Prüfungsrelevanz: Hoch
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Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,
wir berichten über unseren gemeinsamen Patienten , Jahre, der sich am [Datum] in unserer Notaufnahme vorstellte.
Diagnose: Idiopathische periphere Fazialisparese links (Bell's palsy), House-Brackmann Grad IV
Anamnese: Der Patient berichtete, er habe am Morgen des Aufnahmetages eine linksseitige Gesichtslähmung bemerkt. Er könne das linke Auge nicht mehr vollständig schließen und der Kaffee laufe ihm aus dem linken Mundwinkel. Am Vorabend habe er ein leichtes Ziehen hinter dem linken Ohr verspürt. Geräusche seien ihm unangenehm laut vorgekommen (Hyperakusis). Bläschen am Ohr oder im Gehörgang habe er nicht bemerkt. Ein Zeckenstich oder Erythema migrans seien nicht erinnerlich.
Befund: Bei der klinischen Untersuchung zeigte sich eine komplette linksseitige periphere Fazialisparese mit aufgehobenem Stirnrunzeln, verstrichener Nasolabialfalte, hängendem Mundwinkel und inkomplettem Lidschluss. Das Bell-Phänomen sei positiv gewesen. Die Otoskopie habe einen unauffälligen Befund ergeben. Der übrige neurologische Status sei unauffällig gewesen.
Diagnostik: Die Borrelien-Serologie sei negativ gewesen. Der Liquor habe eine normale Zellzahl und normales Eiweiß gezeigt. Eine VZV-Serologie sei nicht durchgeführt worden, da klinisch kein Anhalt für einen Zoster oticus bestanden habe.
Therapie: Wir hätten eine Therapie mit Prednisolon 60 mg täglich für 5 Tage eingeleitet, gefolgt von einer täglichen Dosisreduktion um 10 mg. Zum Hornhautschutz seien Dexpanthenol-Augensalbe zur Nacht und Tränenersatzmittel tagsüber verordnet worden. Der Patient sei über das Tragen eines Uhrglasverbandes zur Nacht aufgeklärt worden.
Procedere: Wir bitten um neurologische Wiedervorstellung in 2 Wochen zur Verlaufskontrolle. Bei fehlender Besserung nach 6 Wochen empfehlen wir eine MRT-Diagnostik.
Mit kollegialen Grüßen