Psoriasis vulgaris – FSP-Fall

Infektiologie Häufig Konservativ Prüfungsrelevant 📍 Baden-Württemberg, Bayern, Berlin +13

FSP-Fall zur Psoriasis vulgaris: Erythrosquamöse Plaques an Streckseiten, Auspitz-Phänomen, PASI-Beurteilung und Stufentherapie nach S3-Leitlinie.

0 · Auf einen Blick

  • Leitsymptom: Scharf begrenzte, erythematöse Plaques mit silbrig-weißer Schuppung an Streckseiten
  • Diagnostischer Standard: Klinische Blickdiagnose (Kerzenwachsphänomen, Auspitz-Phänomen)
  • Erste Maßnahme: Topische Therapie mit Kortikosteroiden und Vitamin-D-Analoga
  • Wichtigste Kontraindikation: MTX bei Schwangerschaft, Leberzirrhose; Biologika bei aktiver Tuberkulose
  • Prognose: Chronisch-rezidivierend, keine Heilung, aber gute Symptomkontrolle möglich

1 · Leitfall

Dermatologische Praxis J., m Juckende, schuppende Hautveränderungen
"Herr Doktor, seit einigen Wochen habe ich diese roten, schuppigen Stellen an den Ellenbogen und Knien. Die jucken manchmal richtig stark und sehen furchtbar aus. Mein Vater hatte so etwas Ähnliches."
2 · Krankheitsbild

Definition

Die Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) ist eine chronisch-entzündliche, immunvermittelte Hauterkrankung, die durch scharf begrenzte, erythematöse Plaques mit silbrig-weißer Schuppung charakterisiert ist. Sie verläuft chronisch-rezidivierend und kann mit Gelenkbeteiligung (Psoriasis-Arthritis) sowie systemischen Komorbiditäten einhergehen.

Pathophysiologie

Genetische Prädisposition (HLA-Cw6) führt bei Triggerexposition zu einer T-Zell-vermittelten Immunreaktion. Aktivierte Th17-Zellen sezernieren IL-17 und IL-23, was eine Keratinozytenproliferation mit verkürzter Zellzykluszeit (3-4 statt 28 Tage) und gestörter Differenzierung auslöst. Die Folge ist eine Hyperparakeratose mit charakteristischer Schuppenbildung.

Epidemiologie

Prävalenz ca. 2-2,5% in Deutschland (≈2 Mio. Betroffene)
Typisches Alter Typ I: 15-25 J. (60-70%), Typ II: 50-60 J.
Geschlecht m = w

Risikofaktoren

Nicht modifizierbar:
  • Familiäre Belastung (HLA-Cw6)
  • Typ-I-Psoriasis (früher Beginn)
Modifizierbar (Trigger):
  • Infektionen (Streptokokken-Angina)
  • Medikamente (Betablocker, Lithium, ACE-Hemmer)
  • Mechanische Reizung (Köbner-Phänomen)
  • Stress, Alkohol, Rauchen
3 · Anamnese

Gezielte Fragen

Bereich Frage Warum wichtig
Aktuell Wo genau befinden sich die Hautveränderungen? Jucken sie? Prädilektionsstellen, Pruritus als Belastungsfaktor
Verlauf Seit wann bestehen die Beschwerden? Gab es vorher schon Episoden? Chronisch-rezidivierender Verlauf typisch
Trigger Hatten Sie kürzlich eine Infektion? Nehmen Sie neue Medikamente? Triggerfaktoren identifizieren
Familie Sind Hauterkrankungen in Ihrer Familie bekannt? Positive FA in 30-40% der Fälle
Gelenke Haben Sie Gelenkschmerzen oder -schwellungen? Psoriasis-Arthritis bei ca. 20%
Lebensqualität Wie stark beeinträchtigen Sie die Hautveränderungen im Alltag? DLQI zur Schweregradbestimmung

Beispieldialog

Arzt:

Guten Tag, ich bin . Was führt Sie zu uns?

Patient:

Guten Tag. Ich habe seit etwa vier Wochen diese roten, schuppigen Stellen an den Ellenbogen. Die jucken manchmal ganz schön.

Arzt:

Verstehe. Haben Sie solche Hautveränderungen schon früher gehabt?

Patient:

Nein, das ist das erste Mal. Aber mein Vater hatte immer so etwas an den Knien.

Arzt:

Das ist ein wichtiger Hinweis. Hatten Sie kürzlich einen Infekt, z.B. eine Halsentzündung?

Patient:

Ja, tatsächlich hatte ich vor etwa sechs Wochen eine starke Erkältung mit Halsschmerzen.

Arzt:

Haben Sie auch Beschwerden an den Gelenken, z.B. Schmerzen oder Schwellungen?

Patient:

Nein, die Gelenke sind in Ordnung.

Prüfungsfokus

  • Familienanamnese erfragen (genetische Komponente)
  • Triggerfaktoren identifizieren (Streptokokken-Infekt!)
  • Gelenkbeteiligung ausschließen (Psoriasis-Arthritis)
4 · Befund

Körperliche Untersuchung

Methode Erwarteter Befund
Inspektion Scharf begrenzte, erythematöse Plaques mit silbrig-weißer, groblamellärer Schuppung an Ellenbogen, Knien, Kopfhaut, sakral
Kerzenwachsphänomen Schuppen lassen sich wie Kerzenwachs abschilfern
Phänomen des letzten Häutchens Nach Abkratzen: dünne, glänzende Epidermisschicht sichtbar
Auspitz-Phänomen Punktförmige Blutungen nach Entfernung des letzten Häutchens ("blutiger Tau")
Nägel Tüpfelnägel, Ölflecken, Krümelnagel, Onycholyse (bei ca. 50%)
Gelenke Ggf. Schwellung, Druckschmerz (DIP-Gelenke, "Strahlbefall")

Labor

Parameter Veränderung Bedeutung
CRP, BSG ↑ (bei aktiver Erkrankung) Entzündungsaktivität
ASL-Titer Hinweis auf Streptokokken-Infektion als Trigger
Harnsäure Häufig erhöht bei Psoriasis
HbA1c, Lipide Screening Metabolisches Syndrom als Komorbidität

Schweregradbeurteilung

Score Bedeutung Therapieentscheidung
BSA Body Surface Area (%) ≤10 = leicht, >10 = mittelschwer-schwer
PASI Psoriasis Area Severity Index ≤10 = leicht, >10 = mittelschwer-schwer
DLQI Dermatology Life Quality Index ≤10 = leicht, >10 = mittelschwer-schwer

Goldstandard

Klinische Blickdiagnose + Psoriasis-Phänomene (Kerzenwachs, Auspitz)

Histologie nur bei unklaren Fällen: Hyperparakeratose, Akanthose, Munro-Mikroabszesse

5 · Therapie

Therapieziel

PASI-75 (75% Reduktion des PASI) oder PASI ≤3 als Therapieziel leitliniengerecht.

Stufentherapie nach Schweregrad

Schweregrad Therapie Wirkstoffe
Leicht (PASI/BSA/DLQI ≤10) Topisch Kortikosteroide (Klasse II-IV), Vitamin-D₃-Analoga (Calcipotriol), Kombinationspräparate, Dithranol
Mittelschwer-schwer (PASI/BSA/DLQI >10) Systemisch + Photo(chemo)therapie MTX, Ciclosporin, Fumarsäureester, Acitretin; UVB-311nm, PUVA
Schwer / therapierefraktär Biologika TNF-α-Blocker, IL-17-Inhibitoren, IL-23-Inhibitoren

Biologika (Übersicht)

Wirkstoffklasse Beispiele Besonderheiten
TNF-α-Blocker Adalimumab, Infliximab, Etanercept Auch bei Psoriasis-Arthritis wirksam
IL-17-Inhibitoren Secukinumab, Ixekizumab, Brodalumab Hohe Effektivität, cave: CED
IL-23-Inhibitoren Guselkumab, Risankizumab, Tildrakizumab Gutes Sicherheitsprofil

Begleitmaßnahmen

  • Basistherapie: Rückfettende Pflege, keratolytische Salben (Salicylsäure, Harnstoff)
  • Lebensstil: Nikotinkarenz, Alkoholreduktion, Gewichtsreduktion
  • Komorbidität: Screening auf metabolisches Syndrom, kardiovaskuläre Risikofaktoren
  • Psychosozial: Patientenschulung, Selbsthilfegruppen
6 · Arztbrief

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,

wir berichten über unseren gemeinsamen Patienten , Jahre, der sich am [DATUM] in unserer dermatologischen Sprechstunde vorgestellt habe.

Diagnose: Psoriasis vulgaris, mittelschwer (PASI 12, DLQI 14)

Anamnese:
Der Patient habe über seit etwa vier Wochen bestehende juckende, schuppende Hautveränderungen an den Streckseiten der Ellenbogen und Knie berichtet. Ein Streptokokken-Infekt der oberen Atemwege sei etwa sechs Wochen zuvor aufgetreten. Gelenkbeschwerden bestünden nicht. Familiär sei eine Psoriasis beim Vater bekannt.

Befund:
Bei der klinischen Untersuchung hätten sich an den Streckseiten der Ellenbogen und Knie sowie sakral multiple scharf begrenzte, erythematöse Plaques mit silbrig-weißer, groblamellärer Schuppung gezeigt. Die Psoriasis-Phänomene (Kerzenwachs, Auspitz) seien positiv gewesen. Die Nägel hätten einzelne Tüpfel aufgewiesen. Die Gelenke seien klinisch unauffällig gewesen.

Procedere:
Aufgrund des mittelschweren Schweregrades sei neben der topischen Therapie mit einem Kombinationspräparat (Calcipotriol/Betamethason) eine Phototherapie (UVB-311nm) eingeleitet worden. Bei unzureichendem Ansprechen werde eine Systemtherapie evaluiert. Ein Screening auf Komorbiditäten sei veranlasst worden.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

7 · Übergabe (SBAR)

S – Situation

Herr , Jahre, stellt sich mit Erstmanifestation einer Psoriasis vulgaris vor.

B – Background

Positive Familienanamnese (Vater), Streptokokken-Infekt vor 6 Wochen als möglicher Trigger. Keine Vorerkrankungen, keine Dauermedikation.

A – Assessment

Mittelschwere Psoriasis vulgaris mit PASI 12, DLQI 14. Nagelbeteiligung vorhanden, keine Gelenkbeteiligung. Systemisches Screening auf Komorbiditäten eingeleitet.

R – Recommendation

Topische Kombinationstherapie + Phototherapie (UVB-311nm). Wiedervorstellung in 4 Wochen zur PASI-Kontrolle. Bei fehlendem Ansprechen Evaluation Systemtherapie.

8 · Differentialdiagnosen
Diagnose Gemeinsamkeit Unterschied Ausschluss
Nummuläres Ekzem Schuppende Plaques Unscharf begrenzt, keine silbrige Schuppung, starker Juckreiz Klinik, Histologie
Seborrhoisches Ekzem Schuppung, Kopfhautbefall Fettige, gelbliche Schuppen, zentrofazial, keine Ellenbogen/Knie Lokalisation, Schuppenqualität
Tinea corporis Schuppende Plaques Randbetonung, zentrale Abheilung, asymmetrisch KOH-Präparat, Pilzkultur
Pityriasis rosea Schuppende Plaques Primärmedaillon, Collarette-Schuppung, selbstlimitierend Anamnese, Verlauf
Kutanes T-Zell-Lymphom (Mycosis fungoides) Schuppende Plaques Langsamere Progression, keine Prädilektionsstellen, therapierefraktär Histologie (atypische T-Zellen)
⚠️ 9 · Komplikationen

Akute Komplikationen

  • Psoriatische Erythrodermie → Befall >90% KOF, Temperaturregulationsstörung, kardiovaskuläre Belastung
  • Psoriasis pustulosa generalisata → Fieber, Leukozytose, Elektrolytstörungen, potenziell lebensbedrohlich
  • Sekundärinfektion → Bei ausgedehntem Befall oder Kratzexkoriationen

Spätkomplikationen / Komorbiditäten

  • Psoriasis-Arthritis → Bei ca. 20-30%, irreversible Gelenkdestruktion möglich
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen → Erhöhtes Risiko für Myokardinfarkt, Schlaganfall
  • Metabolisches Syndrom → Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Dyslipidämie
  • Depression, Angststörungen → Stigmatisierung, eingeschränkte Lebensqualität
  • Nicht-alkoholische Fettleber (NAFLD)
10 · Red Flags
Warnzeichen Bedeutet Sofortmaßnahme
Erythrodermie (>90% KOF) Thermoregulationsstörung, kardiale Belastung Stationäre Aufnahme, Flüssigkeits-/Elektrolytausgleich
Generalisierte Pustelbildung + Fieber Psoriasis pustulosa generalisata (von Zumbusch) Notfall! Intensivüberwachung, systemische Therapie
Rasche Gelenkdestruktion Aggressive Psoriasis-Arthritis (Arthritis mutilans) Dringende rheumatologische Mitbeurteilung, Biologika
Suizidalität Schwere psychische Belastung durch Stigmatisierung Psychiatrische Konsultation, psychosoziale Unterstützung
11 · Quiz

Wichtigste Punkte

  1. Psoriasis = chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit erythrosquamösen Plaques an Streckseiten
  2. Diagnose klinisch: Kerzenwachsphänomen + Auspitz-Phänomen
  3. Schweregrad: PASI, BSA, DLQI – mittelschwer-schwer ab >10
Frage 1 (Diagnostik): Welches klinische Zeichen ist pathognomonisch für die Psoriasis vulgaris?
A) Nikolski-Zeichen
B) Auspitz-Phänomen
C) Darier-Zeichen
D) Koebner-Phänomen
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B)
Das Auspitz-Phänomen (punktförmige Blutungen nach Entfernung der Schuppen) ist zusammen mit dem Kerzenwachsphänomen charakteristisch für Psoriasis. Das Köbner-Phänomen (isomorphe Reizantwort) ist nicht pathognomonisch, da es auch bei anderen Dermatosen vorkommt.
Frage 2 (Diagnostik): Ab welchem PASI-Wert spricht man leitliniengerecht von einer mittelschweren bis schweren Psoriasis?
A) PASI > 5
B) PASI > 10
C) PASI > 15
D) PASI > 20
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B)
Nach S3-Leitlinie gilt: PASI, BSA oder DLQI >10 = mittelschwer bis schwer. Diese "Rule of Tens" ist therapieentscheidend für die Einleitung einer Systemtherapie.
Frage 3 (Therapie): Welche Erstlinientherapie ist bei leichter Psoriasis vulgaris leitliniengerecht?
A) Methotrexat oral
B) Adalimumab s.c.
C) Calcipotriol/Betamethason topisch
D) Ciclosporin oral
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C)
Bei leichter Psoriasis (PASI/BSA/DLQI ≤10) ist die topische Therapie mit Kortikosteroiden und/oder Vitamin-D₃-Analoga Erstlinientherapie. Systemtherapien sind mittelschwerer-schwerer Erkrankung vorbehalten.
Frage 4 (Therapie): Welche Wirkstoffklasse zeigt bei Psoriasis vulgaris die höchste Effektivität in Netzwerk-Metaanalysen?
A) TNF-α-Blocker
B) IL-12/23-Inhibitoren
C) IL-17-Inhibitoren
D) Fumarsäureester
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C)
IL-17-Inhibitoren (z.B. Secukinumab, Ixekizumab) und IL-23-Inhibitoren zeigen in Cochrane-Metaanalysen die höchsten PASI-90-Responseraten. Sie sind Erstlinienoptionen bei mittelschwerer-schwerer Psoriasis.
Frage 5 (Notfall/Red Flags): Ein 45-jähriger Patient mit bekannter Psoriasis entwickelt akut Fieber (39,5°C), generalisierte sterile Pusteln auf erythematösem Grund und Leukozytose. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
A) Psoriasis guttata
B) Psoriasis pustulosa generalisata (von Zumbusch)
C) Impetigo contagiosa
D) Pemphigus vulgaris
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B)
Die Trias aus Fieber, generalisierten sterilen Pusteln auf erythematösem Grund und Leukozytose ist charakteristisch für die Psoriasis pustulosa generalisata (von Zumbusch) – ein dermatologischer Notfall mit potenziell lebensbedrohlichem Verlauf.
Frage 6 (Notfall/Red Flags): Welche Komplikation der Psoriasis erfordert eine stationäre Aufnahme mit Flüssigkeits- und Elektrolytmanagement?
A) Psoriasis capitis
B) Psoriatische Erythrodermie
C) Nagelpsoriasis
D) Psoriasis guttata
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B)
Die psoriatische Erythrodermie (>90% KOF) führt zu massivem transepidermalem Wasserverlust, Thermoregulationsstörungen und kardiovaskulärer Belastung. Stationäre Überwachung mit Volumen-/Elektrolytausgleich ist erforderlich.
Frage 7 (Differentialdiagnosen): Welches Merkmal unterscheidet das nummuläre Ekzem am deutlichsten von der Psoriasis vulgaris?
A) Befall der Streckseiten
B) Silbrig-weiße Schuppung
C) Unscharf begrenzte Ränder
D) Positives Auspitz-Phänomen
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C)
Psoriasis-Plaques sind charakteristischerweise scharf begrenzt, während das nummuläre Ekzem unscharf begrenzte Herde zeigt. Zusätzlich fehlt beim Ekzem die typische silbrig-weiße Schuppung.
Frage 8 (Differentialdiagnosen): Welche Untersuchung schließt eine Tinea corporis als DD der Psoriasis am sichersten aus?
A) Bestimmung des CRP
B) KOH-Präparat / Pilzkultur
C) Hautbiopsie mit HE-Färbung
D) Epikutantest
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B)
Das KOH-Präparat (Nachweis von Hyphen) bzw. die Pilzkultur ist der Goldstandard zum Ausschluss einer Dermatophytose. Bei positivem Befund wäre eine antimykotische statt immunsuppressiver Therapie indiziert.
12 · Fachbegriffe
Fachbegriff Erklärung für Patienten
Psoriasis vulgaris "Schuppenflechte – eine chronische Hauterkrankung mit schuppenden, roten Stellen"
Plaque "Eine flächige, leicht erhabene Hautverdickung"
Auspitz-Phänomen "Punktförmige Blutungen nach Abkratzen der Schuppen"
PASI "Ein Punktwert, der die Schwere der Schuppenflechte misst"
Biologika "Moderne Medikamente, die gezielt das Immunsystem beeinflussen"
Psoriasis-Arthritis "Eine Gelenkentzündung, die zusammen mit der Schuppenflechte auftreten kann"
Köbner-Phänomen "Das Auftreten neuer Psoriasis-Herde an Stellen, die gereizt wurden"

Zusammenfassung

Die Psoriasis vulgaris ist eine häufige (ca. 2% Prävalenz), chronisch-entzündliche Hauterkrankung mit typischen erythrosquamösen Plaques an den Streckseiten. Die Diagnose erfolgt klinisch (Psoriasis-Phänomene). Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad (PASI/BSA/DLQI): topisch bei leichter, systemisch/Biologika bei mittelschwerer-schwerer Erkrankung. Wichtig ist das Screening auf Komorbiditäten (Psoriasis-Arthritis, metabolisches Syndrom, kardiovaskuläre Erkrankungen).

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Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.