Prüfungsrelevanz: Hoch
⏱ 5 Min
Diagnosen
- Allergisches Asthma bronchiale, teilweise kontrolliert (J45.0)
- Sensibilisierung gegen Hausstaubmilben und Katzenepithelien
- Allergische Rhinokonjunktivitis in der Anamnese
Anamnese
Die Patientin habe sich wegen seit einigen Wochen bestehender anfallsartiger Dyspnoe und nächtlichem Husten vorgestellt. Die Beschwerden seien insbesondere nachts und bei körperlicher Belastung aufgetreten. Bei Kontakt mit Katzen habe sie ebenfalls Luftnot verspürt. In der Kindheit habe sie unter Heuschnupfen und Neurodermitis gelitten. Die Familienanamnese sei positiv für Asthma (Mutter) und Allergien (Bruder). Sie sei Nichtraucherin.
Befund
Patientin in gutem AZ. Bei Auskultation leichtes exspiratorisches Giemen bei forcierter Exspiration, sonst unauffällig. Vitalzeichen im Normbereich.
Diagnostik
Spirometrie: FEV1 2,4 l (78% vom Soll), FEV1/FVC 0,68. Nach Inhalation von 400 µg Salbutamol FEV1-Anstieg auf 2,85 l (+19%, +450 ml) – positive Reversibilität, vereinbar mit Asthma bronchiale. FeNO: 62 ppb (erhöht). Prick-Test: Positive Reaktionen auf Hausstaubmilbe und Katzenepithelien. Gesamt-IgE: 245 kU/l (erhöht).
Beurteilung und Therapie
Bei typischer Anamnese, positiver Reversibilität und erhöhtem FeNO Diagnose eines allergischen Asthma bronchiale. Aktuell teilweise kontrolliert (nächtliche Symptome, Bedarfsmedikation >2×/Woche). Einleitung einer Stufentherapie gemäß GINA Stufe 3.
Therapie
- Budesonid/Formoterol (ICS/LABA) 200/6 µg 1-0-1 als Erhaltungstherapie
- Budesonid/Formoterol 200/6 µg bei Bedarf (SMART-Konzept)
- Allergensanierung (Encasing, ggf. Katzenkarenz)
- Inhalationstechnik geschult
- Asthma-Aktionsplan ausgehändigt
Procedere / Empfehlungen
- Wiedervorstellung in 4-6 Wochen zur Kontrolle der Asthmakontrolle
- Peak-Flow-Tagebuch führen
- Bei guter Kontrolle über 3 Monate: Therapiedeeskalation erwägen
- Bei häufigen Exazerbationen: Allergologische Vorstellung zur SIT-Evaluation
- Impfstatus prüfen (Influenza, Pneumokokken)
Mit freundlichen kollegialen Grüßen