Prüfungsrelevanz: Hoch
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Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,
wir berichten über unseren gemeinsamen Patienten Becker, 52 Jahre, der sich vom [Datum] bis [Datum] in unserer stationären Behandlung befand.
Diagnosen:
- Ulcus ventriculi, H. pylori-positiv
- Chronische Gastritis Typ B
- Gonarthrose beidseits
Anamnese:
Der Patient habe seit etwa drei Wochen unter brennenden epigastrischen Schmerzen gelitten, die insbesondere postprandial aufgetreten seien. Begleitend habe er über Übelkeit und Appetitlosigkeit berichtet. Er habe angegeben, aufgrund einer Gonarthrose seit zwei Monaten täglich Ibuprofen 600 mg einzunehmen. Teerstuhl oder Hämatemesis seien nicht aufgetreten.
Befund bei Aufnahme:
Der Patient habe sich in gutem Allgemeinzustand und normalem Ernährungszustand präsentiert. Die Vitalzeichen seien stabil gewesen (RR 135/85 mmHg, HF 78/min). Bei der abdominellen Untersuchung habe sich ein Druckschmerz im Epigastrium gezeigt, ohne Abwehrspannung oder Resistenzen.
Diagnostik:
Die Ösophagogastroduodenoskopie habe ein ca. 1,5 cm großes Ulkus an der kleinen Kurvatur gezeigt. Histologisch habe sich eine chronisch-aktive Gastritis mit Nachweis von Helicobacter pylori bestätigt. Ein Malignom sei ausgeschlossen worden. Laborchemisch habe sich eine leichte Anämie (Hb 11,8 g/dl) gezeigt.
Therapie und Verlauf:
Wir hätten eine Helicobacter-pylori-Eradikationstherapie mit Bismut-Quadrupeltherapie über 14 Tage eingeleitet. Die NSAR-Medikation sei abgesetzt und auf Paracetamol umgestellt worden. Der Patient sei unter der Therapie beschwerdefrei geworden.
Procedere:
- Kontroll-ÖGD mit Biopsie in 6 Wochen
- Eradikationskontrolle mittels 13C-Atemtest (frühestens 4 Wochen nach Therapieende, 2 Wochen PPI-Pause)
- NSAR-Karenz
- Bei Bedarf Analgesie mit Paracetamol
Medikation bei Entlassung:
- Pantoprazol 40 mg 1-0-0 für weitere 4 Wochen
- Paracetamol 500 mg bei Bedarf (max. 4g/Tag)
Für Rückfragen stehen wir jederzeit zur Verfügung.
Mit kollegialen Grüßen
Dr. Samira Darwish