Definition
Das HWS-Syndrom (Zervikalsyndrom, ICD-10: M54.2) ist ein Sammelbegriff für Schmerzen und Funktionsstörungen, die von der Halswirbelsäule ausgehen. Es umfasst muskuläre, degenerative und funktionelle Beschwerden im Bereich der zervikalen Wirbelsäule mit möglicher Ausstrahlung in Schultern, Arme und Kopf.
Pathophysiologie
Die HWS ist der beweglichste Wirbelsäulenabschnitt mit 7 Wirbeln. Chronische Fehlhaltung, degenerative Veränderungen (Osteochondrose, Spondylose) oder muskuläre Dysbalancen führen zu Reizung der Schmerzrezeptoren in Bandscheiben, Facettengelenken und paravertebraler Muskulatur. Sekundäre Muskelverspannungen verstärken den Schmerzkreislauf.
Epidemiologie
| Prävalenz | 25% der Erwachsenen/Jahr in Europa |
| Lebenszeitprävalenz | ~50% |
| Typisches Alter | 30–60 Jahre |
| Geschlecht | w > m |
Risikofaktoren
- Alter (degenerative Veränderungen)
- Genetische Prädisposition
- Frühere HWS-Traumata
- Bildschirmarbeit / Fehlhaltung
- Bewegungsmangel
- Psychosozialer Stress
- Ungünstige Schlafposition
