Akute Hepatitis – FSP-Fall

Gastroenterologie Häufig Konservativ Prüfungsrelevant 📍 Baden-Württemberg, Bayern, Berlin +13

FSP-Fall zur akuten Hepatitis: Ikterus, erhöhte Transaminasen (ALT > AST), Virusserologie und supportive Therapie nach DGVS-Leitlinie.

0 · Auf einen Blick

  • Leitsymptom: Ikterus, Abgeschlagenheit, Oberbauchschmerzen
  • Diagnostischer Standard: Hepatitis-Serologie (Anti-HAV-IgM, HBsAg, Anti-HCV, Anti-HEV-IgM) + Transaminasen
  • Erste Maßnahme: Leberwerte, Gerinnungsstatus, Virusserologie
  • Wichtigste Kontraindikation: Hepatotoxische Medikamente (Paracetamol, NSAR)
  • Prognose: HAV/HEV meist selbstlimitierend; HBV 5-10% Chronifizierung; HCV 60-80% Chronifizierung

1 · Leitfall

Notaufnahme J., m Gelbfärbung der Augen, Müdigkeit
"Seit einer Woche fühle ich mich total schlapp und mir ist ständig übel. Gestern haben meine Kollegen gesagt, dass meine Augen so gelb aussehen. Außerdem habe ich Schmerzen im rechten Oberbauch und mein Urin ist ganz dunkel geworden."
2 · Krankheitsbild

Definition

Die akute Hepatitis ist eine entzündliche Lebererkrankung mit einer Dauer von weniger als 6 Monaten. Sie kann viral (HAV, HBV, HCV, HDV, HEV), toxisch (Alkohol, Medikamente), autoimmun oder metabolisch bedingt sein. Charakteristisch ist ein akuter Anstieg der Transaminasen mit oder ohne Ikterus.

Pathophysiologie

Die Hepatozyten werden durch virale Replikation oder immunvermittelte Mechanismen geschädigt. Die T-Zell-vermittelte Immunantwort führt zur Zellnekrose mit Freisetzung von Transaminasen (ALT > AST). Die gestörte Bilirubinkonjugation und -exkretion verursacht den Ikterus.

Epidemiologie

Häufigste Ursache Deutschland Hepatitis E (autochthon), Hepatitis A (Reiserückkehrer)
Typisches Alter HAV Kinder/junge Erwachsene, Reiserückkehrer
Typisches Alter HEV Mittleres bis höheres Alter (50-70 J.)
Meldepflicht Ja, namentlich nach IfSG (§6, §7)

Risikofaktoren

HAV/HEV (fäkal-oral):
  • Reisen in Endemiegebiete
  • Kontaminierte Lebensmittel/Wasser
  • Rohes Schweine-/Wildfleisch (HEV)
HBV/HCV (parenteral):
  • i.v. Drogenabusus
  • Ungeschützter Geschlechtsverkehr
  • Medizinisches Personal (Nadelstich)
  • Bluttransfusion (historisch)
3 · Anamnese

Gezielte Fragen

Bereich Frage Warum wichtig
Symptome Haben Sie Gelbfärbung der Haut oder Augen bemerkt? Ist Ihr Urin dunkel? Ikterus = Hyperbilirubinämie, dunkler Urin = konjugiertes Bilirubin
Allgemein Fühlen Sie sich müde, haben Sie Appetitlosigkeit oder Übelkeit? Prodromalstadium der akuten Hepatitis
Reiseanamnese Waren Sie in den letzten 2-6 Wochen im Ausland? HAV/HEV-Endemiegebiete, Inkubationszeit
Exposition Haben Sie rohes Fleisch gegessen? Kontakt zu Erkrankten? HEV durch rohes Schweinefleisch, HAV Kontaktinfektion
Risikoverhalten Haben Sie Drogen konsumiert oder ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt? HBV/HCV-Übertragungswege
Medikamente Nehmen Sie regelmäßig Medikamente, Paracetamol oder pflanzliche Präparate? Medikamentös-toxische Hepatitis ausschließen
Alkohol Wie viel Alkohol trinken Sie täglich/wöchentlich? Alkoholtoxische Hepatitis

Beispieldialog

Arzt:

Guten Tag, ich bin . Was führt Sie zu uns?

Patient:

Seit etwa einer Woche fühle ich mich total schlapp. Mir ist ständig übel und ich habe Schmerzen rechts oben im Bauch. Gestern haben meine Kollegen gesagt, dass meine Augen gelb aussehen.

Arzt:

Haben Sie Veränderungen beim Urin oder Stuhl bemerkt?

Patient:

Ja, mein Urin ist ganz dunkel, fast wie Cola. Und der Stuhl ist irgendwie heller als sonst.

Arzt:

Waren Sie kürzlich im Ausland oder haben Sie rohes Fleisch gegessen?

Patient:

Vor etwa vier Wochen war ich in Ägypten im Urlaub. Aber rohes Fleisch esse ich eigentlich nicht.

Prüfungsfokus

  • Inkubationszeiten: HAV 2-6 Wochen, HBV 1-6 Monate, HCV 2-26 Wochen, HEV 2-8 Wochen
  • Reiseanamnese und Expositionsrisiken systematisch erfragen
  • Prodromalstadium: Grippeartige Symptome VOR Ikterus
4 · Befund

Körperliche Untersuchung

Methode Erwarteter Befund
Inspektion Sklerenikterus, Hautikterus, ggf. Kratzspuren (Pruritus)
Palpation Abdomen Druckschmerz rechter Oberbauch, Hepatomegalie (weiche Leber)
Perkussion Vergrößerte Leberdämpfung, ggf. Splenomegalie
Allgemeinzustand Reduziert, müde, ggf. subfebril

Labor

Parameter Veränderung Bedeutung
ALT (GPT) ↑↑↑ (>10x Norm) Hepatozelluläre Schädigung, ALT > AST typisch
AST (GOT) ↑↑ (weniger als ALT) De-Ritis-Quotient <1 bei viraler Hepatitis
Bilirubin gesamt ↑ (konjugiert > unkonjugiert) Ikterus ab ca. 2 mg/dl
γ-GT, AP ↑ (moderat) Cholestase-Komponente
Quick/INR ↓ bei schwerem Verlauf Lebersynthesestörung → Warnsignal!
Albumin ↓ bei schwerem Verlauf Syntheseleistung eingeschränkt

Virusserologie

Virus Akutmarker Interpretation
HAV Anti-HAV-IgM positiv Akute Infektion; IgG = Immunität
HBV HBsAg positiv, Anti-HBc-IgM positiv Akute Infektion; HBV-DNA zur Viruslast
HCV Anti-HCV, HCV-RNA (PCR) RNA-Nachweis = aktive Infektion
HEV Anti-HEV-IgM positiv HEV-RNA im Stuhl bei Immunsuppression

Bildgebung

Methode Typischer Befund Wann einsetzen
Abdomen-Sonographie Hepatomegalie, echoarme Leber, ggf. Splenomegalie, Gallenblasenödem Immer bei V.a. Hepatitis
Elastographie (FibroScan) Erhöhte Lebersteifigkeit Bei V.a. chronischen Verlauf/Fibrose

Goldstandard

Virusserologie + Transaminasen (ALT >> AST)

5 · Therapie

Akuttherapie

Maßnahme Details
Allgemeinmaßnahmen Körperliche Schonung, keine Bettruhe erforderlich; ausreichend Flüssigkeit
Hepatotoxika meiden Kein Paracetamol, keine NSAR, kein Alkohol
Symptomatisch Antiemetika bei Übelkeit; Ursodeoxycholsäure bei Pruritus
Monitoring Regelmäßige Leberwerte und Gerinnungsstatus

Spezifische Therapie nach Ätiologie

Virus Therapie
HAV Keine antivirale Therapie; selbstlimitierend; supportiv
HBV akut Meist keine Therapie nötig (>90% Ausheilung); bei fulminantem Verlauf: Nukleos(t)idanaloga (z.B. Entecavir, Tenofovir)
HCV akut Abwarten spontaner Clearance (12 Wochen); bei persistierender Virämie: DAA-Therapie leitliniengerecht
HEV Selbstlimitierend; bei Immunsuppression: Ribavirin erwägen

Stationäre Aufnahme bei

  • INR >1,5 oder Quick <50%
  • Hepatische Enzephalopathie
  • Ausgeprägte Übelkeit/Erbrechen mit Dehydratation
  • Bilirubin >10 mg/dl
  • Komorbiditäten (z.B. Schwangerschaft bei HEV)

Prüfungsfokus

  • HAV/HEV: Supportiv, keine antivirale Therapie
  • HBV akut: Meist selbstlimitierend, nur bei fulminantem Verlauf Nukleos(t)idanaloga
  • HCV akut: DAA-Therapie bei persistierender Virämie nach 12 Wochen
6 · Arztbrief

Anamnese:
Der -jährige Patient habe sich wegen seit einer Woche bestehender Abgeschlagenheit, Übelkeit und Oberbauchschmerzen rechts vorgestellt. Er habe eine Gelbfärbung der Skleren sowie dunklen Urin bemerkt. Anamnestisch sei er vor etwa vier Wochen aus Ägypten zurückgekehrt. Vorerkrankungen seien nicht bekannt. Hepatotoxische Medikamente oder Alkoholkonsum würden verneint.

Befund:
Bei Aufnahme habe sich der Patient in reduziertem Allgemeinzustand befunden. Es habe ein Skleren- und Hautikterus bestanden. Palpatorisch sei eine druckdolente Hepatomegalie ohne Splenomegalie festgestellt worden. Die übrige körperliche Untersuchung sei unauffällig gewesen.

Diagnostik:
Laborchemisch hätten sich deutlich erhöhte Transaminasen gezeigt (ALT 1850 U/l, AST 980 U/l) bei erhöhtem Gesamtbilirubin (8,5 mg/dl). Die Gerinnungsparameter seien normwertig gewesen (Quick 85%). In der Hepatitis-Serologie sei Anti-HAV-IgM positiv gewesen, HBsAg und Anti-HCV seien negativ gewesen. Sonographisch habe sich eine Hepatomegalie mit echoarmer Parenchymstruktur gezeigt.

Diagnose:
Akute Hepatitis A (ICD-10: B15.9)

Therapie und Verlauf:
Es sei eine symptomatische Therapie mit Flüssigkeitssubstitution und Meidung hepatotoxischer Substanzen eingeleitet worden. Der Patient sei über Hygienemaßnahmen zur Vermeidung einer Transmission aufgeklärt worden. Eine namentliche Meldung an das Gesundheitsamt sei erfolgt. Die Leberwerte seien im Verlauf rückläufig gewesen.

Procedere:
Ambulante Kontrolle der Leberwerte in einer Woche. Körperliche Schonung. Strikte Alkoholkarenz. Kontaktpersonen sollen sich beim Hausarzt zur Postexpositionsprophylaxe (HAV-Impfung) vorstellen.

7 · SBAR
S – Situation:

Ich übergebe Herrn , Jahre, mit akuter Hepatitis A nach Ägypten-Reise.

B – Background:

Keine relevanten Vorerkrankungen. Symptombeginn vor einer Woche mit Abgeschlagenheit, Übelkeit und Ikterus. Rückkehr aus Ägypten vor 4 Wochen.

A – Assessment:

ALT 1850 U/l, Bilirubin 8,5 mg/dl, Quick stabil bei 85%. Anti-HAV-IgM positiv. Klinisch stabiler Patient ohne Zeichen einer hepatischen Enzephalopathie.

R – Recommendation:

Leberwerte und Gerinnungskontrolle morgen früh. Bei Quick-Abfall unter 50% oder Bewusstseinseinschränkung sofortige Rücksprache mit Oberarzt. Meldung an Gesundheitsamt erfolgt.

8 · Differentialdiagnosen
Differentialdiagnose Wichtigster Unterschied Ausschlussdiagnostik
Medikamentös-toxische Hepatitis Medikamentenanamnese positiv (Paracetamol, NSAR, Antibiotika, Phytotherapeutika) Medikamentenanamnese, Paracetamol-Spiegel
Alkoholtoxische Hepatitis AST > ALT (De-Ritis >2), γ-GT stark erhöht, Alkoholanamnese CDT, Ethylglucuronid, Anamnese
Autoimmunhepatitis ANA, SMA, LKM-1 positiv; IgG erhöht; oft Frauen Autoantikörper, IgG quantitativ, Leberbiopsie
Choledocholithiasis mit Cholestase Kolikartige Schmerzen, AP/γ-GT >> Transaminasen Sonographie, MRCP, ggf. ERC
M. Wilson Jung (<40 J.), neurologische Symptome, Kayser-Fleischer-Ring Coeruloplasmin↓, Kupfer im 24h-Urin↑
⚠️ 9 · Komplikationen

Akute Komplikationen

  • Fulminantes Leberversagen → Transplantationspflichtigkeit; King's-College-Kriterien beachten
  • Hepatische Enzephalopathie → Bewusstseinsstörung durch Ammoniak-Akkumulation
  • Koagulopathie → Blutungsneigung durch Synthesestörung
  • Cholestase → Protrahierter Ikterus, Pruritus

Spätkomplikationen (bei Chronifizierung)

  • Chronische Hepatitis (v.a. HBV, HCV)
  • Leberzirrhose
  • Hepatozelluläres Karzinom (HCC)
10 · Red Flags
Warnzeichen Bedeutet Sofortmaßnahme
Quick <50% / INR >1,5 Lebersynthesestörung, drohendes Leberversagen Intensivüberwachung, Transplantationszentrum kontaktieren
Hepatische Enzephalopathie Ammoniak-Akkumulation, akutes Leberversagen Lactulose, Intensivstation, Transplantationsevaluation
Rasch steigendes Bilirubin >15 mg/dl Schwerer Verlauf Stationäre Überwachung, Gerinnungskontrolle
Lebersynthesewerte ↓ (Albumin, CHE) Massive Hepatozytennekrose Intensivierte Überwachung
HEV bei Schwangerschaft Hohe Mortalität (bis 20%) im 3. Trimenon Perinatalzentrum, engmaschiges Monitoring
11 · Quiz

Wichtigste Punkte

  1. ALT >> AST (De-Ritis <1) typisch für virale Hepatitis
  2. HAV/HEV selbstlimitierend; HCV hohes Chronifizierungsrisiko (60-80%)
  3. Quick <50% = Red Flag für drohendes Leberversagen
Frage 1 (Diagnostik): Ein 35-jähriger Patient stellt sich mit Ikterus und erhöhten Transaminasen vor. Welcher Laborparameter spricht am ehesten für eine virale Hepatitis?
A) AST > ALT (De-Ritis >2)
B) ALT > AST (De-Ritis <1)
C) Isolierte γ-GT-Erhöhung
D) Isolierte AP-Erhöhung
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Bei viraler Hepatitis ist typischerweise ALT > AST (De-Ritis-Quotient <1). Ein Quotient >2 spricht für alkoholtoxische Hepatitis.
Frage 2 (Diagnostik): Welcher serologische Marker beweist eine akute Hepatitis-A-Infektion?
A) Anti-HAV-IgG
B) Anti-HAV-IgM
C) HBsAg
D) Anti-HBc-IgG
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Anti-HAV-IgM ist der Marker der akuten HAV-Infektion. Anti-HAV-IgG zeigt eine durchgemachte Infektion oder Impfung an.
Frage 3 (Therapie): Welche Maßnahme ist bei akuter Hepatitis A primär indiziert?
A) Antivirale Therapie mit Ribavirin
B) Kortikosteroide
C) Symptomatische Therapie und Meiden hepatotoxischer Substanzen
D) Sofortige Lebertransplantation
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
Hepatitis A heilt fast immer spontan aus. Die Therapie ist symptomatisch mit Meiden von Alkohol und hepatotoxischen Medikamenten.
Frage 4 (Therapie): Bei welcher akuten Virushepatitis ist nach 12 Wochen ohne Spontanheilung eine antivirale Therapie indiziert?
A) Hepatitis A
B) Hepatitis B
C) Hepatitis C
D) Hepatitis E
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
Bei akuter Hepatitis C wird 12 Wochen abgewartet. Bei persistierender Virämie erfolgt eine DAA-Therapie zur Verhinderung der Chronifizierung.
Frage 5 (Notfall/Red Flags): Welcher Befund ist ein Alarmzeichen für ein drohendes akutes Leberversagen?
A) ALT 500 U/l
B) Bilirubin 5 mg/dl
C) Quick <50%
D) Leichte Übelkeit
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
Ein Quick <50% zeigt eine schwere Lebersynthesestörung an und ist ein Warnsignal für drohendes Leberversagen. Kontaktaufnahme mit Transplantationszentrum erforderlich.
Frage 6 (Notfall/Red Flags): Eine schwangere Patientin im 3. Trimenon hat eine akute Hepatitis E. Warum ist dies besonders gefährlich?
A) HEV ist nicht auf den Fötus übertragbar
B) Die Mortalität kann bis 20% betragen
C) HEV führt immer zur Chronifizierung
D) Es gibt keine Behandlungsmöglichkeit
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Hepatitis E bei Schwangeren, besonders im 3. Trimenon, kann fulminant verlaufen mit einer Mortalität von bis zu 20%. Engmaschiges Monitoring ist essentiell.
Frage 7 (Differentialdiagnosen): Bei welcher Differentialdiagnose ist typischerweise AST > ALT (De-Ritis >2)?
A) Akute Virushepatitis
B) Alkoholtoxische Hepatitis
C) Autoimmunhepatitis
D) Medikamentös-toxische Hepatitis
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Bei alkoholtoxischer Hepatitis ist AST > ALT mit einem De-Ritis-Quotient >2 typisch. Zusätzlich findet sich oft eine stark erhöhte γ-GT.
Frage 8 (Differentialdiagnosen): Welche Autoantikörper sind typisch für eine Autoimmunhepatitis?
A) Anti-HAV-IgM
B) ANA, SMA, LKM-1
C) Anti-HBc-IgM
D) Anti-Mitochondrien-Antikörper (AMA)
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
ANA (antinukleäre Antikörper), SMA (glatte Muskulatur) und LKM-1 sind typische Autoantikörper bei Autoimmunhepatitis. AMA spricht für primär biliäre Cholangitis.
12 · Fachbegriffe
Fachbegriff Erklärung für Patienten
Hepatitis "Eine Entzündung der Leber"
Ikterus "Gelbfärbung der Haut und Augen durch Gallenfarbstoff"
Transaminasen (ALT, AST) "Leberwerte, die bei Leberschäden erhöht sind"
Bilirubin "Der gelbe Gallenfarbstoff, der bei Gelbsucht erhöht ist"
Hepatomegalie "Eine vergrößerte Leber"
Fulminant "Ein besonders schwerer, schnell fortschreitender Verlauf"
Hepatische Enzephalopathie "Verwirrtheit durch Giftstoffe, die die kranke Leber nicht mehr abbaut"
Serologie "Blutuntersuchung auf Antikörper und Virusbestandteile"

Zusammenfassung

Die akute Hepatitis ist eine Leberentzündung mit erhöhten Transaminasen und oft Ikterus. Die häufigsten Ursachen sind Virusinfektionen (HAV, HBV, HCV, HEV) sowie toxische Einflüsse. Die Diagnose erfolgt durch Serologie. HAV und HEV heilen meist spontan, während HCV häufig chronifiziert. Red Flags wie Quick-Abfall oder Enzephalopathie erfordern sofortiges Handeln.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.