Neurologie
Häufig
Notfall
Prüfungsrelevant
📍 Baden-Württemberg, Bayern, Berlin +13
FSP-Fall zum akuten Schlaganfall: Plötzliche neurologische Defizite, FAST-Test, cCT zum Blutungsausschluss, Lysetherapie im 4,5h-Zeitfenster und Stroke-Unit-Behandlung.
\n Notaufnahme\n 68 J., m\n Plötzliche Arm- und Beinschwäche links\n
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\n „Herr Doktor, vor einer Stunde konnte ich auf einmal meinen linken Arm nicht mehr heben. Meine Frau sagt, mein Mund hängt auch schief. Ich verstehe gar nicht, was passiert ist.“\n
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2 · Krankheitsbild
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\n Prüfungsrelevanz: Hoch\n ⏱ 4 Min\n
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Definition
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Der Schlaganfall (Apoplex, Stroke) ist eine akute zerebrale Durchblutungsstörung mit plötzlich auftretenden neurologischen Ausfällen. Man unterscheidet den ischämischen Schlaganfall (ca. 80%, Hirninfarkt durch Gefäßverschluss) vom hämorrhagischen Schlaganfall (ca. 20%, Hirnblutung).
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Pathophysiologie
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Beim ischämischen Infarkt führt ein thrombotischer oder embolischer Gefäßverschluss zur Minderperfusion. Im Kerngebiet sterben Neurone innerhalb von Minuten ab. Die umgebende Penumbra ist kritisch minderperfundiert, aber potenziell rettbar – dies ist das Ziel der Akuttherapie.
Der 68-jährige Patient habe angegeben, gegen 10:15 Uhr eine plötzliche Schwäche im linken Arm bemerkt zu haben. Seine Ehefrau habe zusätzlich eine Gesichtsasymmetrie und undeutliche Sprache festgestellt. Er leide seit Jahren an Bluthochdruck und Diabetes. Eine Blutverdünnung nehme er nicht ein. Vorherige Schlaganfälle seien nicht bekannt.
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Befund bei Aufnahme
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Wacher, orientierter Patient. RR 185/105 mmHg, Puls 92/min arrhythmisch, SpO₂ 96%. Neurologisch: linksseitige Hemiparese (Arm KG 2/5, Bein KG 3/5), zentrale Fazialisparese links, Dysarthrie. NIHSS bei Aufnahme: 12 Punkte.
cCT nativ: Kein Blutungsnachweis, hyperdenses Mediazeichen rechts
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CT-Angiographie: Verschluss der A. cerebri media rechts (M1-Segment)
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EKG: Absolute Arrhythmie bei Vorhofflimmern (neu diagnostiziert)
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Echokardiographie: Leicht dilatierter linker Vorhof, keine Thromben
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Therapie und Verlauf
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Bei einem Zeitfenster von 90 Minuten erfolgte die intravenöse Thrombolyse mit Alteplase (0,9 mg/kg KG). Anschließend wurde eine mechanische Thrombektomie durchgeführt mit erfolgreicher Rekanalisation (TICI 2b). Der Verlauf gestaltete sich komplikationslos. Die neurologischen Defizite besserten sich deutlich (NIHSS bei Entlassung: 3 Punkte). Bei neu diagnostiziertem Vorhofflimmern wurde eine orale Antikoagulation mit Apixaban eingeleitet.
Kontrolle: Neurologische Wiedervorstellung in 4 Wochen, kardiologische Kontrolle in 3 Monaten
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Reha: Anschlussheilbehandlung neurologisch bereits beantragt
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Fahrverbot: Für mindestens 3 Monate
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Konjunktiv I beachten!
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habe angegeben, leide, sei, nehme, habe
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Nur in der Anamnese (indirekte Rede)
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🩺 7 · Übergabe
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\n Prüfungsrelevanz: Hoch\n ⏱ 5 Min\n
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SBAR-Schema
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\n S\n
\n Situation:\n
Ich übergebe Ihnen Klaus Fischer, 68 Jahre, mit ischämischem Schlaganfall im Media-Stromgebiet rechts, Z.n. Lyse und Thrombektomie heute.
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\n B\n
\n Background:\n
Bekannte Arterielle Hypertonie und Diabetes Typ 2. Neu diagnostiziertes Vorhofflimmern als wahrscheinliche Emboliequelle. Keine vorherige Antikoagulation. Symptombeginn 10:15 Uhr, Aufnahme 11:30 Uhr, Lyse 12:00 Uhr.
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\n A\n
\n Assessment:\n
NIHSS initial 12, jetzt gebessert auf 6 Punkte. Erfolgreiche Rekanalisation TICI 2b. Patient wach, orientiert, Hemiparese links rückläufig. RR stabil 150/85 mmHg. Keine Blutungskomplikation im Kontroll-CT.
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\n Recommendation:\n
Engmaschiges neurologisches Monitoring (NIHSS alle 2h), RR-Ziel < 180/105 mmHg. Bei klinischer Verschlechterung sofort Kontroll-CT. OAK-Start mit Apixaban nach 24h geplant. Bitte auf Blutungszeichen achten.
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8 · Differentialdiagnosen
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DD
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Unterscheidungsmerkmal
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Ausschluss
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Intrazerebrale Blutung
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Klinisch nicht sicher unterscheidbar, oft Kopfschmerzen
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cCT nativ (hyperdense Läsion)
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TIA
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Symptome bilden sich vollständig innerhalb 24h zurück
Post-Stroke-Depression → Bei ca. 30% der Patienten
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Vaskuläre Demenz → Nach rezidivierenden Infarkten
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Schulterschmerz → Subluxation bei Hemiparese
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Re-Infarkt → 10-15% im ersten Jahr ohne Prophylaxe
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10 · Red Flags
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\n Prüfungsrelevanz: Hoch\n ⏱ 3 Min\n
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Warnzeichen
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Bedeutet
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Sofortmaßnahme
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Bewusstseinstrübung
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Hirnödem, Einklemmung droht
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Sofort CT, Neurochirurgie informieren
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Pupillenstörung
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Einklemmung, III-Parese
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Notfall-CT, Osmotherapie, OP erwägen
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NIHSS-Verschlechterung ≥4
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Re-Verschluss, Blutung
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Sofort CT, ggf. Re-Intervention
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Heftige Kopfschmerzen
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Einblutung nach Lyse
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Lyse stoppen, CT, Gerinnungsfaktoren
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RR-Entgleisung >220/120
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Erhöhtes Blutungsrisiko
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Vorsichtige RR-Senkung, Monitoring
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11 · Quiz
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\n Prüfungsrelevanz: Hoch\n ⏱ 10 Min\n
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Wichtigste Punkte
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Symptombeginn exakt dokumentieren – „Time is brain“
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cCT nativ VOR jeder Lysetherapie zum Blutungsausschluss
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Lysezeitfenster: ≤4,5 Stunden, Thrombektomie bis 6h (selektiert bis 24h)
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\n Frage 1 (Diagnostik): Ein 72-jähriger Patient wird mit akuter linksseitiger Hemiparese eingeliefert. Symptombeginn vor 2 Stunden. Welche Bildgebung hat oberste Priorität?\n
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A) MRT mit DWI-Sequenz
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B) cCT nativ
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C) Doppler-Sonographie der Karotiden
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D) CT-Perfusion
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✅ Antwort anzeigen
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Richtig: B) cCT nativ Das native CT ist der Goldstandard zum Blutungsausschluss vor einer Lysetherapie. Es muss schnellstmöglich erfolgen (Door-to-CT < 25 Min). Erst nach Blutungsausschluss kann eine Lyse eingeleitet werden.
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\n Frage 2 (Diagnostik): Welcher Score wird zur Quantifizierung des neurologischen Defizits beim akuten Schlaganfall standardmäßig verwendet?\n
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A) Glasgow Coma Scale
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B) NIHSS (National Institutes of Health Stroke Scale)
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C) Modified Rankin Scale
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D) Barthel-Index
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✅ Antwort anzeigen
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Richtig: B) NIHSS Der NIHSS (0-42 Punkte) quantifiziert das akute neurologische Defizit und dient als Ausgangs- und Verlaufsparameter. Der mRS beschreibt das funktionelle Outcome nach 90 Tagen, GCS die Bewusstseinslage.
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\n Frage 3 (Therapie): Bis wann nach Symptombeginn ist die systemische Thrombolyse mit rtPA beim ischämischen Schlaganfall zugelassen?\n
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A) 3 Stunden
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B) 4,5 Stunden
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C) 6 Stunden
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D) 24 Stunden
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✅ Antwort anzeigen
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Richtig: B) 4,5 Stunden Die Zulassung für rtPA (Alteplase) besteht bis 4,5 Stunden nach Symptombeginn. Die mechanische Thrombektomie bei Großgefäßverschluss kann bis 6h (selektiert bis 24h) durchgeführt werden.
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\n Frage 4 (Therapie): Welche Dosierung von Alteplase wird bei der intravenösen Lysetherapie des ischämischen Schlaganfalls angewendet?\n
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A) 0,6 mg/kg KG, max. 60 mg
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B) 0,9 mg/kg KG, max. 90 mg
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C) 1,0 mg/kg KG, max. 100 mg
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D) 1,5 mg/kg KG, max. 150 mg
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✅ Antwort anzeigen
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Richtig: B) 0,9 mg/kg KG, max. 90 mg Die Standarddosierung ist 0,9 mg/kg Körpergewicht, maximal 90 mg. Davon werden 10% als Bolus gegeben, die restlichen 90% als Infusion über 60 Minuten.
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\n Frage 5 (Notfall/Red Flags): Ein Patient entwickelt 30 Minuten nach Beginn der Lysetherapie starke Kopfschmerzen und wird zunehmend somnolent. Was ist die wahrscheinlichste Komplikation und die erste Maßnahme?\n
B) Intrakranielle Blutung – Lyse stoppen, sofort CT
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C) Progrediente Ischämie – Lyse beschleunigen
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D) Allergische Reaktion – Antihistaminika geben
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✅ Antwort anzeigen
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Richtig: B) Intrakranielle Blutung – Lyse stoppen, sofort CT Starke Kopfschmerzen und Bewusstseinstrübung unter Lyse sind bis zum Beweis des Gegenteils als hämorrhagische Transformation zu werten. Die Lyse muss sofort gestoppt und ein Notfall-CT durchgeführt werden.
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\n Frage 6 (Notfall/Red Flags): Welcher Blutdruckwert ist die obere Grenze für die Durchführung einer intravenösen Lysetherapie?\n
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A) 160/100 mmHg
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B) 185/110 mmHg
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C) 200/120 mmHg
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D) 220/130 mmHg
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✅ Antwort anzeigen
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Richtig: B) 185/110 mmHg Vor und während der Lysetherapie sollte der Blutdruck unter 185/110 mmHg gehalten werden, um das Blutungsrisiko zu minimieren. Ohne Lyseindikation sind höhere Werte bis 220/120 mmHg akzeptabel.
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\n Frage 7 (Differentialdiagnosen): Eine 45-jährige Patientin präsentiert sich mit akut aufgetretener rechtsseitiger Hemiparese. Der Blutzucker beträgt 38 mg/dl. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?\n
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A) Ischämischer Schlaganfall
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B) Hypoglykämie
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C) Migräne mit Aura
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D) Epileptischer Anfall
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✅ Antwort anzeigen
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Richtig: B) Hypoglykämie Hypoglykämie kann fokale neurologische Symptome verursachen und ist ein wichtiger „Stroke Mimic“. Daher muss bei jedem V.a. Schlaganfall sofort der Blutzucker gemessen werden. Die Symptome sind nach Glukosegabe reversibel.
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\n Frage 8 (Differentialdiagnosen): Welche Bildgebung ist am besten geeignet, um einen ischämischen Schlaganfall von einer intrazerebralen Blutung zu unterscheiden?\n
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A) Röntgen-Schädel
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B) cCT nativ
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C) Doppler-Sonographie
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D) Lumbalpunktion
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✅ Antwort anzeigen
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Richtig: B) cCT nativ Im nativen CT erscheint eine frische Blutung hyperdens (weiß), während ein frischer Infarkt in den ersten Stunden oft unauffällig ist oder nur diskrete Frühzeichen zeigt. Diese Unterscheidung ist entscheidend vor einer Lysetherapie.
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12 · Fachbegriffe
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\n Prüfungsrelevanz: Mittel\n ⏱ 3 Min\n
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Fachbegriff
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Erklärung für Patienten
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Apoplex
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„Ein Schlaganfall – eine plötzliche Durchblutungsstörung im Gehirn“
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Ischämie
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„Eine Minderdurchblutung – zu wenig Blut kommt an“
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Lysetherapie
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„Ein Medikament, das Blutgerinnsel auflöst“
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Thrombektomie
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„Eine mechanische Entfernung des Blutgerinnsels mit einem Katheter“
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Hemiparese
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„Eine halbseitige Lähmung des Körpers“
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Aphasie
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„Eine Sprachstörung – Schwierigkeiten beim Sprechen oder Verstehen“
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Stroke Unit
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„Eine Spezialstation für Schlaganfallpatienten“
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TIA
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„Ein Mini-Schlaganfall – Symptome verschwinden wieder vollständig“
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Zusammenfassung
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Der Schlaganfall ist ein zeitkritischer Notfall. Die schnelle Diagnose mittels cCT und Einleitung der Lysetherapie im 4,5h-Fenster verbessert die Prognose erheblich. Bei Großgefäßverschluss ist die mechanische Thrombektomie zusätzlich indiziert. Die Sekundärprophylaxe richtet sich nach der Ätiologie.
Dieser FSP-Fall ist Teil unserer Kursvorbereitung. Im All-in-One Masterkurs findest du alle 17 Fachgebiete, Gesprächssimulationen und Arztbrief-Training.
Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.
Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.
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Passender Kurs
Kardiologie-Komplettkurs
Neurologische Erkrankungen im Rahmen der FSP-Prüfungsvorbereitung.