Lungentuberkulose – FSP-Fall

Infektiologie Häufig Konservativ Prüfungsrelevant 📍 Baden-Württemberg, Bayern, Berlin +13

FSP-Fall zur Lungentuberkulose: Chronischer Husten, B-Symptomatik, Sputum-Diagnostik und 6-monatige Standardtherapie (2RHZE/4RH).

0 · Auf einen Blick

  • Leitsymptom: Produktiver Husten >3 Wochen, Nachtschweiß, Gewichtsverlust
  • Diagnostischer Standard: Röntgen-Thorax + Sputum (3×) mit NAT und Kultur
  • Erste Maßnahme: Isolierung + Meldung ans Gesundheitsamt
  • Wichtigste Kontraindikation: Schwere Leberschädigung (cave Hepatotoxizität)
  • Prognose: Bei sensiblem Erreger >90% Heilung unter Standardtherapie

1 · Leitfall

Notaufnahme J., m Husten seit 6 Wochen
„Herr Doktor, ich huste jetzt schon seit über einem Monat. Manchmal ist da auch Blut im Schleim. Nachts schwitze ich so stark, dass ich das Bett wechseln muss, und ich habe bestimmt fünf Kilo abgenommen."
2 · Krankheitsbild

Definition

Die Lungentuberkulose ist eine durch Mycobacterium tuberculosis verursachte Infektionskrankheit der Lunge mit granulomatöser Entzündung. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion (aerogen).

Epidemiologie

  • Inzidenz Deutschland: ca. 5–6 Fälle/100.000 Einwohner/Jahr
  • Weltweit: ca. 10 Millionen Neuerkrankungen/Jahr (WHO)
  • Risikogruppen: Immunsupprimierte (HIV), Migranten aus Hochprävalenzländern, Obdachlose, Drogenabhängige

Pathophysiologie

  • Primärinfektion: Aerogene Aufnahme → Vermehrung in Alveolarmakrophagen → Primärkomplex (Ghon-Herd + Lymphknoten)
  • Postprimäre TB: Reaktivierung bei Immunschwäche → meist Oberlappen betroffen
  • Offene TB: Kavernenbildung mit Anschluss an Bronchialsystem → infektiös

Prüfungsfokus

Meldepflicht: Namentliche Meldung bei Erkrankung und Tod (§6 IfSG) sowie bei direktem Erregernachweis (§7 IfSG)

?️ 3 · Anamnese

Gezielte Anamnese-Fragen

Kategorie Frage Ziel
Hauptsymptom Seit wann husten Sie? Ist der Husten produktiv? Dauer >3 Wochen typisch
B-Symptomatik Haben Sie Nachtschweiß? Ungewollten Gewichtsverlust? Fieber? Klassische Trias erfragen
Hämoptysen Haben Sie Blut im Auswurf bemerkt? Zeichen der Kaverne
Exposition Hatten Sie Kontakt zu TB-Erkrankten? Aus welchem Land kommen Sie? Hochprävalenzländer
Immunstatus Haben Sie HIV? Nehmen Sie Immunsuppressiva? Reaktivierungsrisiko

Beispieldialog

: Guten Tag, Herr . Ich bin , der diensthabende Arzt. Was führt Sie heute zu uns?

: Ich huste jetzt schon seit über sechs Wochen und werde das einfach nicht los.

: Sechs Wochen ist tatsächlich eine lange Zeit. Husten Sie Schleim ab, und wenn ja, welche Farbe hat er?

: Ja, es kommt gelblich-grüner Schleim. Und letzte Woche war zweimal Blut dabei.

: Das ist wichtig zu wissen. Haben Sie auch Fieber, Nachtschweiß oder haben Sie Gewicht verloren?

: Fieber eher wenig, aber nachts schwitze ich sehr stark. Und ja, ich habe etwa fünf Kilo abgenommen.

: Hatten Sie in letzter Zeit Kontakt zu jemandem, der an Tuberkulose erkrankt ist?

: Ein Kollege auf der Arbeit wurde vor drei Monaten wegen TB behandelt.

: Danke für diese Information. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein oder haben Sie Vorerkrankungen?

: Nein, eigentlich bin ich gesund.

4 · Befund

Körperliche Untersuchung

System Befund Bedeutung
Allgemein Reduzierter AZ, Kachexie Chronische Erkrankung
Lunge Feuchte RG apikal, abgeschwächtes AG Oberlappenbeteiligung typisch
Lymphknoten Ggf. zervikale/supraklavikuläre LK-Schwellung Lymphogene Streuung
Vitalzeichen Subfebrile Temperatur, Tachykardie Systemische Inflammation

Labordiagnostik

Parameter Erwarteter Befund Bedeutung
BSG/CRP Erhöht Unspezifische Entzündung
Blutbild Normochrome Anämie, Lymphopenie möglich Chronische Entzündung
Leberwerte GOT, GPT, GGT (Baseline) Vor Therapie wichtig
HIV-Test Obligat durchführen Koinfektion ausschließen

Spezifische Diagnostik

Methode Durchführung Bedeutung
Sputum-Mikroskopie 3× Morgensputum, Ziehl-Neelsen-Färbung Säurefeste Stäbchen = offene TB
NAT/PCR Schnelltest aus Sputum (GeneXpert) Schnelle Diagnose + Rifampicin-Resistenz
Kultur Flüssig- und Festkultur Goldstandard, Resistenztestung
IGRA QuantiFERON oder T-SPOT Latente TB nachweisen

Bildgebung

  • Röntgen-Thorax: Infiltrate im Oberlappen, Kavernen, Lymphknotenvergrößerung
  • CT-Thorax: Bei unklarem Befund, Kavernennachweis, Komplikationen

Prüfungsfokus

3× Sputum: Morgensputum an drei aufeinanderfolgenden Tagen – sowohl für Mikroskopie als auch für NAT und Kultur

5 · Therapie

Akutmaßnahmen

  1. Isolierung: Einzelzimmer mit Schleuse, FFP2/FFP3-Masken für Personal
  2. Meldung: Namentliche Meldung ans Gesundheitsamt innerhalb 24h
  3. Kontaktpersonenermittlung: Umgebungsuntersuchung einleiten

Standardtherapie (sensible TB)

Phase Dauer Medikamente Schema
Initialphase 2 Monate Rifampicin + Isoniazid + Pyrazinamid + Ethambutol 2RHZE
Kontinuitätsphase 4 Monate Rifampicin + Isoniazid 4RH

Wichtige Nebenwirkungen

Medikament Hauptnebenwirkung Kontrolle
Isoniazid Hepatotoxizität, Polyneuropathie Leberwerte, Vitamin B6-Substitution
Rifampicin Hepatotoxizität, CYP450-Induktion Leberwerte, Interaktionen prüfen
Pyrazinamid Hepatotoxizität, Hyperurikämie Leberwerte, Harnsäure
Ethambutol Optikusneuritis (Farbsehen!) Visuskontrollen

Therapiekontrolle

  • Sputum: Monatlich bis Konversion (2× negativ)
  • Leberwerte: Initial wöchentlich, dann monatlich
  • Röntgen: Nach 2 Monaten und bei Therapieende

Therapie der 1. Wahl

2RHZE/4RH: 2 Monate Vierfachkombination, dann 4 Monate Zweifachkombination – Gesamtdauer 6 Monate

6 · Arztbrief

Muster-Krankenhaus
Abteilung für Pneumologie/Infektiologie
Musterstraße 1, 12345 Musterstadt

Entlassungsbrief

Patient: , Jahre
Aufnahme: [Datum]
Entlassung: [Datum]

Diagnosen

  1. Lungentuberkulose, mikroskopisch positiv (ICD: A15.0)
  2. B-Symptomatik mit Gewichtsverlust

Anamnese

Der -jährige Patient habe angegeben, seit etwa sechs Wochen unter produktivem Husten mit gelegentlich blutigem Auswurf zu leiden. Zudem habe er einen ungewollten Gewichtsverlust von fünf Kilogramm sowie ausgeprägten Nachtschweiß bemerkt. Er habe Kontakt zu einem an Tuberkulose erkrankten Arbeitskollegen gehabt.

Aufnahmebefund

Bei Aufnahme habe sich ein Patient in reduziertem Allgemeinzustand und schlankem Ernährungszustand präsentiert. Auskultatorisch seien über dem rechten Oberlappen feuchte Rasselgeräusche feststellbar gewesen. Die Körpertemperatur habe 37,8°C betragen.

Diagnostik

Im Röntgen-Thorax habe sich ein kavernöses Infiltrat im rechten Oberlappen gezeigt. Die Sputum-Mikroskopie sei positiv für säurefeste Stäbchen gewesen. Der NAT (GeneXpert) habe Mycobacterium tuberculosis ohne Rifampicin-Resistenz nachgewiesen. Die Kultur sei zum Entlassungszeitpunkt noch ausstehend. Der HIV-Test sei negativ ausgefallen.

Therapie und Verlauf

Es sei eine tuberkulostatische Vierfachtherapie mit Rifampicin, Isoniazid, Pyrazinamid und Ethambutol leitliniengerecht eingeleitet worden. Zusätzlich sei Vitamin B6 zur Prophylaxe einer Isoniazid-induzierten Polyneuropathie verordnet worden. Der Patient sei isoliert worden und das Gesundheitsamt sei informiert worden. Unter der Therapie habe sich der klinische Zustand gebessert.

Procedere

  • Fortführung der Vierfachtherapie für insgesamt 2 Monate, dann Umstellung auf Zweifachtherapie (RH) für 4 Monate
  • Ambulante Anbindung an TB-Ambulanz/Gesundheitsamt
  • Monatliche Sputumkontrollen bis Konversion
  • Regelmäßige Leberwertkontrollen (initial wöchentlich)
  • Röntgenkontrolle nach 2 Monaten

Entlassungsmedikation

  • Rifampicin leitliniengerecht
  • Isoniazid leitliniengerecht
  • Pyrazinamid leitliniengerecht
  • Ethambutol leitliniengerecht
  • Pyridoxin (Vitamin B6) leitliniengerecht

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

7 · Übergabe (SBAR)

S – Situation

„Ich übergebe Herrn , Jahre, mit neu diagnostizierter offener Lungentuberkulose. Er befindet sich in Zimmer 12, Isolierzimmer."

B – Background

„Der Patient stellte sich mit seit sechs Wochen bestehendem produktivem Husten, Hämoptysen, Nachtschweiß und Gewichtsverlust vor. Anamnestisch besteht TB-Kontakt am Arbeitsplatz. Keine relevanten Vorerkrankungen, HIV-negativ."

A – Assessment

„Im Röntgen zeigt sich ein kavernöses Infiltrat rechts apikal. Die Sputum-Mikroskopie ist positiv für säurefeste Stäbchen, der GeneXpert bestätigt M. tuberculosis ohne Rifampicin-Resistenz. Der Patient ist aktuell stabil, afebrile, aber weiterhin infektiös."

R – Recommendation

„Bitte strenge Isolierung fortführen. Die tuberkulostatische Vierfachtherapie wurde heute gestartet. Leberwertkontrollen morgen früh. Bei Verschlechterung, Fieber >38,5°C oder Hämoptysen bitte Rücksprache. Das Gesundheitsamt wurde informiert."

8 · Differentialdiagnosen
Differentialdiagnose Gemeinsamkeiten Unterscheidungsmerkmale
Bronchialkarzinom Husten, Hämoptysen, Gewichtsverlust Raucheranamnese, CT zeigt Rundherd, Bronchoskopie mit Histologie
Pneumonie Husten, Fieber, Infiltrat Akuter Beginn, hohes Fieber, schnelles Ansprechen auf Antibiotika
Sarkoidose Husten, Lymphadenopathie Bihiläre Lymphadenopathie, ACE erhöht, Biopsie: nicht-verkäsende Granulome
Lungenabszess Husten, Fieber, Kaverne Akuter Beginn, Aspiration, putrides Sputum, anderer Erregerstatus
NTM-Infektion Chronischer Husten, säurefeste Stäbchen Kultur differenziert, andere Resistenzmuster, oft vorgeschädigte Lunge
⚡ 9 · Komplikationen

Akute Komplikationen

  • Massive Hämoptyse → Kavernenerosion mit Gefäßarrosion → Notfall!
  • Pneumothorax → Kavernenruptur in Pleurahöhle
  • Respiratorische Insuffizienz → Ausgedehnte Parenchymdestruktion
  • Tuberkulöse Meningitis → Hämatogene Streuung, v.a. bei Immunsuppression

Spätkomplikationen

  • Lungenfibrose → Narbige Ausheilung mit Restriktionsstörung
  • Bronchiektasen → Destruktion der Bronchialwand
  • Aspergillom → Pilzbesiedlung von Restkavernen
  • Multiresistente TB (MDR-TB) → Bei Therapieabbruch/Non-Compliance

Therapiebedingte Komplikationen

  • Hepatotoxizität → Alle Erstlinienmedikamente (außer Ethambutol)
  • Optikusneuritis → Ethambutol (Farbsehstörung!)
  • Polyneuropathie → Isoniazid (Vitamin-B6-Mangel)
10 · Red Flags
Warnzeichen Bedeutet Sofortmaßnahme
Massive Hämoptyse (>200ml) Gefäßarrosion, Verblutung Notfall-Bronchoskopie, ggf. Embolisation
Meningismus TB-Meningitis Sofortige LP, erweiterte Therapie
Akute Dyspnoe + Thoraxschmerz Pneumothorax Röntgen, ggf. Drainage
Ikterus unter Therapie Schwere Hepatotoxizität Therapie pausieren, Leberwerte kontrollieren
Sehstörungen unter Therapie Ethambutol-Toxizität Ethambutol sofort absetzen, Augenarzt
11 · Quiz

Wichtigste Punkte

  1. Husten >3 Wochen + B-Symptomatik = TB ausschließen
  2. Diagnostik: 3× Sputum (Mikroskopie + NAT + Kultur)
  3. Therapie: 2RHZE/4RH (6 Monate gesamt)
Frage 1 (Diagnostik): Wie viele Sputumproben sollten zur Erstdiagnose einer Lungentuberkulose untersucht werden?
A) 1 Probe
B) 2 Proben
C) 3 Proben
D) 5 Proben
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
Laut AWMF-Leitlinie sollten drei Sputumproben hoher Qualität (z.B. Morgensputum) untersucht werden.
Frage 2 (Diagnostik): Welche Methode ermöglicht den schnellsten Nachweis einer Rifampicin-Resistenz?
A) Flüssigkultur
B) Festkultur
C) NAT/PCR (z.B. GeneXpert)
D) Ziehl-Neelsen-Färbung
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
NAT-Verfahren wie GeneXpert ermöglichen innerhalb von Stunden die Diagnose und gleichzeitig den Nachweis einer Rifampicin-Resistenz.
Frage 3 (Therapie): Wie lange dauert die Standardtherapie der sensiblen Lungentuberkulose?
A) 3 Monate
B) 6 Monate
C) 9 Monate
D) 12 Monate
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Die Standardtherapie dauert 6 Monate: 2 Monate Vierfachkombination (RHZE), dann 4 Monate Zweifachkombination (RH).
Frage 4 (Therapie): Welches Vitamin sollte zur Prophylaxe einer Isoniazid-induzierten Polyneuropathie gegeben werden?
A) Vitamin B1
B) Vitamin B6
C) Vitamin B12
D) Vitamin D
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Vitamin B6 (Pyridoxin) wird zur Prophylaxe der Isoniazid-induzierten peripheren Neuropathie empfohlen.
Frage 5 (Notfall/Red Flags): Ein Patient unter TB-Therapie klagt über Farbsehstörungen. Welches Medikament ist am wahrscheinlichsten verantwortlich?
A) Rifampicin
B) Isoniazid
C) Pyrazinamid
D) Ethambutol
✅ Antwort anzeigen
Richtig: D
Ethambutol kann eine Optikusneuritis mit Farbsehstörungen (Rot-Grün) verursachen. Das Medikament muss sofort abgesetzt werden!
Frage 6 (Notfall/Red Flags): Was ist die wichtigste Sofortmaßnahme bei Verdacht auf offene Lungentuberkulose?
A) Sofortige Bronchoskopie
B) Isolierung des Patienten
C) CT-Thorax
D) Beginn einer Monotherapie mit Rifampicin
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Die Isolierung des Patienten hat höchste Priorität, um eine Weiterverbreitung zu verhindern. Parallel erfolgt die Diagnostik.
Frage 7 (Differentialdiagnosen): Welche Erkrankung zeigt im Gegensatz zur TB typischerweise nicht-verkäsende Granulome?
A) Bronchialkarzinom
B) Pneumonie
C) Sarkoidose
D) Lungenabszess
✅ Antwort anzeigen
Richtig: C
Die Sarkoidose zeigt nicht-verkäsende epitheloidzellige Granulome, während die TB typischerweise verkäsende (zentral nekrotische) Granulome aufweist.
Frage 8 (Differentialdiagnosen): Ein 60-jähriger Raucher mit Husten, Hämoptysen und Gewichtsverlust – welche Differentialdiagnose muss neben TB vorrangig ausgeschlossen werden?
A) COPD
B) Bronchialkarzinom
C) Pneumonie
D) Asthma bronchiale
✅ Antwort anzeigen
Richtig: B
Bei Rauchern mit Husten, Hämoptysen und Gewichtsverlust muss ein Bronchialkarzinom vorrangig ausgeschlossen werden (CT, Bronchoskopie mit Biopsie).
12 · Fachbegriffe
Fachbegriff Erklärung für Patienten
Tuberkulose "Eine bakterielle Infektionskrankheit, die meist die Lunge betrifft und durch Husten übertragen wird."
Kaverne "Ein Hohlraum in der Lunge, der durch die Erkrankung entstanden ist."
Hämoptysen "Bluthusten – wenn Sie Blut im Auswurf haben."
NAT/PCR "Ein Schnelltest, der das Erbgut der Bakterien direkt nachweist."
IGRA "Ein Bluttest, der zeigt, ob Sie sich mit TB-Bakterien angesteckt haben."
MDR-TB "Multiresistente Tuberkulose – wenn die Bakterien gegen die wichtigsten Medikamente widerstandsfähig sind."
Isolierung "Einzelzimmer-Unterbringung, um andere Patienten vor Ansteckung zu schützen."

Zusammenfassung

Die Lungentuberkulose ist eine meldepflichtige bakterielle Infektionskrankheit durch M. tuberculosis. Typisch sind chronischer Husten >3 Wochen, Nachtschweiß, Gewichtsverlust und Hämoptysen. Die Diagnostik erfolgt durch Röntgen-Thorax und 3× Sputum (Mikroskopie, NAT, Kultur). Die Standardtherapie dauert 6 Monate (2RHZE/4RH) und führt bei sensiblem Erreger in >90% zur Heilung.

Verwandte Fälle

Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.