
  • Wichtigste Kontraindikation: PPI bei schwerer Leberinsuffizienz dosisreduziert
  • Prognose: Gut bei konsequenter Therapie; Risiko für Barrett-Ösophagus bei chronischem Verlauf

1 · Leitfall

Hausarztpraxis J., m Sodbrennen seit Wochen
"Herr Doktor, ich habe seit etwa 6 Wochen fast täglich dieses Brennen hinter dem Brustbein, besonders nach dem Essen und wenn ich mich hinlege. Manchmal kommt auch Säure hoch bis in den Hals."
2 · Krankheitsbild

Definition

Die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) liegt vor, wenn der Reflux von Mageninhalt störende Symptome und/oder Komplikationen verursacht (Montreal-Klassifikation). Man unterscheidet die erosive Refluxkrankheit (ERD) mit endoskopisch sichtbaren Läsionen von der nicht-erosiven Refluxkrankheit (NERD) ohne sichtbare Schleimhautschäden.

Pathophysiologie

Hauptursache ist eine transiente oder dauerhafte Insuffizienz des unteren Ösophagussphinkters (UÖS), oft begünstigt durch eine Hiatushernie. Aggressive Faktoren (Magensäure, Pepsin, Gallensäuren) überwiegen gegenüber protektiven Faktoren (Speichel, Peristaltik, Bikarbonatsekretion).

Epidemiologie

Prävalenz 15–25 % der westlichen Bevölkerung
Typisches Alter Zunahme mit dem Alter, Peak 40–60 Jahre
Geschlecht m = w (ERD häufiger bei Männern)

Risikofaktoren

Nicht modifizierbar:
  • Genetische Prädisposition
  • Hiatushernie
  • Höheres Alter
Modifizierbar:
  • Adipositas (BMI ↑)
  • Nikotin, Alkohol
  • Späte Mahlzeiten
  • Medikamente (Kalziumantagonisten, Nitrate)
3 · Anamnese

Gezielte Fragen

Bereich Frage Warum wichtig
Aktuell Wo genau spüren Sie das Brennen? Wann tritt es auf? Retrosternale Lokalisation und postprandiale Verschlechterung typisch für GERD
Verlauf Wie oft pro Woche haben Sie Beschwerden? ≥1–2×/Woche = GERD wahrscheinlich; nächtliche Symptome deuten auf schwerere Form
Vorerkrankungen Ist bei Ihnen eine Hiatushernie bekannt? Begünstigender Faktor für Reflux
Medikamente Nehmen Sie Blutdruckmedikamente oder Schmerzmittel ein? Kalziumantagonisten, NSAR können Reflux verstärken
Alarmsymptome Haben Sie Schluckbeschwerden, ungewollten Gewichtsverlust oder Blut erbrochen? Red Flags → sofortige ÖGD indiziert

Beispieldialog

Arzt:

Guten Tag, Herr , ich bin . Was führt Sie heute zu mir?

Patient:

Ich habe seit einigen Wochen ständig so ein Brennen in der Brust, besonders nach dem Essen. Manchmal kommt auch Säure hoch.

Arzt:

Verstehe. Wird das Brennen schlimmer, wenn Sie sich hinlegen oder bücken?

Patient:

Ja, genau! Nachts im Bett ist es am schlimmsten. Manchmal wache ich davon auf.

Arzt:

Haben Sie Schwierigkeiten beim Schlucken oder ungewollt Gewicht verloren?

Patient:

Nein, Schlucken geht normal und mein Gewicht ist stabil.

Prüfungsfokus

  • Typische Symptome: Sodbrennen, Regurgitation, retrosternales Brennen
  • Alarmsymptome immer abfragen: Dysphagie, Gewichtsverlust, GI-Blutung
  • Nächtliche Symptome = schwererer Verlauf
4 · Befund

Körperliche Untersuchung

Methode Erwarteter Befund
Inspektion Meist unauffällig; evtl. Adipositas
Palpation Abdomen weich, kein Druckschmerz; epigastrisch evtl. leichte Empfindlichkeit
Auskultation Darmgeräusche normal; Herz und Lunge unauffällig
Racheninspektion Evtl. Rötung der hinteren Pharynxwand bei laryngopharyngealem Reflux

Labor

Parameter Veränderung Bedeutung
Hb, Hkt ↓ (selten) Hinweis auf chronische GI-Blutung
Ferritin, Eisen ↓ (selten) Eisenmangelanämie bei okkulter Blutung

Apparative Diagnostik

Methode Typischer Befund Wann einsetzen
ÖGD Erosionen (LA-Klassifikation A–D), evtl. Barrett-Ösophagus Alarmsymptome, Therapieversagen, Männer >50 J. mit langjährigen Beschwerden
24h-pH-Metrie-MII Pathologische Säureexposition, Reflux-Symptom-Korrelation NERD-Verdacht, vor geplanter OP, PPI-refraktäre Beschwerden
Ösophagusmanometrie UÖS-Hypotonie, Motilitätsstörungen Präoperativ vor Fundoplikatio

Los-Angeles-Klassifikation der Refluxösophagitis

Grad Beschreibung
A ≥1 Erosion ≤5 mm, auf Mukosafalte begrenzt
B ≥1 Erosion >5 mm, auf Mukosafalte begrenzt
C Erosionen über Mukosafalten konfluierend, <75 % der Zirkumferenz
D Erosionen ≥75 % der Zirkumferenz

Goldstandard

Kombination aus ÖGD + 24h-pH-Metrie-MII (bei unklaren Fällen)

Bei typischen Symptomen ohne Alarmsymptome: Empirische PPI-Therapie ohne vorherige ÖGD möglich.

5 · Therapie

Therapieziele

  • Zufriedenstellende Symptomkontrolle
  • Abheilung einer nachgewiesenen Refluxösophagitis
  • Verhinderung von GERD-Komplikationen (Barrett, Stenose, Karzinom)

Allgemeinmaßnahmen

Maßnahme Effekt
Gewichtsreduktion Reduktion des intraabdominellen Drucks
Oberkörperhochlagerung Reduktion nächtlicher Refluxepisoden
Letzte Mahlzeit 3 h vor Schlaf Weniger Reflux im Liegen
Nikotinkarenz Verbesserung des UÖS-Tonus
Vermeiden von Triggern Alkohol, Kaffee, fettreiche Speisen, Schokolade

Medikamentöse Therapie

Stufe Medikament Schema
1. Wahl PPI (z.B. Omeprazol, Pantoprazol) Standarddosis 1×/d für 4–8 Wochen
Bei Therapieversagen PPI Dosissteigerung Doppelte Standarddosis für 8 Wochen
Begleitend Alginate (z.B. Gaviscon) Nach Bedarf, insb. bei Volumenreflux
Langzeit (ERD LA C/D) PPI-Dauertherapie Niedrigste wirksame Dosis

Operative Therapie

Laparoskopische Fundoplikatio (nach Nissen oder Toupet)

Indikationen:

  • Langjährige, gesicherte GERD mit LA C/D oder peptischer Striktur
  • Unzureichender Effekt oder Unverträglichkeit der PPI-Therapie
  • Volumenreflux, der medikamentös nicht kontrollierbar ist

Voraussetzung: Nachweis pathologischer Säureexposition (pH-Metrie), Manometrie präoperativ

Merke

  • PPI sind die Therapie der 1. Wahl – alle PPI sind etwa gleich wirksam
  • Bei NERD: Halbe Standarddosis oft ausreichend
  • PPI nicht abrupt absetzen → Rebound-Effekt
6 · Arztbrief

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,

wir berichten über unseren gemeinsamen Patienten , Jahre, der sich wegen seit 6 Wochen bestehenden Sodbrennens vorgestellt habe.

Anamnese:
Der Patient berichte über retrosternales Brennen, das insbesondere postprandial und beim Hinlegen auftrete. Zusätzlich leide er unter saurem Aufstoßen. Es bestehe keine Dysphagie, kein Gewichtsverlust und keine GI-Blutung. An Vorerkrankungen sei eine arterielle Hypertonie bekannt.

Befund:
Der körperliche Untersuchungsbefund sei weitgehend unauffällig gewesen. Bei typischer Symptomatik ohne Alarmsymptome habe man zunächst auf eine ÖGD verzichtet.

Diagnose:
Gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD), klinisch

Therapie:
Wir haben eine empirische PPI-Therapie mit Omeprazol 20 mg 1×täglich für 4 Wochen eingeleitet. Zusätzlich seien Allgemeinmaßnahmen (Gewichtsreduktion, Oberkörperhochlagerung nachts, letzte Mahlzeit 3 Stunden vor dem Schlafengehen) besprochen worden.

Procedere:
Wir bitten um Wiedervorstellung nach 4 Wochen zur Therapieevaluation. Bei fehlendem Ansprechen oder Auftreten von Alarmsymptomen sei eine ÖGD indiziert.

Mit kollegialen Grüßen

7 · Übergabe (SBAR)
S – Situation:

Herr , Jahre, ambulanter Patient mit V.a. GERD. Typische Refluxsymptome seit 6 Wochen, keine Alarmsymptome.

B – Background:

Bekannte arterielle Hypertonie, Dauermedi: Amlodipin 5 mg. Nikotinabusus (10 py), BMI 28. Keine bekannte Hiatushernie.

A – Assessment:

Klinisch GERD bei typischen Symptomen. Kein Hinweis auf Komplikationen. Patient kreislaufstabil, keine Anämiezeichen.

R – Recommendation:

Empirische PPI-Therapie gestartet (Omeprazol 20 mg). Lebensstilberatung erfolgt. Wiedervorstellung in 4 Wochen. Bei Therapieversagen oder Alarmsymptomen → ÖGD planen.

8 · Differentialdiagnosen
Differentialdiagnose Typische Unterschiede Ausschlussdiagnostik
KHK / Angina pectoris Belastungsabhängig, Ausstrahlung in Arm/Kiefer, Besserung durch Nitrate EKG, Troponin, Belastungs-EKG
Eosinophile Ösophagitis Dysphagie im Vordergrund, jüngere Patienten, Atopie-Anamnese ÖGD mit Biopsie (≥15 Eos/HPF)
Achalasie Dysphagie für feste und flüssige Nahrung, Regurgitation unverdauter Speisen Ösophagusmanometrie, Bariumbreischluck
Funktionelle Dyspepsie Epigastrisches Völlegefühl, keine typische Refluxsymptomatik ÖGD, pH-Metrie negativ
Ösophaguskarzinom Progrediente Dysphagie, Gewichtsverlust, B-Symptomatik ÖGD mit Biopsie
⚠️ 9 · Komplikationen

Ösophageale Komplikationen

  • Refluxösophagitis → Erosionen, Ulzera der Ösophagusschleimhaut
  • Peptische Stenose → Narbige Striktur durch chronische Entzündung, Dysphagie
  • Barrett-Ösophagus → Zylinderepithelmetaplasie (Präkanzerose!)
  • Adenokarzinom des Ösophagus → Maligne Entartung aus Barrett
  • Ösophagusblutung → Hämatemesis bei Erosionen/Ulzera

Extraösophageale Komplikationen

  • Laryngitis posterior → Chronische Heiserkeit
  • Chronischer Husten → Durch Mikroaspiration oder Vagusreizung
  • Asthma bronchiale → Verschlechterung durch Reflux
  • Zahnerosionen → Säureschädigung des Zahnschmelzes
10 · Red Flags
Warnzeichen Bedeutet Sofortmaßnahme
Dysphagie V.a. Stenose, Karzinom Sofortige ÖGD
Gewichtsverlust >5% V.a. Malignom ÖGD mit Biopsie, Staging
GI-Blutung Ulkus, Erosionen, Varizen Notfall-ÖGD, Kreislaufstabilisierung
Anämie Chronische okkulte Blutung ÖGD, ggf. Koloskopie
Odynophagie Schwere Ösophagitis, Ulkus ÖGD
11 · Quiz

Wichtigste Punkte

  1. GERD: Reflux von Mageninhalt → störende Symptome/Komplikationen
  2. Leitsymptome: Sodbrennen, saures Aufstoßen
  3. Therapie 1. Wahl: PPI für 4–8 Wochen
Frage 1 (Diagnostik): Ein 52-jähriger Patient klagt seit 8 Wochen über retrosternales Brennen nach dem Essen. Keine Alarmsymptome. Was ist der nächste Schritt?
A) Sofortige ÖGD
B) Empirische PPI-Therapie
C) 24h-pH-Metrie
D) CT-Thorax
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Richtig: B
Bei typischen Refluxsymptomen ohne Alarmsymptome ist eine empirische PPI-Therapie leitliniengerecht. Eine ÖGD ist erst bei Therapieversagen oder Alarmsymptomen indiziert.
Frage 2 (Diagnostik): Welche Klassifikation wird zur Einteilung der Refluxösophagitis empfohlen?
A) Savary-Miller-Klassifikation
B) Los-Angeles-Klassifikation
C) Montreal-Klassifikation
D) MUSE-Klassifikation
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Richtig: B
Die Los-Angeles-Klassifikation (Grad A–D) wird zur endoskopischen Einteilung der Refluxösophagitis empfohlen, da sie die geringste Interobservervariabilität aufweist. Die Montreal-Klassifikation ist die Definition der GERD, keine endoskopische Einteilung.
Frage 3 (Therapie): Welche Aussage zur PPI-Therapie bei GERD ist korrekt?
A) PPI sollten abends vor dem Schlafengehen eingenommen werden
B) Esomeprazol ist deutlich wirksamer als Omeprazol
C) PPI sollten 30–60 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen werden
D) PPI können bei Therapieende abrupt abgesetzt werden
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Richtig: C
PPI entfalten ihre Wirkung am besten, wenn sie nüchtern etwa 30–60 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen werden. Alle PPI sind etwa gleich wirksam. Ein abruptes Absetzen kann zu einem Rebound-Effekt führen.
Frage 4 (Therapie): Bei welcher Konstellation ist eine Antireflux-Operation indiziert?
A) NERD ohne Ansprechen auf 2-wöchige PPI-Therapie
B) Langjährige schwere Refluxösophagitis LA C/D trotz adäquater PPI-Therapie
C) Jeder Patient mit Barrett-Ösophagus
D) Refluxbeschwerden bei Schwangeren
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Richtig: B
Eine Antireflux-Operation (z.B. Fundoplikatio) sollte bei langjähriger, gesicherter GERD mit schwerer Refluxösophagitis (LA C/D) oder peptischer Striktur angeboten werden, insbesondere bei unzureichendem Ansprechen auf PPI.
Frage 5 (Notfall/Red Flags): Ein 65-jähriger Mann mit langjährigem Sodbrennen entwickelt seit 4 Wochen progrediente Schluckbeschwerden und hat 4 kg Gewicht verloren. Was ist die dringlichste Maßnahme?
A) PPI-Dosis verdoppeln
B) Bariumbreischluck
C) ÖGD mit Biopsie
D) Abwarten für 2 Wochen
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Richtig: C
Dysphagie und Gewichtsverlust sind Alarmsymptome, die eine sofortige ÖGD mit Biopsie erfordern, um ein Ösophaguskarzinom auszuschließen.
Frage 6 (Notfall/Red Flags): Welches der folgenden Symptome ist KEIN Alarmsymptom bei GERD?
A) Hämatemesis
B) Nächtliches Sodbrennen
C) Odynophagie
D) Progrediente Dysphagie
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Richtig: B
Nächtliches Sodbrennen ist zwar ein Hinweis auf eine schwerere GERD, aber kein Alarmsymptom. Alarmsymptome sind: Dysphagie, Odynophagie, Gewichtsverlust, GI-Blutung, Anämie.
Frage 7 (Differentialdiagnosen): Ein 35-jähriger Patient mit bekannter Neurodermitis klagt über intermittierende Dysphagie und Sodbrennen. Die ÖGD zeigt eine „Trachealisierung" des Ösophagus. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
A) GERD mit schwerer Ösophagitis
B) Eosinophile Ösophagitis
C) Achalasie
D) Ösophaguskarzinom
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Richtig: B
Die Kombination aus Atopie-Anamnese (Neurodermitis), Dysphagie und dem endoskopischen Befund einer „Trachealisierung" (ringförmige Einschnürungen) ist typisch für die eosinophile Ösophagitis. Die Diagnose wird durch Biopsie (≥15 Eosinophile/HPF) gesichert.
Frage 8 (Differentialdiagnosen): Wie unterscheidet sich die Symptomatik einer KHK am besten von der GERD?
A) KHK: Besserung durch Antazida, GERD: Besserung durch Nitrate
B) KHK: Postprandiale Verschlechterung, GERD: Belastungsabhängig
C) KHK: Belastungsabhängig, GERD: Postprandial und im Liegen verstärkt
D) KHK und GERD sind klinisch nicht unterscheidbar
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
KHK-Beschwerden sind typischerweise belastungsabhängig und bessern sich durch Nitrate oder Ruhe. GERD-Beschwerden sind typischerweise postprandial, im Liegen verstärkt und bessern sich durch Antazida oder PPI. Bei unklarer Symptomatik ist eine kardiologische Abklärung obligat.
12 · Fachbegriffe
Fachbegriff Erklärung für Patienten
GERD "Das ist der Fachbegriff für die Refluxkrankheit – Mageninhalt fließt in die Speiseröhre zurück."
Refluxösophagitis "Die Speiseröhre ist durch die Magensäure entzündet."
PPI / Protonenpumpenhemmer "Medikamente, die die Säureproduktion im Magen stark reduzieren."
Barrett-Ösophagus "Die Schleimhaut der Speiseröhre hat sich durch den chronischen Säurekontakt verändert – das muss regelmäßig kontrolliert werden."
ÖGD / Gastroskopie "Eine Magenspiegelung, bei der wir mit einer kleinen Kamera die Speiseröhre und den Magen von innen anschauen."
Fundoplikatio "Eine Operation, bei der ein Teil des Magens um die untere Speiseröhre gewickelt wird, um den Rückfluss zu verhindern."

Zusammenfassung

Die gastroösophageale Refluxkrankheit ist eine häufige Erkrankung, bei der Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt und Beschwerden verursacht. Die Diagnose erfolgt oft klinisch, die Therapie primär mit Protonenpumpenhemmern. Bei Alarmsymptomen ist eine endoskopische Abklärung obligat, um Komplikationen wie den Barrett-Ösophagus oder ein Karzinom auszuschließen.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.