Definition
Die Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte) ist eine chronisch-entzündliche, immunvermittelte Hauterkrankung, die durch scharf begrenzte, erythematöse Plaques mit silbrig-weißer Schuppung charakterisiert ist. Sie verläuft chronisch-rezidivierend und kann mit Gelenkbeteiligung (Psoriasis-Arthritis) sowie systemischen Komorbiditäten einhergehen.
Pathophysiologie
Genetische Prädisposition (HLA-Cw6) führt bei Triggerexposition zu einer T-Zell-vermittelten Immunreaktion. Aktivierte Th17-Zellen sezernieren IL-17 und IL-23, was eine Keratinozytenproliferation mit verkürzter Zellzykluszeit (3-4 statt 28 Tage) und gestörter Differenzierung auslöst. Die Folge ist eine Hyperparakeratose mit charakteristischer Schuppenbildung.
Epidemiologie
| Prävalenz | ca. 2-2,5% in Deutschland (≈2 Mio. Betroffene) |
| Typisches Alter | Typ I: 15-25 J. (60-70%), Typ II: 50-60 J. |
| Geschlecht | m = w |
Risikofaktoren
- Familiäre Belastung (HLA-Cw6)
- Typ-I-Psoriasis (früher Beginn)
- Infektionen (Streptokokken-Angina)
- Medikamente (Betablocker, Lithium, ACE-Hemmer)
- Mechanische Reizung (Köbner-Phänomen)
- Stress, Alkohol, Rauchen
