Obere GI-Blutung – FSP-Fall

Gastroenterologie Häufig Notfall Prüfungsrelevant 📍 Baden-Württemberg, Bayern, Berlin +13

FSP-Fall zur oberen GI-Blutung: Hämatemesis, Meläna, Glasgow-Blatchford-Score, Forrest-Klassifikation und notfallmäßige ÖGD mit endoskopischer Blutstillung.

0 · Auf einen Blick

  • Leitsymptom: Hämatemesis (kaffeesatzartig oder frisch) und/oder Meläna
  • Diagnostischer Standard: Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD) innerhalb von 24h
  • Erste Maßnahme: Kreislaufstabilisierung + PPI i.v. (80 mg Bolus)
  • Wichtigste Kontraindikation: Verzögerung der Endoskopie durch PPI-Gabe
  • Prognose: Letalität 5–10%, bei Varizenblutung bis 30%

1 · Leitfall

Notaufnahme J., m Bluterbrechen seit heute Morgen
"Herr Doktor, ich habe heute Morgen plötzlich Blut erbrochen – es war dunkel wie Kaffeesatz. Mir ist ganz schwindelig und ich fühle mich sehr schwach."
2 · Krankheitsbild

Definition

Die obere gastrointestinale Blutung (OGIB) bezeichnet eine Blutung proximal des Treitz'schen Bandes, d.h. aus Ösophagus, Magen oder Duodenum. Sie macht ca. 90% aller GI-Blutungen aus und ist ein häufiger gastroenterologischer Notfall.

Pathophysiologie

Die Blutung entsteht durch Erosion oder Ulzeration der Schleimhaut mit Arrosion von Gefäßen. Bei peptischen Ulzera führt die Säure-Pepsin-Exposition zur Gewebeschädigung. Bei Varizenblutungen bedingt die portale Hypertension eine Kollateralbildung mit fragilen, erweiterten Venen.

Epidemiologie

Inzidenz 50–150/100.000/Jahr
Typisches Alter >50 Jahre
Geschlecht m:w = 2:1

Häufigste Ursachen

Ulcus duodeni/ventriculi 35–50%
Ösophagus-/Fundusvarizen 10–20%
Erosive Gastritis/Duodenitis 10–15%
Mallory-Weiss-Syndrom 5–10%

Risikofaktoren

Nicht modifizierbar:
  • Alter >65 Jahre
  • Männliches Geschlecht
  • Z.n. GI-Blutung
Modifizierbar:
  • NSAR/ASS-Einnahme
  • Antikoagulation
  • H. pylori-Infektion
  • Alkoholabusus
3 · Anamnese

Gezielte Fragen

Bereich Frage Warum wichtig
Aktuell Wie sah das Erbrochene aus? War es hellrot oder kaffeesatzartig? Unterscheidung frische vs. ältere Blutung
Stuhlgang Haben Sie schwarzen, klebrigen Stuhl bemerkt? Meläna als Zeichen der OGIB
Medikamente Nehmen Sie Schmerzmittel wie Ibuprofen, ASS oder Blutverdünner? NSAR/Antikoagulation als Ursache
Vorerkrankungen Haben Sie eine Lebererkrankung oder hatten Sie schon mal eine Magenblutung? Varizenblutung bei Zirrhose, Rezidivrisiko
Alkohol Wie viel Alkohol trinken Sie? Gab es Erbrechen vor dem Bluterbrechen? Alkoholische Leberzirrhose, Mallory-Weiss

Beispieldialog

Arzt:

Guten Tag, Herr . Ich bin . Was führt Sie zu uns?

Patient:

Herr Doktor, ich habe heute Morgen plötzlich Blut erbrochen. Es war dunkel wie Kaffeesatz. Mir ist ganz schwindelig.

Arzt:

Das klingt besorgniserregend. Wie viel haben Sie ungefähr erbrochen? Und haben Sie auch schwarzen Stuhlgang bemerkt?

Patient:

Bestimmt zwei Schüsseln voll. Und ja, gestern war der Stuhl ganz schwarz und hat komisch gerochen.

Arzt:

Nehmen Sie regelmäßig Schmerzmittel oder Blutverdünner ein?

Patient:

Ja, ich nehme seit Wochen Ibuprofen wegen meiner Rückenschmerzen.

Prüfungsfokus

  • Unterscheidung Hämatemesis vs. Hämoptyse (Bluthusten)
  • NSAR-Anamnese immer erfragen
  • Zeichen der hämodynamischen Instabilität erkennen
4 · Befund

Körperliche Untersuchung

Methode Erwarteter Befund
Inspektion Blässe, Kaltschweißigkeit, ggf. Ikterus/Spider naevi bei Leberzirrhose
Vitalzeichen Tachykardie (>100/min), Hypotonie (<100 mmHg syst.), Schockindex >1
Palpation Abdomen Epigastrischer Druckschmerz (Ulkus), Hepatosplenomegalie (Zirrhose)
DRU Teerstuhl am Fingerling = Meläna

Labor

Parameter Veränderung Bedeutung
Hämoglobin ↓ (cave: initial noch normal!) Ausmaß des Blutverlustes
Harnstoff Resorption von Blut im Darm
Laktat ↑ (>5 mmol/l kritisch) Gewebehypoxie, prognostisch relevant
INR, Thrombozyten Variabel Gerinnungsstatus, Leberfunktion
Blutgruppe + Kreuzprobe Vorbereitung für Transfusion

Risikostratifizierung: Glasgow-Blatchford-Score

Parameter Kriterium Punkte
Harnstoff ≥6,5–25 mmol/l 2–6
Hb (Männer) <13 g/dl 1–6
Syst. RR <110 mmHg 1–3
Herzfrequenz ≥100/min 1

Score 0–1: Niedrigrisiko, ambulante Behandlung möglich | Score ≥6: Hochrisiko

Bildgebung/Endoskopie

Methode Typischer Befund Wann einsetzen
ÖGD (Goldstandard) Ulkus, Varizen, Erosionen Immer – diagnostisch + therapeutisch
CT-Angiographie Aktive Blutungsquelle Bei Massenblutung, ÖGD nicht möglich

Forrest-Klassifikation (Ulkusblutung)

Stadium Befund Rezidivrisiko
Ia Spritzende arterielle Blutung 90% → Intervention!
Ib Sickerblutung 30% → Intervention!
IIa Sichtbarer Gefäßstumpf 50% → Intervention!
IIb Koagel auf Ulkusgrund 30% → Koagel entfernen
IIc Hämatinreste 10% → konservativ
III Fibrinbelag, keine Blutungszeichen <5% → konservativ

Goldstandard

ÖGD innerhalb von 24h (bei Hochrisiko innerhalb von 12h)

5 · Therapie

Akuttherapie (Notaufnahme)

Maßnahme Durchführung
Monitoring Vitalzeichen, Sauerstoffsättigung kontinuierlich
Venöser Zugang 2 großlumige Zugänge (≥18G)
Volumen Kristalloide Lösungen initial
PPI i.v. 80 mg Bolus (z.B. Pantoprazol), dann 8 mg/h oder Bolusgaben
Transfusion Ziel-Hb 7–8 g/dl (restriktiv), bei KHK höher
Erythromycin 250 mg i.v. 30–120 Min vor ÖGD (verbessert Sicht)

Bei Verdacht auf Varizenblutung zusätzlich

Terlipressin 1–2 mg i.v. Bolus, dann leitliniengerecht
Antibiotikum Ceftriaxon 1 g/d i.v. (7 Tage)

Endoskopische Therapie

Methode Indikation
Injektionstherapie Adrenalin 1:10.000 – Ulkusblutung
Clipping Gefäßstumpf, aktive Blutung
Thermokoagulation (APC) Angiodysplasien, flache Läsionen
Gummibandligatur Ösophagusvarizen
Histoacryl-Injektion Fundusvarizen

Langzeittherapie

PPI oral Mind. 4–8 Wochen bei Ulkus
H. pylori-Eradikation Bei positivem Nachweis obligat
NSAR absetzen Falls möglich, alternativ COX-2-Hemmer + PPI
Sekundärprophylaxe Varizen Betablocker (Carvedilol/Propranolol) + Ligaturprogramm
6 · Arztbrief

Anamnese:
Der Patient , Jahre, habe sich aufgrund von Bluterbrechen seit dem Morgen des Aufnahmetages vorgestellt. Das Erbrochene sei kaffeesatzartig gewesen. Zusätzlich habe er seit dem Vortag schwarzen, übel riechenden Stuhlgang bemerkt. Der Patient leide unter Schwindel und Schwächegefühl. An Vorerkrankungen bestehe eine arterielle Hypertonie. An Medikamenten nehme er Ibuprofen 400 mg bei Bedarf seit mehreren Wochen wegen Rückenschmerzen ein.

Körperliche Untersuchung:
-jähriger Patient in reduziertem AZ. Haut und Schleimhäute blass. RR 95/60 mmHg, HF 112/min, SpO₂ 96% bei Raumluft. Abdomen weich, epigastrischer Druckschmerz, keine Abwehrspannung. DRU: Teerstuhl am Fingerling.

Labor bei Aufnahme:
Hb 9,2 g/dl (↓), Harnstoff 58 mg/dl (↑), Kreatinin 1,1 mg/dl, INR 1,0, Thrombozyten 245.000/µl, Laktat 2,8 mmol/l.

Diagnose:
Akute obere gastrointestinale Blutung bei Ulcus duodeni Forrest IIa, V.a. NSAR-induziert.

Therapie und Verlauf:
Nach initialer Kreislaufstabilisierung mit Volumentherapie und i.v. PPI-Gabe (Pantoprazol 80 mg Bolus) sei die Notfall-ÖGD durchgeführt worden. Hierbei habe sich ein Ulcus duodeni mit sichtbarem Gefäßstumpf (Forrest IIa) gezeigt. Die endoskopische Therapie sei mittels Injektionstherapie und Clipping erfolgreich gewesen. Postinterventionell sei der Patient auf der Überwachungsstation betreut worden. Es sei keine Rezidivblutung aufgetreten. Die H. pylori-Diagnostik sei positiv gewesen.

Empfehlung:
1. Fortführung PPI oral (Pantoprazol 40 mg 1-0-1) für 8 Wochen
2. H. pylori-Eradikation (leitliniengerechtes Triple-Schema)
3. NSAR strikt meiden
4. Kontroll-ÖGD nach 6–8 Wochen empfohlen

7 · SBAR-Übergabe

S – Situation:
Hier ist . Ich übergebe Herrn , Jahre, mit Z.n. oberer GI-Blutung bei Ulcus duodeni nach erfolgreicher endoskopischer Blutstillung.

B – Background:
Aufnahme heute wegen Hämatemesis und Meläna. Bekannte arterielle Hypertonie. Chronische NSAR-Einnahme. Glasgow-Blatchford-Score 10 Punkte.

A – Assessment:
Aktuell kreislaufstabil. Letzte Kontrolle: RR 115/70 mmHg, HF 88/min, Hb nach Transfusion 10,1 g/dl. Kein frisches Blut erbrochen, kein frischer Teerstuhl. PPI-Perfusor läuft.

R – Recommendation:
Bitte engmaschige Vitalzeichenkontrolle alle 2 Stunden. Auf Zeichen einer Rezidivblutung achten: Hämatemesis, frische Meläna, Tachykardie, Blutdruckabfall. Bei Auffälligkeiten sofort Rücksprache. Nüchtern lassen bis morgen früh.

8 · Differentialdiagnosen
Differentialdiagnose Unterschied zur OGIB Ausschluss durch
Ösophagusvarizenblutung Massive Hämatemesis, bekannte Leberzirrhose ÖGD zeigt Varizen als Blutungsquelle
Mallory-Weiss-Syndrom Vorausgegangenes heftiges Erbrechen, dann Blut ÖGD: Länglicher Einriss am ösophagogastralen Übergang
Erosive Gastritis Meist weniger akut, chronischer Verlauf ÖGD: Multiple flache Erosionen
Magenkarzinom Gewichtsverlust, B-Symptomatik, oft chronische Blutung ÖGD + Biopsie
Aorto-enterale Fistel Z.n. Aortenprothese, massive Blutung CT-Angiographie
⚠️ 9 · Komplikationen

Akute Komplikationen

  • Hämorrhagischer Schock → Intensivstation, Massentransfusion
  • Rezidivblutung → Re-Endoskopie, ggf. OP/Angiographie
  • Aspiration → Schutzintubation vor ÖGD erwägen
  • Transfusionsreaktion → Überwachung bei EK-Gabe

Spätkomplikationen

  • Ulkusperforation → Akutes Abdomen
  • Ulkusstenose → Magenausgangsstenose
  • Erneute Blutung → Bei unzureichender Eradikation/NSAR-Exposition
10 · Red Flags
Warnzeichen Bedeutet Sofortmaßnahme
Schockindex >1 Hämorrhagischer Schock Intensivstation, Notfall-ÖGD <12h
Frische Hämatemesis unter Therapie Rezidivblutung Re-Endoskopie, chirurgisches Konsil
Laktat >5 mmol/l Schwere Gewebehypoxie, hohe Letalität Aggressive Kreislauftherapie
Hb-Abfall >2 g/dl in 24h Anhaltende Blutung Transfusion, Re-Endoskopie
Bewusstseinseintrübung Hepatische Enzephalopathie/Schock Intubationsbereitschaft, Intensiv
11 · Quiz

Wichtigste Punkte

  1. ÖGD ist diagnostischer und therapeutischer Goldstandard
  2. PPI i.v. 80 mg Bolus vor Endoskopie
  3. Forrest I + IIa + IIb erfordern endoskopische Intervention
Frage 1 (Diagnostik): Welche Untersuchung ist der Goldstandard bei Verdacht auf obere GI-Blutung?
A) CT-Abdomen mit Kontrastmittel
B) Ösophagogastroduodenoskopie (ÖGD)
C) Abdomen-Sonographie
D) MRT-Sellink
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Richtig: B
Die ÖGD ist Goldstandard, da sie sowohl diagnostisch (Blutungsquelle) als auch therapeutisch (Blutstillung) eingesetzt werden kann.
Frage 2 (Diagnostik): Ein Ulcus duodeni zeigt in der ÖGD einen sichtbaren Gefäßstumpf ohne aktive Blutung. Welchem Forrest-Stadium entspricht dieser Befund?
A) Forrest Ia
B) Forrest Ib
C) Forrest IIa
D) Forrest III
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Richtig: C
Forrest IIa = sichtbarer Gefäßstumpf (nicht-blutend). Forrest Ia = spritzende Blutung, Ib = Sickerblutung, III = sauberer Ulkusgrund.
Frage 3 (Therapie): Welche initiale PPI-Dosierung wird bei akuter oberer GI-Blutung empfohlen?
A) Pantoprazol 20 mg oral
B) Pantoprazol 40 mg i.v. Bolus
C) Pantoprazol 80 mg i.v. Bolus
D) Pantoprazol 160 mg i.v. Bolus
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Richtig: C
Leitlinienempfehlung: 80 mg PPI i.v. als Bolus, dann Perfusor 8 mg/h oder wiederholte Bolusgaben bis zur Endoskopie.
Frage 4 (Therapie): Welches Medikament sollte bei Verdacht auf Varizenblutung zusätzlich zum PPI gegeben werden?
A) Metoclopramid
B) Terlipressin
C) Tranexamsäure
D) Octreotid retard
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Richtig: B
Terlipressin (Vasopressin-Analogon) senkt den Pfortaderdruck und ist bei V.a. Varizenblutung indiziert, zusätzlich Breitspektrum-Antibiotikum.
Frage 5 (Notfall/Red Flags): Ein Patient mit oberer GI-Blutung hat RR 85/50 mmHg und HF 125/min. Wie ist der Schockindex und was bedeutet das?
A) Schockindex 0,7 – kein Schock
B) Schockindex 1,0 – grenzwertig
C) Schockindex 1,5 – manifester Schock
D) Schockindex 2,0 – dekompensierter Schock
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
Schockindex = HF/syst. RR = 125/85 ≈ 1,5. Ein Wert >1 spricht für einen manifesten Schock und erfordert Intensivtherapie und Notfall-ÖGD <12h.
Frage 6 (Notfall/Red Flags): Wann ist bei oberer GI-Blutung eine Schutzintubation vor der Endoskopie zu erwägen?
A) Bei jedem Patienten >70 Jahre
B) Bei Patienten mit Hb <10 g/dl
C) Bei Patienten mit massiver Hämatemesis und Aspirationsgefahr
D) Bei positivem H. pylori-Nachweis
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
Eine Schutzintubation sollte bei massiver Blutung, Bewusstseinseintrübung oder hohem Aspirationsrisiko erwogen werden.
Frage 7 (Differentialdiagnosen): Ein Patient mit bekannter Leberzirrhose präsentiert sich mit massiver Hämatemesis. Welche Blutungsquelle ist am wahrscheinlichsten?
A) Ulcus ventriculi
B) Ösophagusvarizen
C) Mallory-Weiss-Syndrom
D) Erosive Gastritis
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Bei Leberzirrhose besteht eine portale Hypertension mit Ausbildung von Ösophagus-/Fundusvarizen – häufigste Ursache für massive GI-Blutungen bei diesen Patienten.
Frage 8 (Differentialdiagnosen): Ein Patient berichtet über mehrfaches Erbrechen nach Alkoholexzess, zuletzt mit Blutbeimengung. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
A) Ulcus duodeni
B) Ösophaguskarzinom
C) Mallory-Weiss-Syndrom
D) Aorto-enterale Fistel
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
Das Mallory-Weiss-Syndrom ist ein längsgerichteter Schleimhauteinriss am ösophagogastralen Übergang, typischerweise nach heftigem Erbrechen (z.B. bei Alkoholintoxikation).
12 · Fachbegriffe
Fachbegriff Erklärung für Patienten
Hämatemesis "Bluterbrechen – Sie haben Blut erbrochen."
Meläna "Teerstuhl – schwarzer, klebriger Stuhl durch verdautes Blut."
ÖGD "Magenspiegelung – wir schauen mit einem Schlauch in Speiseröhre und Magen."
Ulkus "Magengeschwür – eine offene Wunde in der Magenschleimhaut."
Varizen "Krampfadern in der Speiseröhre – erweiterte Venen, die bluten können."
Endoskopische Blutstillung "Wir stoppen die Blutung während der Magenspiegelung mit Clips oder Medikamenten."
PPI "Magenschutz – ein Medikament, das die Magensäure hemmt."

Zusammenfassung

Die obere GI-Blutung ist ein häufiger Notfall mit Leitsymptomen Hämatemesis und Meläna. Die ÖGD ist diagnostischer und therapeutischer Goldstandard. Initiale Stabilisierung mit Volumen und PPI i.v., dann zeitnahe Endoskopie je nach Risiko. Die Forrest-Klassifikation bestimmt das weitere Vorgehen. Bei Varizenblutung zusätzlich Terlipressin und Antibiotikum.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.