Hypothyreose

Endokrinologie Häufig Konservativ Prüfungsrelevant 📍 Baden-Württemberg, Bayern, Berlin +13

FSP-Fall zur Hypothyreose: Müdigkeit, Kälteintoleranz, Gewichtszunahme bei erhöhtem TSH. L-Thyroxin-Substitution leitliniengerecht.

0 · Auf einen Blick

  • Leitsymptom: Tachykardie, Gewichtsverlust trotz gesteigertem Appetit, Nervosität
  • Diagnostischer Standard: TSH basal↓, fT3↑ und/oder fT4↑; bei V.a. M. Basedow: TRAK
  • Erste Maßnahme: Thyreostatika (Thiamazol) + Betablocker (Propranolol)
  • Wichtigste Kontraindikation: Jodhaltige Kontrastmittel bei unbehandelter Hyperthyreose
  • Prognose: M. Basedow: 50% Remission nach 12-18 Mo. Thyreostatika; Autonomie: definitive Therapie erforderlich

1 · Leitfall

Hausarztpraxis J., w Herzrasen, Gewichtsverlust
"Ich habe seit Wochen ständig Herzrasen und bin so nervös. Dabei habe ich schon 5 Kilo abgenommen, obwohl ich sogar mehr esse als sonst. Nachts kann ich kaum schlafen und schwitze ständig."
2 · Krankheitsbild

Definition

Die Hyperthyreose ist eine Schilddrüsenüberfunktion mit erhöhten Serumspiegeln der freien Schilddrüsenhormone (fT3, fT4) und supprimiertem TSH. Die manifeste Hyperthyreose geht mit klinischen Symptomen eines Hypermetabolismus einher; bei der latenten (subklinischen) Form sind fT3/fT4 noch normwertig bei bereits erniedrigtem TSH.

Pathophysiologie

Morbus Basedow: Autoantikörper (TRAK) stimulieren den TSH-Rezeptor → unkontrollierte Hormonsynthese. Autonomie: Fokale oder diffuse TSH-unabhängige Hormonproduktion durch autonome Schilddrüsenzellen. Die erhöhten Schilddrüsenhormone führen zu gesteigerter Katecholamin-Sensitivität und erhöhtem Grundumsatz.

Epidemiologie

Inzidenz M. Basedow Ca. 40/100.000/Jahr
Prävalenz Hyperthyreose 1-2% (Frauen)
Typisches Alter M. Basedow: 20-50 J.; Autonomie: >50 J.
Geschlecht w:m = 5:1

Risikofaktoren

Nicht modifizierbar:
  • Weibliches Geschlecht
  • Genetische Prädisposition
  • Andere Autoimmunerkrankungen
Modifizierbar:
  • Nikotinkonsum (v.a. für M. Basedow)
  • Psychosozialer Stress
  • Jodexzess (Autonomie-Triggering)
3 · Anamnese

Gezielte Fragen

Bereich Frage Warum wichtig
Aktuell Haben Sie Herzrasen, Zittern oder Schwitzen bemerkt? Typische Hyperthyreose-Symptome
Gewicht Hat sich Ihr Gewicht verändert? Wie ist Ihr Appetit? Gewichtsverlust trotz Heißhunger = klassisch
Augen Haben Sie Augenprobleme, Doppelbilder oder Druckgefühl? Endokrine Orbitopathie bei M. Basedow
Medikamente Nehmen Sie Amiodaron, Jodpräparate oder L-Thyroxin? Medikamentös induzierte Hyperthyreose
Familie Gibt es Schilddrüsenerkrankungen in der Familie? Genetische Prädisposition

Beispieldialog

Arzt:

Guten Tag, ich bin . Was führt Sie zu uns?

Patientin:

Ich habe seit einigen Wochen ständig Herzrasen und bin total nervös. Nachts kann ich kaum schlafen.

Arzt:

Haben Sie auch Veränderungen bei Ihrem Gewicht oder Appetit bemerkt?

Patientin:

Ja, ich habe etwa 5 Kilo abgenommen, obwohl ich sogar mehr esse. Und ich schwitze ständig, selbst wenn es kühl ist.

Arzt:

Haben Sie Probleme mit den Augen? Druckgefühl, Doppelbilder oder das Gefühl, dass die Augen hervortreten?

Patientin:

Jetzt wo Sie es sagen – meine Augen tränen oft und fühlen sich manchmal wie geschwollen an.

Prüfungsfokus

  • Merseburger Trias bei M. Basedow: Struma + Tachykardie + Exophthalmus
  • Medikamentenanamnese: Amiodaron, Jod, L-Thyroxin ausschließen
  • Gewichtsverlust + Heißhunger = hochverdächtig für Hyperthyreose
4 · Befund

Körperliche Untersuchung

Methode Erwarteter Befund
Inspektion Unruhe, Schwitzen, feuchte warme Haut, Tremor, ggf. Exophthalmus, Struma
Palpation Schilddrüse Diffuse Vergrößerung (M. Basedow) oder Knoten (Autonomie); ggf. Schwirren
Puls/RR Tachykardie (Ruhe-HF >100/min), erhöhte Blutdruckamplitude
Reflexe Symmetrisch gesteigerte Muskeleigenreflexe
Augen Lidretraktion, Exophthalmus, Chemosis, Motilitätsstörung

Labor

Parameter Veränderung Bedeutung
TSH basal ↓↓ (supprimiert) Screeningparameter; wichtigster Suchtest
fT4 Manifeste Hyperthyreose bei erhöhtem Wert
fT3 Cave: Isolierte T3-Hyperthyreose möglich
TRAK (TSH-Rezeptor-AK) Pathognomonisch für M. Basedow
TPO-AK Oft ↑ Bei 70-80% der M. Basedow-Fälle positiv
Leberwerte Ggf. ↑ Ausgangswert vor Thyreostatika-Therapie

Bildgebung

Methode Typischer Befund Wann einsetzen
Sonographie M. Basedow: Echoarm, hypervaskularisiert („vaskuläres Inferno"); Autonomie: Knoten Immer bei V.a. Hyperthyreose
Szintigraphie M. Basedow: Homogen erhöhte Speicherung; Autonomie: „heiße" Knoten Bei Knoten, zur DD Autonomie vs. Basedow
EKG Sinustachykardie, Vorhofflimmern Bei kardialer Symptomatik

Goldstandard

TSH basal (Screening) → bei ↓TSH: fT3 + fT4 + TRAK bestimmen

5 · Therapie

Akuttherapie

Maßnahme Details Ziel
Thyreostatika Thiamazol (1. Wahl) oder Carbimazol; leitliniengerechte Dosierung Hemmung der Hormonsynthese
Betablocker Propranolol (nicht-kardioselektiv); leitliniengerechte Dosierung Symptomkontrolle (Tachykardie, Tremor); hemmt T4→T3-Konversion
Perchlorat Natriumperchlorat (Irenat®) Kompetitive Hemmung der Jodaufnahme; bei Jod-induzierter Hyperthyreose

Langzeittherapie / Definitive Therapie

Option Indikation Besonderheiten
Thyreostatika 12-18 Mo. M. Basedow (Ersttherapie) Remission bei ca. 50%; Auslassversuch danach
Radiojodtherapie Rezidiv, Autonomie, OP-Risiko Cave: Verschlechterung der endokrinen Orbitopathie möglich
Thyreoidektomie Große Struma, Malignomverdacht, schwere EO Vorher Euthyreose anstreben; lebenslange L-Thyroxin-Substitution

Therapieüberwachung

  • Regelmäßige TSH/fT4-Kontrollen (initial alle 4-6 Wochen)
  • Blutbild + Leberwerte (wegen Thyreostatika-Nebenwirkungen)
  • Ziel-TSH: 0,3-1,0 mU/l unter Therapie
  • TRAK-Kontrolle nach 6 Monaten (prognostischer Wert bei M. Basedow)

Prüfungsfokus

  • Thiamazol = 1. Wahl bei Hyperthyreose
  • Propranolol = Betablocker der Wahl (hemmt auch T4→T3)
  • Cave Agranulozytose unter Thyreostatika → BB-Kontrollen
6 · Arztbrief

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,

wir berichten über unsere Patientin , Jahre, die sich wegen Tachykardie, Gewichtsverlust und innerer Unruhe vorstellte.

Anamnese:
Die Patientin berichtete, sie leide seit mehreren Wochen unter Herzrasen, Nervosität und Schlafstörungen. Sie habe etwa 5 kg an Gewicht verloren, obwohl der Appetit gesteigert sei. Zusätzlich bestehe vermehrtes Schwitzen und Wärmeintoleranz. Die Augen seien vermehrt tränend und fühlten sich geschwollen an.

Körperlicher Befund:
Wache, unruhige Patientin. Haut warm und feucht. Feinschlägiger Fingertremor. Schilddrüse diffus vergrößert, kein Schwirren. Herzfrequenz 108/min, RR 145/75 mmHg. Diskrete Lidretraktion beidseits.

Diagnostik:
Labor: TSH <0,01 mU/l (↓↓), fT4 32 pmol/l (↑), fT3 12 pmol/l (↑), TRAK 8,5 IU/l (↑), TPO-AK positiv. Sonographie: Echoarme, hypervaskularisierte Schilddrüse beidseits. EKG: Sinustachykardie.

Diagnose:
Morbus Basedow mit manifester Hyperthyreose

Therapie:
Wir begannen eine thyreostatische Therapie mit Thiamazol sowie Propranolol zur symptomatischen Frequenzkontrolle. Die Patientin wurde über Nebenwirkungen und Warnzeichen (Fieber, Halsschmerzen) aufgeklärt. Kontrolle der Schilddrüsenwerte und des Blutbildes in 4 Wochen.

Procedere:
Wir bitten um hausärztliche Weiterbetreuung mit regelmäßigen Laborkontrollen (TSH, fT4, BB, Leberwerte). Bei Therapieversagen oder Rezidiv Vorstellung zur Evaluation einer definitiven Therapie.

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

7 · Übergabe (SBAR)
S – Situation:

, Jahre, Aufnahme wegen Tachykardie und Gewichtsverlust bei V.a. Hyperthyreose.

B – Background:

Keine relevanten Vorerkrankungen. Seit Wochen Herzrasen, Unruhe, 5 kg Gewichtsverlust trotz gesteigertem Appetit. Vermehrtes Schwitzen, Schlafstörungen. Augentränen und Lidschwellung.

A – Assessment:

Morbus Basedow mit manifester Hyperthyreose. Labor: TSH supprimiert, fT3/fT4 erhöht, TRAK positiv. Sonographie: typischer Basedow-Befund. EKG: Sinustachykardie. Klinisch beginnenede endokrine Orbitopathie.

R – Recommendation:

Thiamazol und Propranolol begonnen. Bitte engmaschige Überwachung der Herzfrequenz. Cave: Bei Fieber oder Halsschmerzen sofort BB wegen Agranulozytose-Risiko. Laborkontrolle in 4 Wochen. Augenarzt-Konsil bei Zunahme der Augensymptome.

8 · Differentialdiagnosen
Differentialdiagnose Unterscheidungsmerkmal Ausschlusstest
Schilddrüsenautonomie Meist ältere Patienten, schleichender Beginn, keine EO, TRAK negativ TRAK, Szintigraphie (heiße Knoten)
Thyreoiditis de Quervain Schmerzhaft, BSG↑, CRP↑, transiente Hyperthyreose Entzündungsparameter, Sono (echoareal), Anamnese (viral)
Hyperthyreosis factitia Exogene Hormonzufuhr, Struma fehlt, Thyreoglobulin↓ Medikamentenanamnese, Thyreoglobulin
Phäochromozytom Anfallsartige Hypertonie, Kopfschmerzen, Blässe, TSH normal TSH, Metanephrine im Plasma/Urin
Angststörung Situationsabhängig, kein Gewichtsverlust, TSH normal TSH normal, Anamnese
⚠️ 9 · Komplikationen

Akute Komplikationen

  • Thyreotoxische Krise → Lebensbedrohlich! Fieber, Tachykardie, Bewusstseinsstörung, Herzinsuffizienz; Letalität ~30%
  • Tachyarrhythmia absoluta → Vorhofflimmern mit schneller Überleitung
  • Akute Herzinsuffizienz → High-output failure bei lange bestehender Hyperthyreose

Spätkomplikationen

  • Osteoporose → Durch beschleunigten Knochenstoffwechsel
  • Endokrine Orbitopathie → Progressive Augenbeteiligung bei M. Basedow
  • Hyperthyreote Kardiomyopathie → Strukturelle Herzschädigung
  • Prätibiales Myxödem → Selten, bei schwerem M. Basedow

Therapie-assoziierte Komplikationen

  • Agranulozytose → Unter Thyreostatika; sofort BB bei Fieber/Infektzeichen
  • Hepatotoxizität → Unter Thyreostatika; Leberwerte-Kontrollen
  • Hypothyreose nach definitiver Therapie → Lebenslange Substitution
10 · Red Flags
Warnzeichen Bedeutet Sofortmaßnahme
Fieber >38,5°C + Tachykardie >140/min V.a. thyreotoxische Krise Intensivstation, Thyreostatika i.v., Betablocker, Cortison, Kühlung
Bewusstseinsstörung + Hyperthyreose Thyreotoxische Krise Stadium II-III Notfall! Intensivmedizin, ggf. Plasmapherese
Fieber/Halsschmerzen unter Thyreostatika V.a. Agranulozytose Sofort BB, bei Leukopenie Thyreostatika absetzen
Akute Visusminderung bei M. Basedow Optikuskompression durch EO Notfall-Augenarzt, hochdosiert Steroide, ggf. OP
Neu aufgetretenes Vorhofflimmern Kardiale Dekompensation Frequenzkontrolle, Antikoagulation prüfen, rasche Euthyreose
11 · Quiz

Wichtigste Punkte

  1. TSH supprimiert + fT3/fT4 erhöht = manifeste Hyperthyreose
  2. TRAK positiv = Morbus Basedow; Szintigraphie bei V.a. Autonomie
  3. Thiamazol = Thyreostatikum 1. Wahl; Propranolol zur Symptomkontrolle
Frage 1 (Diagnostik): Welcher Laborparameter ist der wichtigste Screeningtest bei V.a. Hyperthyreose?
A) fT4
B) fT3
C) TSH basal
D) TRAK
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Richtig: C) TSH basal
TSH ist der sensitivste Parameter und bereits bei latenter Hyperthyreose supprimiert. Bei erniedrigtem TSH erfolgt die Bestimmung von fT3/fT4.
Frage 2 (Diagnostik): Welche Laborkonstellation spricht für einen Morbus Basedow?
A) TSH↓, fT4↑, TRAK negativ, TPO-AK negativ
B) TSH↓, fT4↑, TRAK positiv, TPO-AK oft positiv
C) TSH↑, fT4↓, TRAK positiv
D) TSH normal, fT4↑, TRAK negativ
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B) TSH↓, fT4↑, TRAK positiv
TRAK (TSH-Rezeptor-Antikörper) sind pathognomonisch für M. Basedow. TPO-AK sind bei 70-80% der Fälle ebenfalls positiv.
Frage 3 (Therapie): Welches Medikament ist die First-Line-Therapie bei manifester Hyperthyreose?
A) Propranolol
B) Thiamazol
C) L-Thyroxin
D) Natriumperchlorat
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B) Thiamazol
Thiamazol ist das Thyreostatikum der 1. Wahl. Es hemmt die Schilddrüsenperoxidase und damit die Hormonsynthese. Propranolol wird zusätzlich zur Symptomkontrolle gegeben.
Frage 4 (Therapie): Warum wird Propranolol speziell bei Hyperthyreose bevorzugt?
A) Es senkt direkt den TSH-Spiegel
B) Es hemmt die Jodaufnahme
C) Es hemmt zusätzlich die periphere T4→T3-Konversion
D) Es fördert die renale Hormonausscheidung
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C) Es hemmt die T4→T3-Konversion
Propranolol (nicht-kardioselektiv) hat neben der Betablockade einen zusätzlichen Effekt: Es hemmt die periphere Dejodierung von T4 zu aktivem T3.
Frage 5 (Notfall/Red Flags): Eine 45-jährige Patientin mit bekanntem M. Basedow entwickelt plötzlich Fieber (39,5°C), Tachykardie (160/min) und Bewusstseinstrübung. Was ist die wahrscheinlichste Diagnose?
A) Akuter Myokardinfarkt
B) Thyreotoxische Krise
C) Sepsis unklarer Genese
D) Agranulozytose
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B) Thyreotoxische Krise
Die Trias aus Fieber, exzessiver Tachykardie und Bewusstseinsstörung bei bekannter Hyperthyreose ist hochverdächtig für eine thyreotoxische Krise – ein lebensbedrohlicher Notfall mit ~30% Letalität.
Frage 6 (Notfall/Red Flags): Ein Patient unter Thiamazol-Therapie entwickelt Fieber und Halsschmerzen. Welche Komplikation muss sofort ausgeschlossen werden?
A) Thyreotoxische Krise
B) Agranulozytose
C) Hepatotoxizität
D) Allergische Reaktion
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B) Agranulozytose
Agranulozytose ist eine seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkung der Thyreostatika. Bei Fieber oder Infektzeichen muss sofort ein Blutbild erfolgen; bei Bestätigung Thyreostatika absetzen.
Frage 7 (Differentialdiagnosen): Eine 65-jährige Patientin mit Hyperthyreose hat TRAK-negative Befunde und sonographisch einen solitären echoreichen Knoten. Welche Diagnose ist am wahrscheinlichsten?
A) Morbus Basedow
B) Autonomes Adenom
C) Thyreoiditis de Quervain
D) Hashimoto-Thyreoiditis
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B) Autonomes Adenom
Ältere Patienten + TRAK negativ + solitärer Knoten spricht für ein autonomes Adenom (unifokale Autonomie). In der Szintigraphie zeigt sich ein „heißer Knoten".
Frage 8 (Differentialdiagnosen): Wodurch unterscheidet sich die Thyreoiditis de Quervain von M. Basedow?
A) TRAK positiv bei de Quervain
B) Schmerzhafte Schilddrüse und erhöhte Entzündungsparameter bei de Quervain
C) Exophthalmus bei de Quervain
D) Permanente Hyperthyreose bei de Quervain
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Richtig: B) Schmerzhafte Schilddrüse und erhöhte Entzündungsparameter
Die subakute Thyreoiditis de Quervain ist schmerzhaft, mit BSG↑↑ und CRP↑. Die Hyperthyreose ist transient (Freisetzungshyperthyreose). TRAK sind negativ.
12 · Fachbegriffe
Fachbegriff Erklärung für Patienten
Hyperthyreose "Schilddrüsenüberfunktion – die Schilddrüse produziert zu viele Hormone"
Morbus Basedow "Eine Autoimmunerkrankung, bei der der Körper die Schilddrüse zur Überproduktion anregt"
Merseburger Trias "Die drei typischen Zeichen bei M. Basedow: vergrößerte Schilddrüse, schneller Puls, hervortretende Augen"
Endokrine Orbitopathie "Augenbeteiligung bei M. Basedow mit Schwellung und Hervortreten der Augen"
Thyreostatika "Medikamente, die die Hormonproduktion der Schilddrüse hemmen"
Thyreotoxische Krise "Ein lebensbedrohlicher Notfall durch extreme Schilddrüsenüberfunktion"
TRAK "TSH-Rezeptor-Antikörper – Abwehrstoffe, die bei M. Basedow die Schilddrüse stimulieren"
Radiojodtherapie "Eine Behandlung mit radioaktivem Jod, das die überaktiven Schilddrüsenzellen zerstört"

Zusammenfassung

Die Hyperthyreose ist eine häufige Schilddrüsenerkrankung mit erhöhten Hormonspiegeln und typischen Symptomen wie Tachykardie, Gewichtsverlust und Nervosität. Die häufigsten Ursachen sind Morbus Basedow (jüngere Patienten, TRAK positiv) und Schilddrüsenautonomie (ältere Patienten). Die Therapie erfolgt primär mit Thyreostatika; bei Therapieversagen oder Rezidiv kommen Radiojodtherapie oder Operation in Betracht.

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Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.