Herzinsuffizienz

Kardiologie 📍 Baden-Württemberg, Bayern, Berlin +13

Herzinsuffizienz: Ein zentrales Thema der Inneren Medizin. Meistern Sie die Einteilung nach NYHA, die diagnostischen Goldstandards (Echokardiographie, NT-proBNP) und die moderne medikamentöse Stufentherapie (ARNI, Beta-Blocker, SGLT2-Inhibitoren).

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0 · Auf einen Blick

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  • Leitsymptom: Belastungsdyspnoe, Orthopnoe, periphere Ödemen
  • Diagnostischer Standard: Echokardiografie (EF-Bestimmung) + BNP/NT-proBNPn
  • Erste Maßnahme: Oberkörperhochlagerung, O₂-Gabe, Furosemid i.v.n
  • Wichtigste Kontraindikation: NSAIDs, Verapamil/Diltiazem bei HFrEFn
  • Prognose: Bei optimaler Therapie deutliche Symptombesserung und Prognoseverbesserung möglichn

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1 · Leitfall

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n Notaufnahme, 22:30 Uhrn {PAT_AGE} J., mn Akute Dyspnoen

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n „Ich kriege seit Tagen kaum noch Luft… Nachts geht es gar nicht mehr.“n

n n

n Hinweis: Orthopnoe – kann nur noch mit hochgelagertem Oberkörper schlafenn ⚡ Hinweis: Beidseitige Unterschenkelödeme, 4 kg Gewichtszunahme in einer Wochen Hinweis: Gestaute Halsvenen, feuchte RG basal beidseitsn Hinweis: Z.n. Myokardinfarkt, Arterielle Hypertonie, Nikotinabususn

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→ Was tun Sie in den ersten 5 Minuten?

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2 · Lernziele

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Die akut dekompensierte Herzinsuffizienz ist ein häufiges Prüfungsszenario in der FSP. Dieser Fall trainiert die strukturierte Anamneseerhebung, körperliche Untersuchung und das Notfallmanagement.

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Nach diesem Modul kannst du:

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  • Die typische Anamnese bei Herzinsuffizienz strukturiert erhebenn
  • Die Verdachtsdiagnose dem Oberarzt begründet präsentierenn
  • Den Patienten über Diagnose und Therapie verständlich aufklärenn
  • Links- vs. Rechtsherzversagen anhand klinischer Zeichen differenzierenn
  • Die Akut- und Langzeittherapie begründet einleitenn

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3 · Definition und Pathophysiologie

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Definition

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Die Herzinsuffizienz ist das Unvermögen des Herzens, den Organismus bei normaler Füllung ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Es kommt zur Rückwärtsstauung in Lunge und Körperkreislauf sowie zum Vorwärtsversagen mit Organhypoperfusion.

n n

Pathophysiologie

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Bei Linksherzinsuffizienz staut sich Blut in den Lungenkreislauf zurück – der erhöhte hydrostatische Druck bewirkt Flüssigkeitsaustritt in die Alveolen (Lungenödem, feuchte RG). Bei Rechtsherzinsuffizienz staut sich Blut in den Körperkreislauf – dies führt zu Beinödemen, Halsvenenstauung und Hepatomegalie.

n n

Einteilung nach Ejektionsfraktion

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HFrEF (reduced EF): EF ≤40% – systolische Dysfunktion. HFmrEF (mildly reduced EF): EF 41–49%. HFpEF (preserved EF): EF ≥50% – diastolische Dysfunktion.

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Häufige Ursachen

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KHK (häufigste Ursache), arterielle Hypertonie, Kardiomyopathien, Klappenvitien.

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Prüfungsfokus

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So fragt der Prüfer häufig:

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  • n
  • „Was versteht man unter Herzinsuffizienz?“n
  • „Erklären Sie mir kurz die Pathophysiologie der Beinödeme.“n
  • „Wie entsteht das Lungenödem bei Linksherzinsuffizienz?“n

n n

Satzbausteine:

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  • n
  • „Bei Herzinsuffizienz handelt es sich um das Unvermögen des Herzens, den Körper ausreichend mit Blut zu versorgen.“n
  • „Pathophysiologisch liegt ein Rückwärts- und Vorwärtsversagen zugrunde.“n
  • „Die Beinödeme entstehen durch venösen Rückstau in den Körperkreislauf bei Rechtsherzversagen.“n

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4 · Arzt-Patient-Gespräch

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A) Anamnese

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n Arztn

Guten Abend, Herr {PAT_NAME}. Ich bin {DOC_NAME}, Assistenzarzt in der Notaufnahme. Was führt Sie zu uns?

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n Patientn

Ich bekomme seit Tagen kaum noch Luft, besonders nachts.

n (atmet schwer, sitzt aufrecht)n

n n

n Arztn

Seit wann genau haben Sie diese Beschwerden?

n

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n Patientn

Seit etwa drei Tagen, aber es wird immer schlimmer.

n

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n Arztn

Tritt die Luftnot bei Belastung auf oder auch in Ruhe?

n

n n

n Patientn

Früher beim Treppensteigen, jetzt schon bei wenigen Schritten in der Wohnung.

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n n

n Arztn

Wie schlafen Sie nachts? Können Sie flach liegen?

n

n n

n Patientn

Nein, nur noch mit hochgelagertem Oberkörper, sonst kriege ich keine Luft.

n

n n

n Arztn

Haben Sie Schwellungen an den Beinen bemerkt?

n

n n

n Patientn

Ja, meine Beine sind stark geschwollen bis zum Knie. Die Schuhe passen kaum noch.

n (zeigt auf die Unterschenkel)n

n n

n Arztn

Haben Sie eine Gewichtsveränderung bemerkt?

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n n

n Patientn

Ja, etwa 4 Kilogramm mehr in einer Woche.

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n n

n Arztn

Welche Vorerkrankungen sind bei Ihnen bekannt?

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n n

n Patientn

Bluthochdruck seit vielen Jahren, und 2018 hatte ich einen Herzinfarkt.

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n n

n Arztn

Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein?

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n Patientn

Ja, Ramipril gegen den Blutdruck und Aspirin für das Herz.

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n Arztn

Rauchen Sie oder haben Sie früher geraucht?

n

n n

n Patientn

Ja, seit 40 Jahren eine Schachtel am Tag.

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n Arztn

Haben Sie Allergien oder Unverträglichkeiten?

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n n

n Patientn

Nein, keine bekannt.

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n n

n Arztn

Vielen Dank für die Informationen. Ich würde Sie jetzt gerne körperlich untersuchen.

n

n n

B) Aufklärung

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n Patientn

Was habe ich denn, Herr Doktor?

n

n n

n Arztn

Ihre Beschwerden und die Untersuchungsbefunde deuten auf eine Herzschwäche hin. Das bedeutet, dass Ihr Herz momentan nicht mehr ausreichend pumpt und sich Wasser in der Lunge und in den Beinen ansammelt.

n

n n

n Patientn

Ist das gefährlich?

n (wirkt besorgt)n

n n

n Arztn

Wir müssen das ernst nehmen und schnell handeln. Die gute Nachricht ist: Mit der richtigen Behandlung können wir Ihren Zustand stabilisieren und die Beschwerden deutlich bessern.

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n n

n Patientn

Was machen Sie jetzt mit mir?

n

n n

n Arztn

Zunächst lagern wir Ihren Oberkörper hoch – das entlastet das Herz und erleichtert die Atmung. Sie bekommen Sauerstoff über eine Nasensonde. Dann gebe ich Ihnen ein entwässerndes Medikament über die Vene. Das schwemmt das überschüssige Wasser aus Lunge und Beinen aus.

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n n

n Patientn

Muss ich hierbleiben?

n

n n

n Arztn

Ja, wir behalten Sie einige Tage zur Überwachung und Therapieanpassung hier. So können wir sicherstellen, dass sich Ihr Zustand stabilisiert. Haben Sie noch Fragen?

n

n n

n Patientn

Nein, danke. Ich bin froh, dass Sie mir helfen.

n

n n

C) Umgang mit Reaktionen

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Bei Angst

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n Patientn

Muss ich jetzt sterben? Mein Nachbar ist auch an Herzschwäche gestorben…

n (zittert, wirkt verängstigt)n

n

n Arztn

Ich verstehe Ihre Sorge sehr gut. Herzinsuffizienz ist eine ernste Erkrankung, aber sie ist behandelbar. Mit den richtigen Medikamenten und Anpassungen im Alltag können viele Patienten gut damit leben. Sie sind hier in guten Händen.

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Bei Bagatellisierung

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n Patientn

Ach, so schlimm ist das doch nicht. Das geht schon wieder weg. Ich gehe einfach nach Hause.

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n Arztn

Ich verstehe, dass Sie lieber zu Hause wären. Aber Ihre Luftnot und die Wassereinlagerungen zeigen, dass Ihr Herz gerade Hilfe braucht. Unbehandelt kann sich Ihr Zustand verschlechtern. Im Krankenhaus können wir Sie sicher stabilisieren.

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Prüfungsfokus

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So fragt der Prüfer häufig:

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  • n
  • „Führen Sie jetzt die Anamnese durch.“n
  • „Klären Sie den Patienten über die Diagnose auf.“n
  • „Der Patient möchte nach Hause gehen. Was sagen Sie?“n

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Häufige Fehler:

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  • n
  • Fachbegriffe gegenüber dem Patienten verwenden (Orthopnoe statt „Luftnot im Liegen“)n
  • Keine Rückfragen stellen („Haben Sie das verstanden?“)n
  • Emotionen des Patienten ignorierenn

n n

Satzbausteine:

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  • n
  • „Können Sie mir die Beschwerden genauer beschreiben?“n
  • „Seit wann haben Sie diese Beschwerden?“n
  • „Gibt es etwas, das die Beschwerden verstärkt oder lindert?“n
  • „Haben Sie noch Fragen dazu?“n

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5 · Arzt-Arzt-Gespräch

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A) Fallvorstellung (SBAR)

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SBAR-Übergabe

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n S – Situation: Guten Tag, ich übergebe Herrn {PAT_NAME}, {PAT_AGE} Jahre, aufgenommen über die Notaufnahme mit akuter Dyspnoe.n

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n B – Background: Seit drei Tagen zunehmende Belastungsdyspnoe, mittlerweile Ruhedyspnoe. Orthopnoe. Beidseitige Unterschenkelödeme, Gewichtszunahme 4 kg in einer Woche. Risikofaktoren: Arterielle Hypertonie, KHK mit Z.n. Myokardinfarkt 2018, Nikotinabusus 40 Pack-Years. Aktuelle Medikation: Ramipril und ASS.n

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n A – Assessment: Klinisch reduzierter AZ, orientiert. RR 160/95 mmHg, HF 98/min, AF 24/min, SpO₂ 91% unter Raumluft. Auskultatorisch beidseits basal feuchte RG. Periphere Ödeme bis zum Knie. Halsvenen gestaut. Verdachtsdiagnose: Akut dekompensierte globale Herzinsuffizienz, funktionell NYHA IV bei Aufnahme.n

n

n R – Recommendation: Venöser Zugang liegt, Blutentnahme für BNP, Troponin, Routine erfolgt. EKG geschrieben. Ich schlage Oberkörperhochlagerung, O₂-Gabe und Furosemid i.v. vor. Wie möchten Sie die weitere Therapie gestalten?n

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n n

B) Rückfragen des Oberarztes

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n OAn

Was ist Ihre Verdachtsdiagnose und wie begründen Sie diese?

n

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n Arztn

Meine Verdachtsdiagnose ist eine akut dekompensierte globale Herzinsuffizienz. Die Orthopnoe und Belastungsdyspnoe sprechen für Linksherzinsuffizienz. Die Beinödeme und gestauten Halsvenen zeigen eine Rechtsherzinsuffizienz. Die bekannte KHK und Hypertonie sind typische Ursachen.

n

n n

n OAn

Erklären Sie die Pathophysiologie der Beinödeme.

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n Arztn

Bei Rechtsherzinsuffizienz staut sich das Blut in den Körperkreislauf zurück. Der erhöhte venöse Druck führt zum Austritt von Flüssigkeit aus den Kapillaren ins Interstitium – daraus resultieren die eindrückbaren Beinödeme.

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n n

n OAn

Und die feuchten Rasselgeräusche?

n

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n Arztn

Bei Linksherzinsuffizienz staut sich Blut in den Lungenkreislauf zurück. Der erhöhte hydrostatische Druck bewirkt Flüssigkeitsaustritt in die Alveolen – das verursacht die feuchten Rasselgeräusche als Zeichen eines Lungenödems.

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n OAn

Welche EKG-Veränderungen erwarten Sie?

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n Arztn

Bei hypertensiver Herzkrankheit typischerweise Zeichen einer linksventrikulären Hypertrophie – hohe R-Zacken in V5–V6, tiefe S-Zacken in V1–V2. Dazu Erregungsrückbildungsstörungen. Bei Z.n. Myokardinfarkt möglicherweise pathologische Q-Zacken.

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n OAn

Welche Differentialdiagnosen müssen Sie bei akuter Dyspnoe bedenken?

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n Arztn

Akuter Myokardinfarkt – daher Troponin-Kontrolle wichtig. Lungenembolie – D-Dimere und bei Verdacht CT-Angiografie. COPD-Exazerbation – Anamnese und Auskultation helfen. Pneumonie – Fieber, CRP, Röntgen-Thorax.

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n n

n OAn

Wie gestalten Sie die Akuttherapie?

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n Arztn

Oberkörperhochlagerung zur Entlastung. Sauerstoffgabe 2–4 L/min bei SpO₂ unter 90%. Furosemid 40 mg i.v. zur Diurese. Bei therapierefraktärer Dyspnoe kann Morphin 3–5 mg i.v. erwogen werden – unter engmaschigem Monitoring wegen Atemdepression und Blutdruckabfall.

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n OAn

Welche Langzeitmedikation bei HFrEF?

n

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n Arztn

Die vier Säulen der HFrEF-Therapie: ACE-Hemmer oder ARNI zur Nachlastsenkung. Betablocker zur Frequenzsenkung – erst nach Stabilisierung. MRA wie Spironolacton bei NYHA II–IV. SGLT2-Hemmer – prognostisch günstig. Bei Stauung zusätzlich Schleifendiuretika.

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n n

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Prüfungsfokus

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So fragt der Prüfer häufig:

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  • n
  • „Stellen Sie mir den Fall vor.“n
  • „Begründen Sie Ihre Verdachtsdiagnose.“n
  • „Welche Differentialdiagnosen kommen in Frage?“n
  • „Erklären Sie die Pathophysiologie.“n

n n

Satzbausteine:

n

  • n
  • „Ich stelle Ihnen Herrn {PAT_NAME} vor, {PAT_AGE} Jahre alt…“n
  • „Die Verdachtsdiagnose lautet…, weil…“n
  • „Differentialdiagnostisch muss an … gedacht werden.“n
  • „Pathophysiologisch liegt … zugrunde.“n

n n

Häufige Fehler:

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  • n
  • Unstrukturierte Fallvorstellung ohne SBAR-Scheman
  • Verdachtsdiagnose ohne Begründung nennenn
  • Fehlende Differentialdiagnosenn

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6 · Diagnostik

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A) Körperliche Untersuchung

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Inspektion

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  • n
  • Allgemeinzustand reduziert, Dyspnoe-Zeichenn
  • Periphere oder zentrale Zyanosen
  • Halsvenenstauung bei aufrechter Positionn

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✋ Palpation

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  • n
  • Beinödeme eindrückbar beidseitsn
  • Hepatomegalie bei Rechtsherzstauungn
  • Periphere Pulsen

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Auskultation

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  • n
  • Lunge: Feuchte RG basal beidseits (Lungenödem)n
  • Herz: Rhythmus, pathologische Geräuschen
  • Systolikum über Apex (Mitralinsuffizienz möglich)n

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B) Apparative Diagnostik

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n OAn

Welche Untersuchungen ordnen Sie an?

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n Arztn

Ich ordne an:
n • Labor: BNP/NT-proBNP – zur Bestätigung der Herzinsuffizienz; Troponin – zum Ausschluss ACS; Kreatinin, Elektrolyte, BB – zur Beurteilung der Nierenfunktion
n • EKG: zur Beurteilung von Rhythmus, Hypertrophie-Zeichen, Infarktzeichen
n • Röntgen-Thorax: zur Darstellung von Herzgröße, Lungenstauung, Pleuraerguss
n • Echokardiografie: zur Bestimmung der EF und Beurteilung von Klappen und Wandbewegung

n

n n

n OAn

Typische Röntgen-Thorax-Befunde bei Herzinsuffizienz?

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n

n Arztn

Vergrößerte Herzsilhouette mit Herz-Thorax-Quotient über 0,5. Zeichen der Lungenstauung mit vermehrter Gefäßzeichnung. Kerley-B-Linien bei interstitiellem Ödem. Eventuell Pleuraergüsse beidseits.

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n OAn

Welche Informationen liefert die Echokardiografie?

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n Arztn

LV-Ejektionsfraktion zur Unterscheidung HFrEF versus HFpEF. Wandbewegungsstörungen bei ischämischer Genese. Klappenvitien, insbesondere Mitralinsuffizienz. Diastolische Funktion. RV-Funktion und pulmonaler Druck.

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Prüfungsfokus

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So fragt der Prüfer häufig:

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  • n
  • „Welche körperliche Untersuchung führen Sie durch?“n
  • „Was erwarten Sie im Labor/EKG/Röntgen?“n
  • „Was ist der diagnostische Goldstandard?“n

n n

Satzbausteine:

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  • n
  • „Bei der Inspektion fällt auf…“n
  • „Palpatorisch zeigt sich…“n
  • „Auskultatorisch hört man…“n
  • „Zur weiteren Abklärung ordne ich … an, um … auszuschließen/zu bestätigen.“n

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7 · Therapie

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Therapieübersicht

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Phase Maßnahme Cave / Kontraindikation
Akut n • Oberkörperhochlagerung – Indikation: Entlastung bei Dyspnoe
n • O₂ 2–4 L/min – Indikation: SpO₂ <90%
n • Furosemid 40 mg i.v. – Indikation: Stauung
n • Morphin 3–5 mg i.v. – Indikation: therapierefraktäre Dyspnoen
n ⚠️ Morphin: Atemdepression, RR↓
n ⚠️ Engmaschiges Monitoring
n ⚠️ Ein-/Ausfuhr-Bilanzierungn
Langfristig (4 Säulen bei HFrEF) n • ACE-Hemmer/ARNI – Indikation: Nachlastsenkung, Remodeling↓
n • Betablocker – Indikation: nach Stabilisierung
n • MRA (Spironolacton) – Indikation: NYHA II–IV
n • SGLT2-Hemmer – Indikation: HFrEF, prognostisch günstig
n • Schleifendiuretika – Indikation: persistierende Stauungn
n ✓ RR-Kontrolle
n ✓ K⁺ unter MRA kontrollieren
n ✓ Kreatinin, eGFR regelmäßig
n ✓ Tägliche Gewichtskontrollen
Nicht-medikamentös n • Kochsalzarm (<6 g/Tag)
n • Flüssigkeitsrestriktion 1,5–2 L/Tag bei schwerer HI
n • Nikotinkarenz
n • Körperliches Training nach Stabilisierungn
n ⚠️ Training erst nach Rekompensation
n ⚠️ Flüssigkeitsrestriktion nicht abruptn

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✅ Wichtig in der Prüfung

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  • n
  • Betablocker erst nach Stabilisierung starten – niemals in der akuten Dekompensationn
  • SGLT2-Hemmer haben prognostischen Nutzen bei HFrEF – unabhängig vom Diabetesstatusn
  • Tägliche Gewichtskontrolle als Frühwarnsystem für Dekompensationn

n n

❌ Häufige Fehler

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  • n
  • NSAIDs verordnen – führen zu Flüssigkeitsretention und Nierenfunktionsverschlechterungn
  • Verapamil/Diltiazem bei HFrEF – negativ inotrop, kann HI verschlechternn
  • Glitazone bei Herzinsuffizienz – verstärken Ödembildungn

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Prüfungsfokus

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So fragt der Prüfer häufig:

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  • n
  • „Wie behandeln Sie diesen Patienten akut?“n
  • „Welche Kontraindikationen müssen Sie beachten?“n
  • „Was ist die Erstlinientherapie bei HFrEF?“n
  • „Welche Medikamente sind bei Herzinsuffizienz kontraindiziert?“n

n n

Satzbausteine:

n

  • n
  • „Die Therapie der Wahl in der Akutsituation ist…“n
  • „Kontraindiziert ist … bei …“n
  • „Die vier Säulen der HFrEF-Therapie sind…“n
  • „Vor Therapiebeginn mit Betablockern muss der Patient stabilisiert sein.“n

n n

1-Minute-Zusammenfassung:

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Akut: Oberkörper hoch + O₂ + Furosemid i.v. → Nach Stabilisierung: 4-Säulen-Therapie einleiten → Tägliche Gewichtskontrollen zur Überwachung

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8 · Differentialdiagnosen

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Differentialdiagnose Unterscheidungsmerkmal
Akuter Myokardinfarkt Troponin-Dynamik positiv, ST-Veränderungen im EKG, anhaltender Thoraxschmerz in Ruhe
Lungenembolie Plötzliche Dyspnoe, D-Dimer↑, Tachykardie, Risikofaktoren (Immobilisation, OP), keine Ödeme
COPD-Exazerbation Giemen/Brummen, verlängertes Exspirium, BNP normal, keine peripheren Ödeme
Pneumonie Fieber, produktiver Husten, lokalisierte RG, CRP↑, Leukozytose
Aortendissektion Vernichtungsschmerz mit Ausstrahlung in Rücken, RR-Differenz >20 mmHg zwischen Armen

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Prüfungsfokus

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So fragt der Prüfer häufig:

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  • n
  • „Welche Differentialdiagnosen ziehen Sie in Betracht?“n
  • „Wie grenzen Sie eine COPD-Exazerbation von der Herzinsuffizienz ab?“n
  • „Wie schließen Sie eine Lungenembolie aus?“n

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Satzbausteine:

n

  • n
  • „Differentialdiagnostisch kommt … in Frage.“n
  • „Gegen … spricht, dass der Patient …“n
  • „… kann durch … ausgeschlossen werden.“n
  • „Typisch für … und gegen Herzinsuffizienz spricht…“n

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9 · Arztbrief

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A) Briefaufbau

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n Struktur:n

    n

  1. Anrede
  2. n

  3. Diagnosen
  4. n

  5. Anamnese (Konjunktiv I)
  6. n

  7. Befunde
  8. n

  9. Therapie
  10. n

  11. Procedere
  12. n

  13. Entlassmedikation
  14. n

  15. Grußformel
  16. n

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n n

B) Musterbrief

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n

Klinik für Innere Medizin und Kardiologie
n Universitätsklinikum Musterstadt

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An: Hausärztliche Praxis
n [Adresse]

n n

Patient: {PAT_NAME}, geb. [Geburtsdatum]
n Aufenthalt: {ADMISSION_DATE} – {DISCHARGE_DATE}

n n

Diagnosen:
n 1. Akut dekompensierte globale Herzinsuffizienz (NYHA IV bei Aufnahme → NYHA II bei Entlassung)
n 2. Koronare Herzkrankheit
n 3. Arterielle Hypertonie
n 4. Z.n. Myokardinfarkt 2018
n 5. Nikotinabusus (40 Pack-Years)

n n

Anamnese:
n Der {PAT_AGE}-jährige Patient habe sich wegen seit mehreren Tagen zunehmender Belastungsdyspnoe und Orthopnoe notfallmäßig vorgestellt. Er könne nachts nur noch mit hochgelagertem Oberkörper schlafen. Zudem habe er eine Gewichtszunahme von etwa 4 kg und beidseitige Unterschenkelödeme bemerkt. An Vorerkrankungen seien eine arterielle Hypertonie sowie eine KHK mit Z.n. Myokardinfarkt 2018 bekannt. Der Patient nehme regelmäßig Ramipril und ASS ein.

n n

Befunde bei Aufnahme:
n Patient in reduziertem AZ mit Ruhedyspnoe. RR 160/95 mmHg, HF 98/min, AF 24/min, SpO₂ 91% unter Raumluft. Auskultatorisch beidseits basal feuchte RG. Periphere Unterschenkelödeme bds. bis zum Knie eindrückbar. Halsvenen gestaut.

n n

Apparative Diagnostik:
n EKG: Sinusrhythmus, LVH-Zeichen. Labor: NT-proBNP 3500 pg/ml↑, Troponin negativ, Kreatinin 1,2 mg/dl. Röntgen-Thorax: Kardiomegalie, pulmonale Stauung, geringe Pleuraergüsse bds. Echokardiografie: EF 35%, globale Hypokinesie, mäßiggradige Mitralinsuffizienz.

n n

Therapie und Verlauf:
n Unter Schleifendiuretika i.v., O₂-Gabe und Oberkörperhochlagerung deutliche klinische Besserung. Herzinsuffizienz-Medikation optimiert mit Aufdosierung des ACE-Hemmers, Einleitung Betablocker und Spironolacton. Gewichtsabnahme 4 kg. Entlassung bei NYHA II.

n n

Entlassmedikation:
n • Ramipril 10 mg 1–0–0
n • Bisoprolol 5 mg 1–0–0
n • Spironolacton 25 mg 1–0–0
n • Furosemid 40 mg 1–0–0
n • ASS 100 mg 1–0–0
n • Atorvastatin 40 mg 0–0–1

n n

Procedere:
n Engmaschige ambulante Betreuung erbeten. Kardiologische Kontrolle in 3 Monaten. Tägliche Gewichtskontrollen empfohlen. Bei Gewichtszunahme >2 kg in 3 Tagen Wiedervorstellung. Kontrolle von RR, Elektrolyten (K⁺!) und Nierenfunktion. Nikotinentwöhnung dringend empfohlen.

n n

Mit freundlichen kollegialen Grüßen

n {DOC_NAME}
n Assistenzarzt/Assistenzärztin

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Prüfungsfokus

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Konjunktiv I – obligatorisch in der Anamnese:

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  • n
  • habe, berichte, sei, seien, leide, nehme, können

n n

Häufige Fehler:

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  • n
  • Indikativ statt Konjunktiv I in der Anamnesen
  • Fehlende Entlassmedikation mit Dosierungn
  • Unvollständiges Procedere ohne konkrete Empfehlungenn

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10 · Warnzeichen

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Kardiogener Schock

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Zeichen: RR sys. <90 mmHg, Tachykardie, kalte Extremitäten, Bewusstseinstrübung, Oligurie

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Bedeutung: Lebensbedrohlich – Herz kann Organe nicht mehr ausreichend perfundieren

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Sofortmaßnahme: Notfallecho, vorsichtige Volumengabe, Katecholamine, Intensivstation

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Zentrale Zyanose

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Zeichen: Blaufärbung von Zunge und Mundschleimhaut

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Bedeutung: Schwere arterielle Hypoxie (SpO₂ typischerweise <85%)

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Sofortmaßnahme: Hochdosiert O₂, Monitoring, NIV erwägen bei respiratorischer Erschöpfung

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Orthopnoe + Ruhedyspnoe

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Zeichen: Patient kann nicht flach liegen, Atemnot bereits ohne Belastung

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Bedeutung: Schweres Lungenödem bei Linksherzinsuffizienz

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Sofortmaßnahme: Oberkörper hoch 45–90°, O₂, Furosemid i.v., Monitoring

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Feuchte RG beidseits basal

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Zeichen: Feinblasige Rasselgeräusche über beiden Lungenunterlappen

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Bedeutung: Lungenödem – lebensbedrohlich

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Sofortmaßnahme: Furosemid 40–80 mg i.v., O₂, Oberkörper hoch, Bilanzierung

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Gestaute Halsvenen bei aufrechter Position

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Zeichen: Sichtbare Venenstauung am Hals auch bei >45° Oberkörperhochlagerung

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Bedeutung: Erhöhter ZVD bei Rechtsherzversagen

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Sofortmaßnahme: Volumenstatus beurteilen, Diuretika, Echo zur RV-Beurteilung

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Rasche Gewichtszunahme (>2 kg in 3 Tagen)

n

Zeichen: Plötzliche Gewichtszunahme mit zunehmenden Ödemen

n

Bedeutung: Drohende Dekompensation – Frühwarnsignal

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Sofortmaßnahme: Diuretika-Anpassung, ggf. stationäre Aufnahme

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Prüfungsfokus

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So fragt der Prüfer häufig:

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  • n
  • „Wann müssen Sie sofort handeln?“n
  • „Was sind Alarmzeichen bei Herzinsuffizienz?“n
  • „Was machen Sie bei Zeichen eines kardiogenen Schocks?“n

n n

Satzbausteine:

n

  • n
  • „Ein Warnzeichen ist…, weil es auf … hinweist.“n
  • „Bei … muss sofort … erfolgen.“n
  • „Dieser Befund ist ein Alarmzeichen, weil…“n

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11 · Quiz

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Wichtigste Punkte

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    n

  1. Orthopnoe + feuchte RG = Linksherzinsuffizienz | Beinödeme + Halsvenenstauung = Rechtsherzinsuffizienz
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  3. BNP/NT-proBNP zum Ausschluss + Echokardiografie zur EF-Bestimmung = diagnostischer Goldstandard
  4. n

  5. 4 Säulen der HFrEF-Therapie: ACEi/ARNI + Betablocker + MRA + SGLT2-Hemmer
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n Frage 1 (Diagnostik): Welcher Laborwert ist zur Diagnose einer Herzinsuffizienz am spezifischsten?n

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A) Troponin

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B) CRP

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C) BNP oder NT-proBNP

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D) D-Dimere

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n Richtig: C
n BNP und NT-proBNP sind spezifische Marker für Herzinsuffizienz und steigen bei ventrikulärer Wandspannung an. Ein normaler Wert schließt eine Herzinsuffizienz mit hoher Wahrscheinlichkeit aus.n

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n Frage 2 (Diagnostik): Welcher Auskultationsbefund ist charakteristisch für Linksherzinsuffizienz?n

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A) Giemen und Brummen

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B) Abgeschwächtes Atemgeräusch einseitig

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C) Feuchte Rasselgeräusche basal beidseits

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D) Pleurareiben

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n Richtig: C
n Feuchte RG entstehen durch Flüssigkeitsansammlung in den Alveolen als Zeichen eines Lungenödems bei Linksherzinsuffizienz.n

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n Frage 3 (Therapie): Welches Medikament ist bei akuter Dekompensation mit Stauung Mittel der ersten Wahl?n

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A) Betablocker

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B) Furosemid i.v.

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C) Digitalis

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D) Verapamil

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n Richtig: B
n Furosemid i.v. ist bei akuter Stauung Mittel der Wahl zur Diurese. Betablocker werden erst nach Stabilisierung begonnen. Verapamil ist bei HFrEF kontraindiziert (negativ inotrop).n

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n Frage 4 (Therapie): Welche Medikamente sind bei HFrEF kontraindiziert?n

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A) ACE-Hemmer und Betablocker

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B) NSAIDs und Verapamil

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C) Spironolacton und SGLT2-Hemmer

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D) Furosemid und ASS

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n Richtig: B
n NSAIDs führen zu Flüssigkeitsretention und verschlechtern die Nierenfunktion. Verapamil ist negativ inotrop und kann die Herzinsuffizienz verschlechtern.n

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n Frage 5 (Notfall): Welches Zeichen weist auf einen kardiogenen Schock hin?n

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A) RR 140/90 mmHg

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B) SpO₂ 96%

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C) RR sys. <90 mmHg mit kalten Extremitäten

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D) Warme Haut und gute Kapillarfüllung

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n Richtig: C
n Kardiogener Schock: RR sys. <90 mmHg, Zeichen der Minderperfusion (kalte Extremitäten, Oligurie, Bewusstseinstrübung). Lebensbedrohlicher Notfall!n

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n Frage 6 (Notfall): Erste Maßnahme bei akuter Dekompensation mit schwerer Dyspnoe?n

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A) Flachlagerung

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B) Betablocker-Gabe

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C) Oberkörperhochlagerung + O₂

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D) Abwarten und beobachten

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n Richtig: C
n Oberkörperhochlagerung reduziert den venösen Rückstrom und entlastet das Herz. O₂-Gabe bei SpO₂ <90%. Flachlagerung würde die Dyspnoe verschlechtern!n

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n Frage 7 (Differentialdiagnosen): Welches Symptom ist typisch für isolierte Rechtsherzinsuffizienz?n

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A) Orthopnoe

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B) Beidseitige Beinödeme

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C) Feuchte Rasselgeräusche

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D) Schaumiger Auswurf

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n Richtig: B
n Beinödeme entstehen durch Blutrückstau in den Körperkreislauf bei Rechtsherzversagen. Orthopnoe und feuchte RG sind Zeichen der Linksherzinsuffizienz.n

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n Frage 8 (Differentialdiagnosen): Wie unterscheidet sich eine COPD-Exazerbation von der Herzinsuffizienz?n

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A) BNP ist bei COPD deutlich erhöht

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B) Bei COPD Giemen/Brummen, BNP normal, keine Ödeme

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C) Bei COPD immer Beinödeme

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D) COPD zeigt immer feuchte RG basal

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n Richtig: B
n COPD-Exazerbation: Giemen, Brummen, verlängertes Exspirium, BNP normal, keine peripheren Ödeme. Herzinsuffizienz: Feuchte RG, BNP↑, Ödeme.n

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12 · Fachbegriffe

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Fachbegriff Erklärung
Herzinsuffizienz Herzschwäche – das Herz kann den Körper nicht ausreichend mit Blut versorgen
Dyspnoe Atemnot oder Luftnot
Orthopnoe Atemnot im Liegen – Patient muss aufrecht sitzen, um besser atmen zu können
Ödem Wassereinlagerung im Gewebe, sichtbar als Schwellung
Zyanose Blaufärbung von Haut oder Schleimhäuten durch Sauerstoffmangel
Rasselgeräusch (RG) Feuchtes Atemgeräusch durch Flüssigkeit in den Lungenbläschen
NYHA-Klassifikation Einteilung der Herzinsuffizienz nach Schweregrad (I = leicht bis IV = schwerst)
BNP / NT-proBNP Laborwerte, die bei Herzschwäche erhöht sind – wichtig für Diagnose und Verlauf
Ejektionsfraktion (EF) Auswurffraktion – Anteil des Blutes, den das Herz pro Schlag auswirft (normal >55%)
Dekompensation Verschlechterung einer chronischen Erkrankung – hier: akute Verschlechterung der Herzfunktion

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Zusammenfassung

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Die Herzinsuffizienz ist eine häufige und prüfungsrelevante Erkrankung. Charakteristisch sind Belastungsdyspnoe, Orthopnoe und periphere Ödeme. Die Diagnostik stützt sich auf BNP/NT-proBNP und Echokardiografie. Die Therapie der HFrEF basiert auf vier Säulen: ACE-Hemmer/ARNI, Betablocker, MRA und SGLT2-Hemmer.

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Quellen

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Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.

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