Definition
Die Hyperthyreose ist eine Schilddrüsenüberfunktion mit erhöhten Serumspiegeln der freien Schilddrüsenhormone (fT3, fT4) und supprimiertem TSH. Die manifeste Hyperthyreose geht mit klinischen Symptomen eines Hypermetabolismus einher; bei der latenten (subklinischen) Form sind fT3/fT4 noch normwertig bei bereits erniedrigtem TSH.
Pathophysiologie
Morbus Basedow: Autoantikörper (TRAK) stimulieren den TSH-Rezeptor → unkontrollierte Hormonsynthese. Autonomie: Fokale oder diffuse TSH-unabhängige Hormonproduktion durch autonome Schilddrüsenzellen. Die erhöhten Schilddrüsenhormone führen zu gesteigerter Katecholamin-Sensitivität und erhöhtem Grundumsatz.
Epidemiologie
| Inzidenz M. Basedow | Ca. 40/100.000/Jahr |
| Prävalenz Hyperthyreose | 1-2% (Frauen) |
| Typisches Alter | M. Basedow: 20-50 J.; Autonomie: >50 J. |
| Geschlecht | w:m = 5:1 |
Risikofaktoren
- Weibliches Geschlecht
- Genetische Prädisposition
- Andere Autoimmunerkrankungen
- Nikotinkonsum (v.a. für M. Basedow)
- Psychosozialer Stress
- Jodexzess (Autonomie-Triggering)
