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n Prüfungsrelevanz: Hochn ⏱ 8 Minn
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A) Anamnese
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Arztn
Guten Tag, Herr Müller. Ich bin Dr. Tarek Mansour, Assistenzarzt in der Neurologie. Was führt Sie zu uns?
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Patientn
Vor zwei Tagen, am Dienstagmorgen, bin ich aufgewacht und das rechte Auge war verschwommen. Gestern wurde es immer schlechter. Und seit heute Morgen kann ich kaum noch laufen – meine Beine fühlen sich lahm an.
n (wirkt besorgt)n
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Arztn
Hatten Sie früher schon ähnliche Beschwerden – verschwommenes Sehen, Lähmungen oder Taubheitsgefühle?
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Patientn
Ja… vor etwa zwei Jahren hatte ich eine Episode, da konnte ich für eine Woche nicht so gut sehen, aber das ist weggegangen. Ich war beim Augenarzt, aber der hat nichts Besonderes gefunden.
n (wirkt nervös)n
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Arztn
Das ist wichtig. Hatten Sie in der letzten Woche Fieber, Erkältung oder Halsschmerzen?
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Patientn
Nein, ich fühle mich körperlich eigentlich gut. Kein Fieber. Nur die Augen und jetzt die Beine.
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Arztn
Haben Sie Probleme beim Wasserlassen oder Stuhlgang bemerkt?
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Patientn
Jetzt wo Sie es sagen – ich musste heute Morgen sehr dringend auf die Toilette und habe es fast nicht geschafft.
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Arztn
Welche Medikamente nehmen Sie regelmäßig ein? Haben Sie Allergien?
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Patientn
Keine Medikamente. Allergien habe ich auch keine.
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Arztn
Gibt es in Ihrer Familie neurologische Erkrankungen?
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Patientn
Meine Tante hat MS, aber ich weiß nicht viel darüber.
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B) Aufklärung
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Arztn
Herr Müller, aufgrund Ihrer Beschwerden und der Untersuchung vermute ich, dass Sie einen Schub einer Erkrankung namens Multiple Sklerose haben. Das ist eine Erkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem Nervenfasern angreift. Die gute Nachricht: Wir können schnell mit hochdosiertem Kortison behandeln, und viele Symptome bilden sich zurück.
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Patientn
Multiple Sklerose? Ist das… unheilbar? Werde ich im Rollstuhl landen?
n (vermeidet Blickkontakt)n
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C) Umgang mit Reaktionen
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Bei Angst
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Arztn
Ich verstehe Ihre Sorge. MS ist tatsächlich eine chronische Erkrankung, aber nicht automatisch progressiv. Mit modernen Therapien können wir die Krankheitsaktivität heute viel besser kontrollieren als früher. Der erste Schritt ist: Wir starten sofort hochdosiertes Kortison, machen ein MRT zur genauen Diagnose, und dann besprechen wir die Langzeittherapie. Sie sind nicht allein.
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Patientn
Wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben?
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Arztn
Die Kortison-Behandlung läuft über 3 bis 5 Tage. Danach überweisen wir Sie zu einer MS-Spezialistin, die einen längerfristigen Plan mit Ihnen bespricht.
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Bei Bagatellisierung
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Patientn
Ach, das wird schon wieder. Beim letzten Mal ging es auch von alleine weg.
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Arztn
Ich verstehe, dass Sie das so erlebt haben. Aber die Entzündung ist real, und wenn wir sie jetzt nicht behandeln, können mehr Nervenfasern beschädigt werden. Kortison ist wichtig, um bleibende Schäden zu verhindern. Darf ich Ihnen den Behandlungsplan erklären?
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Prüfungsfokus
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So fragt der Prüfer häufig:
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- „Führen Sie jetzt die Anamnese durch.“
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- „Klären Sie den Patienten über die Diagnose auf.“
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- „Wie reagieren Sie, wenn der Patient weint?“
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Häufige Fehler:
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- Fachbegriffe gegenüber dem Patienten verwenden
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- Keine Rückfragen stellen („Haben Sie das verstanden?“)
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- Emotionen des Patienten ignorieren
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Satzbausteine:
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- „Können Sie mir die Beschwerden genauer beschreiben?“
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- „Seit wann haben Sie diese Beschwerden?“
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- „Ich verstehe Ihre Sorge. Lassen Sie mich erklären…“
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