Akute Otitis media – FSP-Fall

Infektiologie Häufig Konservativ Prüfungsrelevant 📍 Baden-Württemberg, Bayern, Berlin +13

FSP-Fall zur akuten Otitis media: Ohrenschmerzen, Fieber, Otoskopie mit vorgewölbtem Trommelfell und leitliniengerechte Therapie mit Watchful Waiting oder Amoxicillin.

0 · Auf einen Blick

  • Leitsymptom: Akute Ohrenschmerzen mit Fieber
  • Diagnostischer Standard: Otoskopie (vorgewölbtes, gerötetes Trommelfell)
  • Erste Maßnahme: Analgesie mit Ibuprofen/Paracetamol
  • Wichtigste Kontraindikation: Ohrentropfen bei perforiertem Trommelfell
  • Prognose: Meist selbstlimitierend, gute Prognose bei rechtzeitiger Therapie

1 · Leitfall

Kinderarztpraxis 4 J., m Ohrenschmerzen seit gestern Abend
"Mein Sohn hat die ganze Nacht geweint und sich ständig ans Ohr gefasst. Heute Morgen hatte er 38,5 Grad Fieber und will nichts essen."
2 · Krankheitsbild

Definition

Die akute Otitis media (AOM) ist eine akut auftretende Entzündung der Mittelohrschleimhaut mit Paukenerguss, die meist im Anschluss an einen Infekt der oberen Atemwege auftritt. Sie ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter.

Pathophysiologie

Aufsteigende Infektion über die Tuba auditiva (Eustachi-Röhre) bei viraler oder bakterieller Infektion der oberen Atemwege → Schleimhautschwellung → Tubenventilationsstörung → Sekretstau im Mittelohr → bakterielle Superinfektion → eitrige Entzündung mit Druckerhöhung.

Epidemiologie

Prävalenz ca. 60% der Kinder bis 6 Jahre
Typisches Alter 6 Monate – 6 Jahre (Gipfel: 6–18 Monate)
Saisonalität Winter- und Frühlingsmonate

Risikofaktoren

Nicht modifizierbar:
  • Kurze, horizontal verlaufende Tuba auditiva im Kindesalter
  • Männliches Geschlecht
  • Familiäre Disposition
  • Kraniofaziale Fehlbildungen (z.B. Gaumenspalte)
Modifizierbar:
  • Adenoide Vegetationen
  • Passivrauchexposition
  • Schnullergebrauch
  • Krippenbetreuung
  • Fehlendes Stillen

Erreger

Streptococcus pneumoniae ca. 25–50%
Haemophilus influenzae ca. 15–30%
Moraxella catarrhalis ca. 3–20%
Viren (RSV, Influenza, Parainfluenza) ca. 40% (Koinfektion)
3 · Anamnese

Gezielte Fragen

Bereich Frage Warum wichtig
Aktuell Seit wann bestehen die Ohrenschmerzen? Welches Ohr ist betroffen? Dauer und Lokalisation für Therapieentscheidung
Begleitsymptome Hat Ihr Kind Fieber? Wie hoch? Hört es schlechter? Fieber ≥39°C → Antibiotika-Indikation
Vorerkrankungen Hatte Ihr Kind schon früher Mittelohrentzündungen? Wie oft? Rezidivierende AOM → ggf. HNO-Überweisung
Infekt Hatte Ihr Kind in den letzten Tagen einen Schnupfen oder Husten? AOM meist nach Atemwegsinfekt
Risiko Besucht Ihr Kind eine Krippe? Wird zu Hause geraucht? Risikofaktoren erfassen
Otorrhö Ist Flüssigkeit oder Eiter aus dem Ohr gelaufen? Spontanperforation → oft Schmerzrückgang

Beispieldialog

Arzt:

Guten Tag, ich bin Dr. Leila Rahman. Was führt Sie heute mit Max zu uns?

Mutter:

Mein Sohn hat seit gestern Abend starke Ohrenschmerzen rechts. Er hat die ganze Nacht geweint.

Arzt:

Das tut mir leid. Hat er auch Fieber? Und hatte er vorher vielleicht einen Schnupfen?

Mutter:

Ja, heute Morgen hatte er 38,5 Grad. Und die Nase läuft seit drei Tagen.

Arzt:

Hatte Max schon früher Mittelohrentzündungen?

Mutter:

Ja, letztes Jahr zweimal. Aber nicht so schlimm wie jetzt.

Arzt:

Ist Flüssigkeit aus dem Ohr gekommen?

Mutter:

Nein, nur die Schmerzen.

Prüfungsfokus

  • Säuglinge/Kleinkinder: Unruhe, Schreien, Greifen ans Ohr, Nahrungsverweigerung
  • Beidseitige AOM bei Kindern <2 Jahre → häufiger Antibiotika-Indikation
  • Otorrhö = Spontanperforation → typischer Schmerzrückgang
4 · Befund

Körperliche Untersuchung

Methode Erwarteter Befund
Inspektion Reduzierter AZ, Kind greift ans betroffene Ohr, Rhinitis
Otoskopie Trommelfell: gerötet, vorgewölbt, verdickt, Lichtreflex aufgehoben, ggf. Paukenerguss erkennbar
Tragus-Druckschmerz Negativ (positiv eher bei Otitis externa)
Lymphknoten Ggf. zervikale Lymphadenopathie
Temperatur Oft erhöht (38–39°C)

Labor

Parameter Veränderung Bedeutung
Leukozyten Hinweis auf bakterielle Infektion
CRP Entzündungsmarker (nicht routinemäßig erforderlich)

Hinweis: Routinelabor bei unkomplizierter AOM nicht notwendig!

Bildgebung

Methode Typischer Befund Wann einsetzen
Otoskopie Gerötetes, vorgewölbtes Trommelfell, aufgehobener Lichtreflex Immer (Standarddiagnostik)
Tympanometrie Abgeflachte Kurve (Typ B) bei Paukenerguss Bei unklarem Befund, Hörstörung
CT Felsenbein Mastoidverschattung V.a. Mastoiditis oder intrakranielle Komplikation

Goldstandard

Otoskopie: Vorgewölbtes, gerötetes Trommelfell mit aufgehobenem Lichtreflex und Paukenerguss

5 · Therapie

Akuttherapie

Maßnahme Details
Analgesie (immer!) Ibuprofen oder Paracetamol (alters-/gewichtsadaptiert)
Abschwellende Nasentropfen Xylometazolin altersgerecht, zur Verbesserung der Tubenbelüftung
Watchful Waiting 24–48 h Beobachtung bei unkomplizierter AOM möglich

Antibiotische Therapie

Indikation Antibiotikum
First-line Amoxicillin (leitliniengerechte Dosierung)
Bei Penicillinallergie Cefuroximaxetil oder Makrolide
Bei Therapieversagen Amoxicillin + Clavulansäure

Antibiotika-Indikationen

  • Kinder <6 Monate
  • Kinder <2 Jahre mit beidseitiger AOM
  • Fieber ≥39°C
  • Starke Ohrenschmerzen
  • Otorrhö
  • Risikofaktoren (Immundefizienz, Cochlea-Implantat, Down-Syndrom)
  • Keine Besserung nach 48–72 h Beobachtung

Langzeittherapie

Bei Maßnahme
Rezidivierender AOM HNO-Vorstellung, ggf. Paukenröhrchen, Adenotomie
Persistierender Paukenerguss Hörprüfung, ggf. Paukendrainage
Prävention Pneumokokken- und Influenza-Impfung, Stillen, Rauchexposition vermeiden

Prüfungsfokus

  • Nicht jede AOM benötigt Antibiotika! Watchful Waiting bei unkomplizierter AOM
  • Amoxicillin = First-line-Antibiotikum
  • Analgesie ist immer indiziert
6 · Arztbrief

Anamnese:
Die Mutter von Max Schneider, 4 Jahre, stellte sich in unserer Praxis vor. Sie berichtete, dass ihr Sohn seit dem Vorabend unter starken Ohrenschmerzen rechts leide. Das Kind habe die ganze Nacht geweint und sich immer wieder ans Ohr gefasst. Am Morgen sei Fieber von 38,5°C gemessen worden. Seit drei Tagen bestehe ein Schnupfen. Auf Nachfrage gab die Mutter an, dass keine Otorrhö aufgetreten sei. Anamnestisch seien zwei Episoden einer Otitis media im vergangenen Jahr bekannt.

Körperlicher Befund:
Bei der Untersuchung präsentierte sich der Patient in reduziertem Allgemeinzustand. Die Körpertemperatur betrage 38,5°C. Der Tragus-Druckschmerz sei negativ. In der Otoskopie zeige sich rechts ein vorgewölbtes, stark gerötetes Trommelfell mit aufgehobenem Lichtreflex. Das linke Trommelfell sei unauffällig. Die Inspektion der Nase ergebe eine Rhinitis mit klarem Sekret. Der Rachen sei leicht gerötet.

Diagnose:
Akute Otitis media rechts (ICD-10: H66.0)

Therapie und Procedere:
Wir empfahlen eine analgetische Therapie mit Ibuprofen in altersgerechter Dosierung sowie abschwellende Nasentropfen zur Verbesserung der Tubenbelüftung. Aufgrund des Alters des Patienten, der Fieberhöhe und der Intensität der Beschwerden verordneten wir eine antibiotische Therapie mit Amoxicillin in leitliniengerechter Dosierung für 5–7 Tage. Wir klärten die Mutter über Warnzeichen (Mastoiditis-Symptome, Verschlechterung) auf und vereinbarten eine Wiedervorstellung bei Nichtbesserung innerhalb von 48–72 Stunden.

Konjunktiv I im Arztbrief

  • Die Mutter berichtete, das Kind leide unter Ohrenschmerzen
  • Die Temperatur betrage 38,5°C
  • Der Tragus-Druckschmerz sei negativ
  • Das Trommelfell zeige sich gerötet
7 · SBAR-Übergabe
S – Situation:

Ich übergebe Max Schneider, 4 Jahre, mit akuter Otitis media rechts. Aktuell stabil.

B – Background:

Ohrenschmerzen seit gestern Abend, Fieber 38,5°C, vorausgehender Schnupfen. Z.n. zwei Otitis-media-Episoden im Vorjahr. Keine relevanten Vorerkrankungen.

A – Assessment:

Otoskopisch gerötetes, vorgewölbtes Trommelfell rechts. Kein Anhalt für Mastoiditis. Antibiotische Therapie mit Amoxicillin eingeleitet.

R – Recommendation:

Fieberkontrolle, Wiedervorstellung bei fehlendem Ansprechen in 48–72 h. Bei Mastoiditis-Zeichen (retroaurikuläre Schwellung, abstehendes Ohr) sofortige HNO-Vorstellung.

8 · Differentialdiagnosen
Diagnose Unterschied zur AOM Ausschluss
Otitis externa Tragus-Druckschmerz positiv, Gehörgangsschwellung, Trommelfell normal Otoskopie, Tragus-Druckschmerz
Seromukotympanon Paukenerguss ohne akute Entzündungszeichen, kein Fieber, Trommelfell nicht gerötet Otoskopie, Tympanometrie
Mastoiditis Retroaurikuläre Rötung/Schwellung, abstehendes Ohr, starkes Krankheitsgefühl Klinische Untersuchung, CT Felsenbein
Referred Pain (Zahnschmerzen) Normaler Trommelfellbefund, Zahnstatus auffällig Otoskopie, zahnärztliche Untersuchung
Fremdkörper im Gehörgang Sichtbarer Fremdkörper, kein Fieber Otoskopie
⚠️ 9 · Komplikationen

Akute Komplikationen

  • Mastoiditis → Häufigste Komplikation, retroaurikuläre Schwellung, abstehendes Ohr
  • Trommelfellperforation → Oft spontane Schmerzlinderung, meist Spontanheilung
  • Labyrinthitis → Schwindel, Übelkeit, Hörverlust
  • Fazialisparese → Periphere Gesichtslähmung

Intrakranielle Komplikationen (selten, aber gefährlich!)

  • Otogene Meningitis
  • Hirnabszess
  • Sinusvenenthrombose (Sinus sigmoideus)
  • Epiduralabszess

Spätkomplikationen

  • Persistierender Paukenerguss → Schallleitungsschwerhörigkeit
  • Cholesteatom → bei chronischer Otitis media
  • Adhäsivprozesse → Tympanosklerose
10 · Red Flags
Warnzeichen Bedeutet Sofortmaßnahme
Retroaurikuläre Schwellung/Rötung V.a. Mastoiditis Sofortige HNO-Überweisung/Klinikeinweisung
Abstehendes Ohr Mastoiditis mit Periostbeteiligung CT Felsenbein, i.v. Antibiotika, ggf. OP
Meningismus V.a. otogene Meningitis Notfallmäßige Klinikeinweisung
Fazialisparese Nervenbeteiligung Sofortige HNO-Vorstellung
Schwindel + Hörverlust V.a. Labyrinthitis HNO-Notfall, stationäre Aufnahme
Keine Besserung nach 72h Antibiotika Therapieversagen, Komplikation? HNO-Vorstellung, Therapieeskalation
11 · Quiz

Wichtigste Punkte

  1. Otoskopie ist der diagnostische Goldstandard (vorgewölbtes, gerötetes Trommelfell)
  2. Nicht jede AOM braucht Antibiotika – Watchful Waiting bei unkomplizierter AOM möglich
  3. Mastoiditis = wichtigste Komplikation → Red Flag: retroaurikuläre Schwellung, abstehendes Ohr
Frage 1 (Diagnostik): Welcher Befund ist pathognomonisch für eine akute Otitis media?
A) Positiver Tragus-Druckschmerz
B) Vorgewölbtes, gerötetes Trommelfell mit aufgehobenem Lichtreflex
C) Zerumen im Gehörgang
D) Retrahiertes Trommelfell
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Das vorgewölbte, gerötete Trommelfell mit aufgehobenem Lichtreflex ist der typische otoskopische Befund bei AOM. Tragus-Druckschmerz spricht eher für Otitis externa.
Frage 2 (Diagnostik): Wann ist eine Bildgebung (CT Felsenbein) bei Verdacht auf Otitis media indiziert?
A) Bei jeder erstmaligen AOM
B) Bei Verdacht auf Mastoiditis oder intrakranielle Komplikationen
C) Zur Routinediagnostik bei Kindern unter 2 Jahren
D) Bei jedem Rezidiv einer AOM
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
CT Felsenbein ist nur bei V.a. Komplikationen (Mastoiditis, intrakranielle Ausbreitung) indiziert. Bei unkomplizierter AOM reicht die Otoskopie.
Frage 3 (Therapie): Welches Antibiotikum ist First-line bei akuter Otitis media?
A) Ciprofloxacin
B) Amoxicillin
C) Gentamicin
D) Metronidazol
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Amoxicillin ist das First-line-Antibiotikum bei AOM, da es gut gegen die häufigsten Erreger (Pneumokokken, H. influenzae) wirkt.
Frage 4 (Therapie): Bei welchem Patienten ist eine sofortige antibiotische Therapie bei AOM NICHT zwingend erforderlich?
A) 3-jähriges Kind mit einseitiger AOM, Fieber 38°C, mäßige Schmerzen
B) 4 Monate alter Säugling mit AOM
C) 18 Monate altes Kind mit beidseitiger AOM
D) Kind mit AOM und Fieber 39,5°C
✅ Antwort anzeigen
Richtig: A
Bei einem 3-jährigen Kind mit einseitiger AOM und nur mäßigen Beschwerden kann Watchful Waiting über 24–48h erfolgen. Die anderen Optionen stellen klare Antibiotika-Indikationen dar.
Frage 5 (Notfall/Red Flags): Welches klinische Zeichen weist auf eine Mastoiditis als Komplikation einer AOM hin?
A) Rhinitis
B) Retroaurikuläre Schwellung mit abstehendem Ohr
C) Positiver Tragus-Druckschmerz
D) Ohrensausen
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Die retroaurikuläre Schwellung mit Rötung und abstehendem Ohr ist das klassische Zeichen einer Mastoiditis und erfordert sofortige HNO-Vorstellung.
Frage 6 (Notfall/Red Flags): Ein 5-jähriges Kind mit AOM entwickelt plötzlich Schwindel, Übelkeit und Hörverlust. Welche Komplikation ist am wahrscheinlichsten?
A) Seromukotympanon
B) Labyrinthitis
C) Otitis externa
D) Tubenkatarrh
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Die Trias aus Schwindel, Übelkeit und Hörverlust bei AOM spricht für eine Labyrinthitis – eine otogene Komplikation, die sofortige stationäre Behandlung erfordert.
Frage 7 (Differentialdiagnosen): Wie unterscheidet man eine Otitis externa von einer Otitis media?
A) Otitis externa: Tragus-Druckschmerz positiv, Trommelfell normal
B) Otitis externa: Fieber immer >39°C
C) Otitis media: Tragus-Druckschmerz stark positiv
D) Kein Unterschied möglich ohne CT
✅ Antwort anzeigen
Richtig: A
Bei Otitis externa ist der Tragus-Druckschmerz typischerweise positiv und das Trommelfell normal. Bei AOM ist der Tragus-Druckschmerz negativ, aber das Trommelfell verändert.
Frage 8 (Differentialdiagnosen): Ein Kind zeigt in der Otoskopie ein retrahiertes Trommelfell mit bernsteinfarbenem Erguss, aber kein Fieber und keine akuten Schmerzen. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
A) Akute Otitis media
B) Seromukotympanon (Paukenerguss)
C) Mastoiditis
D) Cholesteatom
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Ein retrahiertes Trommelfell mit Erguss ohne akute Entzündungszeichen (kein Fieber, keine starken Schmerzen) spricht für ein Seromukotympanon, nicht für eine akute Otitis media.
12 · Fachbegriffe
Fachbegriff Erklärung für Patienten
Otitis media acuta "Eine akute Mittelohrentzündung – das Ohr ist entzündet und tut weh."
Trommelfell "Eine dünne Haut im Ohr, die den Schall aufnimmt."
Paukenerguss "Flüssigkeit hinter dem Trommelfell, die das Hören erschwert."
Tuba auditiva "Die Ohrtrompete – ein Verbindungsgang zwischen Ohr und Nase."
Mastoiditis "Eine Entzündung des Knochens hinter dem Ohr – eine ernste Komplikation."
Otoskopie "Eine Untersuchung des Ohrs mit einem speziellen Instrument."
Analgesie "Schmerzlinderung durch Medikamente."
Watchful Waiting "Abwartendes Beobachten – wir schauen erstmal, ob es von selbst besser wird."

Zusammenfassung

Die akute Otitis media ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten im Kindesalter. Die Diagnose erfolgt klinisch durch Otoskopie. Nicht jede AOM benötigt Antibiotika – bei unkomplizierten Fällen ist Watchful Waiting mit Analgesie möglich. Bei Red Flags wie retroaurikulärer Schwellung muss an Mastoiditis gedacht werden.

Verwandte Fälle

Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.