★★★ Sehr wichtig Gastroenterologie 20 Min.

Divertikulose und Divertikulitis

Lernmodus:

Auf einen Blick

  • 1. In Industrieländern haben 50 % der über 70-Jährigen eine Divertikulose
  • 2. Lokalisation zu 75 % im Sigma — deshalb: Schmerzen im linken Unterbauch (= „Linksappendizitis")
  • 3. Leitsymptome der Divertikulitis: Linke Unterbauchschmerzen + Fieber + Leukozytose + CRP↑
  • 4. Diagnostik: Abdomensonographie (1. Wahl), ggf. CT-Abdomen mit KM
  • 5. Freie Perforation (Typ 2c) → Notfalloperation nach Hartmann

Fallvignette

Ein 68-jähriger Patient stellt sich in der Notaufnahme vor mit seit 2 Tagen zunehmenden Schmerzen im linken Unterbauch, Fieber und Stuhlunregelmäßigkeiten.

Anamnestisch bekannte Sigmadivertikulose, zuletzt unauffällig. Kein Erbrechen, kein Blut im Stuhl. Temperatur 38,7 °C, Puls 98/min. Körperliche Untersuchung: Druckschmerz und Abwehrspannung im linken Unterbauch, tastbare Resistenz. Labor: Leukozyten 16,8 × 10⁹/L, CRP 124 mg/L. Sonographie Abdomen: Wandverdickung im Sigma >4 mm, perikolisches Fettgewebe echogen verändert (Entzündungszeichen), kein freies Gas, kein Abszess nachweisbar.

Welche Diagnose vermuten Sie? Welche Diagnostik leiten Sie ein?


Divertikulose und Divertikulitis

Auf einen Blick

  1. In Industrieländern haben 50 % der über 70-Jährigen eine Divertikulose
  2. Lokalisation zu 75 % im Sigma — deshalb: Schmerzen im linken Unterbauch (= „LinksAppendizitis„)
  3. Leitsymptome der Divertikulitis: Linke Unterbauchschmerzen + Fieber + Leukozytose + CRP↑
  4. Diagnostik: Abdomensonographie (1. Wahl), ggf. CT-Abdomen mit KM
  5. Freie Perforation (Typ 2c) → Notfalloperation nach Hartmann

Fallvignette

Ein 68-jähriger Patient stellt sich in der Notaufnahme vor mit seit 2 Tagen zunehmenden Schmerzen im linken Unterbauch, Fieber und Stuhlunregelmäßigkeiten.

Anamnestisch bekannte Sigmadivertikulose, zuletzt unauffällig. Kein Erbrechen, kein Blut im Stuhl. Temperatur 38,7 °C, Puls 98/min. Körperliche Untersuchung: Druckschmerz und Abwehrspannung im linken Unterbauch, tastbare Resistenz. Labor: Leukozyten 16,8 × 10⁹/L, CRP 124 mg/L. Sonographie Abdomen: Wandverdickung im Sigma >4 mm, perikolisches Fettgewebe echogen verändert (Entzündungszeichen), kein freies Gas, kein Abszess nachweisbar.

Welche Diagnose vermuten Sie? Welche Diagnostik leiten Sie ein?


Definition

Begriff Bedeutung
Divertikel Ausstülpung der gesamten Darmwand — angeboren (z.B. Meckeldivertikel)
Pseudodivertikel Ausstülpung von Mukosa und Submukosa durch Muskellücken — erworben
Divertikulose Vorhandensein multipler Pseudodivertikel
Divertikelkrankheit Symptomatische Divertikulose
Divertikulitis Entzündung eines Divertikels und seiner Umgebung
Komplizierte Divertikulitis Mit Perforationen, Fisteln oder Abszessen

Epidemiologie

  • Industrieländer: ~50 % der über 70-Jährigen betroffen
  • Asien und Afrika: Prävalenz <10 % (ballaststoffreiche Ernährung protektiv!)

Ätiologie & Risikofaktoren

Nicht beeinflussbar

  • Steigendes Lebensalter
  • Genetische Faktoren

Beeinflussbar

  • Ballaststoffarme Ernährung (Hauptfaktor)
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen

Klassifikation (nach Hansen und Stock)

Typ Diagnose
0 Asymptomatische Divertikulose
1 Akute, unkomplizierte Divertikulitis
2a Mikroabszess
2b Makroabszess
2c Freie Perforation
3a Symptomatische, unkomplizierte Divertikelkrankheit
3b Rezidivierende Divertikulitis ohne Komplikationen
3c Rezidivierende Divertikulitis mit Komplikationen
4 Divertikelblutung

Pathophysiologie

Chronische Obstipation und altersbedingte Bindegewebsschwäche → Ausstülpung der Darmschleimhaut durch Muskellücken der Tunica muscularis. Bevorzugte Lokalisation: Sigma (ca. 75 %).


Symptome & Klinik

Divertikulose

  • Meist asymptomatisch
  • Evtl. linksseitige Unterbauchschmerzen

Divertikulitis — Leitsymptome

  • Akute, progrediente Schmerzen im linken Unterbauch — „Linksappendizitis“
  • Fieber
  • Stuhlveränderungen (Obstipation/Diarrhö), Flatulenz
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Peritoneale Reizung (lokale Abwehrspannung)

Sonderfall: Zökumdivertikulitis → Schmerzlokalisation im rechten Unterbauch (DD: Appendizitis!)

Bei alten oder immunsupprimierten Patienten kann die klinische Ausprägung sehr mild sein!


Diagnostik

Körperliche Untersuchung

  • Lokalisierte Druckschmerzhaftigkeit mit ggf. Resistenz im linken Unterbauch
  • Akutes Abdomen mit lokaler/generalisierter Abwehrspannung: Verdacht auf Perforation
  • Digital-rektale Untersuchung
  • Körpertemperatur: typischerweise >37,5 °C

Labor

Bildgebung

Abdomensonographie (Methode der 1. Wahl):

  • Nachweis entzündeter Divertikel
  • Darmwandverdickung auf >5 mm mit Aufhebung der Wandschichtung
  • Kokardenphänomen
  • Fettgewebsreaktion in der Umgebung
  • Ggf. Nachweis freier Flüssigkeit oder eines Abszesses

CT-Abdomen mit KM (oral, rektal und i.v.):

  • Indiziert wenn Sonographie nicht ausreicht
  • Nachweis von Komplikationen: Perforation (freie Luft), Abszess, Fistel

Röntgen-Abdomen im Stehen: Nur bei V.a. Perforation (freie Luft)

Koloskopie: Erst 4–6 Wochen nach Abklingen der akuten Phase (Perforationsgefahr!) — zum Ausschluss von Malignom/Stenose


Differentialdiagnosen

  • Colitis ulcerosa / Morbus Crohn
  • Appendizitis
  • Ischämische Kolitis
  • Kolorektales Karzinom
  • Reizdarmsyndrom
  • Harnwegsinfekt / Urozystitis
  • Gynäkologische Erkrankungen (Adnexitis, Extrauteringravidität)

Therapie

Asymptomatische Divertikulose (Typ 0)

Keine Rückbildung möglich — nur Prophylaxe:

  • Ballaststoffreiche Ernährung, viel Flüssigkeit
  • Reduktion von fettreicher Nahrung und rotem Fleisch
  • Gewichtsreduktion, Nikotinkarenz, Bewegung

Stadiengerechte Therapie

Typ Konservative Therapie Operative Therapie
1 Ggf. ambulant, ggf. Antibiotika Bei Versagen oder hohem Rezidivrisiko: elektive Sigmaresektion
2a Stationär + Antibiotika Bei Versagen: frühelektive Sigmaresektion
2b Stationär + Antibiotika Bei Versagen: frühelektive Sigmaresektion; bei Sepsis: Notfall-OP
2c Immer Notfalloperation (Hartmann-OP oder Anlage Ileostoma)
3a Mesalazin oral
3b Antibiotika im akuten Schub Ggf. elektive Sigmaresektion (individuelle Abwägung)
3c Elektiv bei Fisteln/Stenosen; Notfall bei Ileus
4 Koloskopische Blutstillung

Antibiotika: Müssen gramnegative und anaerobe Erreger erfassen:

  • Cefuroxim oder Ciprofloxacin + Metronidazol
  • Piperacillin/Tazobactam oder Ampicillin/Sulbactam

Diskontinuitätsresektion nach Hartmann: Blindverschluss des Rektums + endständiges Stoma; Kontinuitätswiederherstellung nach 3–6 Monaten.


Komplikationen

Divertikelblutung (Typ 4)

  • Diagnose: Koloskopie; falls nicht möglich: CT-Angiographie oder DSA
  • Therapie: Koloskopische Blutstillung → bei Versagen: angiographische Embolisation → OP

Perforation

  • Gedeckte Perforation mit perikolischem Abszess → Gefahr der retroperitonealen Ausbreitung (Psoasabszess)
  • Freie Perforation mit Peritonitis → Notfall-OP

Fistelbildung

  • Meist kolovesikal → rezidivierende Harnwegsinfekte, Urosepsis
  • Auch kolovaginal, koloenteral, kolokutan

Darmstenosen → mechanischer Ileus


Prognose

  • Asymptomatische Divertikulose: gute Prognose, konservative Prophylaxe ausreichend
  • Akute unkomplizierte Divertikulitis: heilt unter konservativer Therapie in >90 %
  • Komplikationen (Perforation, Sepsis): erhöhte Morbidität und Mortalität

Klinische Perlen

1. Linksappendizitis = Divertikulitis. Schmerzen im linken Unterbauch + Fieber + CRP↑ bei älterem Patient → Divertikulitis bis zum Beweis des Gegenteils.

2. Koloskopie erst nach 4–6 Wochen. Im akuten Entzündungsstadium ist die Perforationsgefahr zu hoch — Endoskopie immer im Intervall!

3. Zökumdivertikulitis imitiert Appendizitis. Gleiche Klinik, gleiche Lokalisation — Abgrenzung via Sonographie und CT.

4. Hartmann-OP = zweizeitige Lösung. Bei instabilem Patient oder septischem Abdomen ist die primäre Anastomose zu riskant — erst Diskontinuität, dann Rückverlagerung.


Prüfungstipps

  • Klassifikation nach Hansen und Stock bis Typ 2c kennen — Prüfer fragen nach Therapieprinzip je Stadium
  • Freie Perforation (2c) = immer Notfall-OP — merken!
  • Antibiotika-Kombination: Cephalosporin/Fluorchinolon + Metronidazol (Anaerobier)
  • Koloskopie: NICHT im akuten Schub → erst 4–6 Wochen später
  • Linkes Unterbauch = Sigma = Divertikel (rechts = Appendizitis)

Schlüsselbegriffe

Begriff Definition
Pseudodivertikel Erworbene Ausstülpung von Mukosa/Submukosa durch Muskellücken
Divertikelkrankheit Symptomatische Divertikulose
Hansen-und-Stock-Klassifikation Stadien 0–4 der Divertikelerkrankung
Hartmann-OP Diskontinuitätsresektion: Blindverschluss Rektum + Stoma
Kokardenmuster Sonographisches Zeichen der Darmwandentzündung
Aerobilie Luft in den Gallenwegen — Zeichen des Gallensteinileus (DD)
Kolovesikale Fistel Häufigste Fistelform bei Divertikulitis — führt zu rezidivierenden HWI

🎓 Jetzt für KP & FSP vorbereiten

Dieses KP-Buch-Kapitel ist Teil unserer Kursvorbereitung. Im All-in-One Masterkurs findest du alle Fachgebiete, Prüfungsprotokolle und Arztbrief-Training.

Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.

Definition 🔗

Begriff Bedeutung
Divertikel Ausstülpung der gesamten Darmwand — angeboren (z.B. Meckeldivertikel)
Pseudodivertikel Ausstülpung von Mukosa und Submukosa durch Muskellücken — erworben
Divertikulose Vorhandensein multipler Pseudodivertikel
Divertikelkrankheit Symptomatische Divertikulose
Divertikulitis Entzündung eines Divertikels und seiner Umgebung
Komplizierte Divertikulitis Mit Perforationen, Fisteln oder Abszessen

Ätiologie 🔗

Nicht beeinflussbar

  • Steigendes Lebensalter
  • Genetische Faktoren

Beeinflussbar

  • Ballaststoffarme Ernährung (Hauptfaktor)
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • Rauchen

Pathophysiologie 🔗

Chronische Obstipation und altersbedingte Bindegewebsschwäche → Ausstülpung der Darmschleimhaut durch Muskellücken der Tunica muscularis. Bevorzugte Lokalisation: Sigma (ca. 75 %).


Symptome & Klinik 🔗

Typ Diagnose
0 Asymptomatische Divertikulose
1 Akute, unkomplizierte Divertikulitis
2a Mikroabszess
2b Makroabszess
2c Freie Perforation
3a Symptomatische, unkomplizierte Divertikelkrankheit
3b Rezidivierende Divertikulitis ohne Komplikationen
3c Rezidivierende Divertikulitis mit Komplikationen
4 Divertikelblutung

Divertikulose

  • Meist asymptomatisch
  • Evtl. linksseitige Unterbauchschmerzen

Divertikulitis — Leitsymptome

  • Akute, progrediente Schmerzen im linken Unterbauch — „Linksappendizitis"
  • Fieber
  • Stuhlveränderungen (Obstipation/Diarrhö), Flatulenz
  • Übelkeit, Erbrechen
  • Peritoneale Reizung (lokale Abwehrspannung)

Sonderfall: Zökumdivertikulitis → Schmerzlokalisation im rechten Unterbauch (DD: Appendizitis!)

Bei alten oder immunsupprimierten Patienten kann die klinische Ausprägung sehr mild sein!


Diagnostik 🔗

Körperliche Untersuchung

  • Lokalisierte Druckschmerzhaftigkeit mit ggf. Resistenz im linken Unterbauch
  • Akutes Abdomen mit lokaler/generalisierter Abwehrspannung: Verdacht auf Perforation
  • Digital-rektale Untersuchung
  • Körpertemperatur: typischerweise >37,5 °C

Labor

  • Leukozytose
  • CRP↑
  • Urinstatus: DD Urolithiasis/HWI

Bildgebung

Abdomensonographie (Methode der 1. Wahl):

  • Nachweis entzündeter Divertikel
  • Darmwandverdickung auf >5 mm mit Aufhebung der Wandschichtung
  • Kokardenphänomen
  • Fettgewebsreaktion in der Umgebung
  • Ggf. Nachweis freier Flüssigkeit oder eines Abszesses

CT-Abdomen mit KM (oral, rektal und i.v.):

  • Indiziert wenn Sonographie nicht ausreicht
  • Nachweis von Komplikationen: Perforation (freie Luft), Abszess, Fistel

Röntgen-Abdomen im Stehen: Nur bei V.a. Perforation (freie Luft)

Koloskopie: Erst 4–6 Wochen nach Abklingen der akuten Phase (Perforationsgefahr!) — zum Ausschluss von Malignom/Stenose


Differentialdiagnosen 🔗

  • Colitis ulcerosa / Morbus Crohn
  • Appendizitis
  • Ischämische Kolitis
  • Kolorektales Karzinom
  • Reizdarmsyndrom
  • Harnwegsinfekt / Urozystitis
  • Gynäkologische Erkrankungen (Adnexitis, Extrauteringravidität)

Therapie 🔗

Asymptomatische Divertikulose (Typ 0)

Keine Rückbildung möglich — nur Prophylaxe:

  • Ballaststoffreiche Ernährung, viel Flüssigkeit
  • Reduktion von fettreicher Nahrung und rotem Fleisch
  • Gewichtsreduktion, Nikotinkarenz, Bewegung

Stadiengerechte Therapie

Typ Konservative Therapie Operative Therapie
1 Ggf. ambulant, ggf. Antibiotika Bei Versagen oder hohem Rezidivrisiko: elektive Sigmaresektion
2a Stationär + Antibiotika Bei Versagen: frühelektive Sigmaresektion
2b Stationär + Antibiotika Bei Versagen: frühelektive Sigmaresektion; bei Sepsis: Notfall-OP
2c Immer Notfalloperation (Hartmann-OP oder Anlage Ileostoma)
3a Mesalazin oral
3b Antibiotika im akuten Schub Ggf. elektive Sigmaresektion (individuelle Abwägung)
3c Elektiv bei Fisteln/Stenosen; Notfall bei Ileus
4 Koloskopische Blutstillung

Antibiotika: Müssen gramnegative und anaerobe Erreger erfassen:

  • Cefuroxim oder Ciprofloxacin + Metronidazol
  • Piperacillin/Tazobactam oder Ampicillin/Sulbactam

Diskontinuitätsresektion nach Hartmann: Blindverschluss des Rektums + endständiges Stoma; Kontinuitätswiederherstellung nach 3–6 Monaten.


Komplikationen 🔗

Divertikelblutung (Typ 4)

  • Diagnose: Koloskopie; falls nicht möglich: CT-Angiographie oder DSA
  • Therapie: Koloskopische Blutstillung → bei Versagen: angiographische Embolisation → OP

Perforation

  • Gedeckte Perforation mit perikolischem Abszess → Gefahr der retroperitonealen Ausbreitung (Psoasabszess)
  • Freie Perforation mit Peritonitis → Notfall-OP

Fistelbildung

  • Meist kolovesikal → rezidivierende Harnwegsinfekte, Urosepsis
  • Auch kolovaginal, koloenteral, kolokutan

Darmstenosen → mechanischer Ileus


Prognose 🔗

  • Asymptomatische Divertikulose: gute Prognose, konservative Prophylaxe ausreichend
  • Akute unkomplizierte Divertikulitis: heilt unter konservativer Therapie in >90 %
  • Komplikationen (Perforation, Sepsis): erhöhte Morbidität und Mortalität

✨ Clinical Pearls

**1. Linksappendizitis = Divertikulitis.** Schmerzen im linken Unterbauch + Fieber + CRP↑ bei älterem Patient → Divertikulitis bis zum Beweis des Gegenteils.

**2. Koloskopie erst nach 4–6 Wochen.** Im akuten Entzündungsstadium ist die Perforationsgefahr zu hoch — Endoskopie immer im Intervall!

**3. Zökumdivertikulitis imitiert Appendizitis.** Gleiche Klinik, gleiche Lokalisation — Abgrenzung via Sonographie und CT.

**4. Hartmann-OP = zweizeitige Lösung.** Bei instabilem Patient oder septischem Abdomen ist die primäre Anastomose zu riskant — erst Diskontinuität, dann Rückverlagerung.

Prüfungstipps

  • - Klassifikation nach Hansen und Stock bis Typ 2c kennen — Prüfer fragen nach Therapieprinzip je Stadium
  • - Freie Perforation (2c) = immer Notfall-OP — merken!
  • - Antibiotika-Kombination: Cephalosporin/Fluorchinolon + Metronidazol (Anaerobier)
  • - Koloskopie: NICHT im akuten Schub → erst 4–6 Wochen später
  • - Linkes Unterbauch = Sigma = Divertikel (rechts = Appendizitis)

Schlüsselbegriffe

BegriffPseudodivertikelDivertikelkrankheitHansen-und-Stock-KlassifikationHartmann-OPKokardenmusterAerobilieKolovesikale Fistel

Wissen testen

Klicke auf eine Karte, um die Antwort zu sehen.