Definition
Das Prostatakarzinom ist ein maligner epithelialer Tumor der Prostata, der in über 95% der Fälle ein Adenokarzinom darstellt. Es ist der häufigste maligne Tumor und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache bei Männern. Etwa 85% der Tumoren entstehen in der peripheren Zone der Prostata.
Pathophysiologie
Das Prostatakarzinom entsteht durch maligne Transformation des Drüsenepithels, häufig über die Vorstufe der prostatischen intraepithelialen Neoplasie (PIN). Der Tumor wächst zunächst lokal begrenzt, kann dann die Kapsel überschreiten und Samenblasen, Blasenhals oder Rektum infiltrieren. Die Metastasierung erfolgt lymphogen in pelvine und retroperitoneale Lymphknoten sowie hämatogen bevorzugt in das Skelett (osteoblastische Metastasen).
Epidemiologie
| Inzidenz | Ca. 65.000-75.000 Neuerkrankungen/Jahr in Deutschland |
| Typisches Alter | Mittleres Erkrankungsalter 72 Jahre; selten <50 Jahre |
| Geschlecht | Ausschließlich Männer |
| Mortalität | Ca. 15.000 Todesfälle/Jahr in Deutschland |
Risikofaktoren
- Alter (>50 Jahre)
- Positive Familienanamnese (1. Grad)
- Ethnische Zugehörigkeit (afroamerikanisch > kaukasisch)
- Genetische Disposition (BRCA1/2-Mutation)
- Fettreiche Ernährung
- Adipositas
- Bewegungsmangel
