Divertikulose und Divertikulitis
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
- 1. In Industrieländern haben 50 % der über 70-Jährigen eine Divertikulose
- 2. Lokalisation zu 75 % im Sigma — deshalb: Schmerzen im linken Unterbauch (= „Linksappendizitis")
- 3. Leitsymptome der Divertikulitis: Linke Unterbauchschmerzen + Fieber + Leukozytose + CRP↑
- 4. Diagnostik: Abdomensonographie (1. Wahl), ggf. CT-Abdomen mit KM
- 5. Freie Perforation (Typ 2c) → Notfalloperation nach Hartmann
Fallvignette
Ein 68-jähriger Patient stellt sich in der Notaufnahme vor mit seit 2 Tagen zunehmenden Schmerzen im linken Unterbauch, Fieber und Stuhlunregelmäßigkeiten.
Anamnestisch bekannte Sigmadivertikulose, zuletzt unauffällig. Kein Erbrechen, kein Blut im Stuhl. Temperatur 38,7 °C, Puls 98/min. Körperliche Untersuchung: Druckschmerz und Abwehrspannung im linken Unterbauch, tastbare Resistenz. Labor: Leukozyten 16,8 × 10⁹/L, CRP 124 mg/L. Sonographie Abdomen: Wandverdickung im Sigma >4 mm, perikolisches Fettgewebe echogen verändert (Entzündungszeichen), kein freies Gas, kein Abszess nachweisbar.
Welche Diagnose vermuten Sie? Welche Diagnostik leiten Sie ein?
Divertikulose und Divertikulitis
Auf einen Blick
- In Industrieländern haben 50 % der über 70-Jährigen eine Divertikulose
- Lokalisation zu 75 % im Sigma — deshalb: Schmerzen im linken Unterbauch (= „LinksAppendizitis„)
- Leitsymptome der Divertikulitis: Linke Unterbauchschmerzen + Fieber + Leukozytose + CRP↑
- Diagnostik: Abdomensonographie (1. Wahl), ggf. CT-Abdomen mit KM
- Freie Perforation (Typ 2c) → Notfalloperation nach Hartmann
Fallvignette
Ein 68-jähriger Patient stellt sich in der Notaufnahme vor mit seit 2 Tagen zunehmenden Schmerzen im linken Unterbauch, Fieber und Stuhlunregelmäßigkeiten.
Anamnestisch bekannte Sigmadivertikulose, zuletzt unauffällig. Kein Erbrechen, kein Blut im Stuhl. Temperatur 38,7 °C, Puls 98/min. Körperliche Untersuchung: Druckschmerz und Abwehrspannung im linken Unterbauch, tastbare Resistenz. Labor: Leukozyten 16,8 × 10⁹/L, CRP 124 mg/L. Sonographie Abdomen: Wandverdickung im Sigma >4 mm, perikolisches Fettgewebe echogen verändert (Entzündungszeichen), kein freies Gas, kein Abszess nachweisbar.
Welche Diagnose vermuten Sie? Welche Diagnostik leiten Sie ein?
Definition
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Divertikel | Ausstülpung der gesamten Darmwand — angeboren (z.B. Meckeldivertikel) |
| Pseudodivertikel | Ausstülpung von Mukosa und Submukosa durch Muskellücken — erworben |
| Divertikulose | Vorhandensein multipler Pseudodivertikel |
| Divertikelkrankheit | Symptomatische Divertikulose |
| Divertikulitis | Entzündung eines Divertikels und seiner Umgebung |
| Komplizierte Divertikulitis | Mit Perforationen, Fisteln oder Abszessen |
Epidemiologie
- Industrieländer: ~50 % der über 70-Jährigen betroffen
- Asien und Afrika: Prävalenz <10 % (ballaststoffreiche Ernährung protektiv!)
Ätiologie & Risikofaktoren
Nicht beeinflussbar
- Steigendes Lebensalter
- Genetische Faktoren
Beeinflussbar
- Ballaststoffarme Ernährung (Hauptfaktor)
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Rauchen
Klassifikation (nach Hansen und Stock)
| Typ | Diagnose |
|---|---|
| 0 | Asymptomatische Divertikulose |
| 1 | Akute, unkomplizierte Divertikulitis |
| 2a | Mikroabszess |
| 2b | Makroabszess |
| 2c | Freie Perforation |
| 3a | Symptomatische, unkomplizierte Divertikelkrankheit |
| 3b | Rezidivierende Divertikulitis ohne Komplikationen |
| 3c | Rezidivierende Divertikulitis mit Komplikationen |
| 4 | Divertikelblutung |
Pathophysiologie
Chronische Obstipation und altersbedingte Bindegewebsschwäche → Ausstülpung der Darmschleimhaut durch Muskellücken der Tunica muscularis. Bevorzugte Lokalisation: Sigma (ca. 75 %).
Symptome & Klinik
Divertikulose
- Meist asymptomatisch
- Evtl. linksseitige Unterbauchschmerzen
Divertikulitis — Leitsymptome
- Akute, progrediente Schmerzen im linken Unterbauch — „Linksappendizitis“
- Fieber
- Stuhlveränderungen (Obstipation/Diarrhö), Flatulenz
- Übelkeit, Erbrechen
- Peritoneale Reizung (lokale Abwehrspannung)
Sonderfall: Zökumdivertikulitis → Schmerzlokalisation im rechten Unterbauch (DD: Appendizitis!)
Bei alten oder immunsupprimierten Patienten kann die klinische Ausprägung sehr mild sein!
Diagnostik
Körperliche Untersuchung
- Lokalisierte Druckschmerzhaftigkeit mit ggf. Resistenz im linken Unterbauch
- Akutes Abdomen mit lokaler/generalisierter Abwehrspannung: Verdacht auf Perforation
- Digital-rektale Untersuchung
- Körpertemperatur: typischerweise >37,5 °C
Labor
- Leukozytose
- CRP↑
- Urinstatus: DD Urolithiasis/HWI
Bildgebung
Abdomensonographie (Methode der 1. Wahl):
- Nachweis entzündeter Divertikel
- Darmwandverdickung auf >5 mm mit Aufhebung der Wandschichtung
- Kokardenphänomen
- Fettgewebsreaktion in der Umgebung
- Ggf. Nachweis freier Flüssigkeit oder eines Abszesses
CT-Abdomen mit KM (oral, rektal und i.v.):
- Indiziert wenn Sonographie nicht ausreicht
- Nachweis von Komplikationen: Perforation (freie Luft), Abszess, Fistel
Röntgen-Abdomen im Stehen: Nur bei V.a. Perforation (freie Luft)
Koloskopie: Erst 4–6 Wochen nach Abklingen der akuten Phase (Perforationsgefahr!) — zum Ausschluss von Malignom/Stenose
Differentialdiagnosen
- Colitis ulcerosa / Morbus Crohn
- Appendizitis
- Ischämische Kolitis
- Kolorektales Karzinom
- Reizdarmsyndrom
- Harnwegsinfekt / Urozystitis
- Gynäkologische Erkrankungen (Adnexitis, Extrauteringravidität)
Therapie
Asymptomatische Divertikulose (Typ 0)
Keine Rückbildung möglich — nur Prophylaxe:
- Ballaststoffreiche Ernährung, viel Flüssigkeit
- Reduktion von fettreicher Nahrung und rotem Fleisch
- Gewichtsreduktion, Nikotinkarenz, Bewegung
Stadiengerechte Therapie
| Typ | Konservative Therapie | Operative Therapie |
|---|---|---|
| 1 | Ggf. ambulant, ggf. Antibiotika | Bei Versagen oder hohem Rezidivrisiko: elektive Sigmaresektion |
| 2a | Stationär + Antibiotika | Bei Versagen: frühelektive Sigmaresektion |
| 2b | Stationär + Antibiotika | Bei Versagen: frühelektive Sigmaresektion; bei Sepsis: Notfall-OP |
| 2c | — | Immer Notfalloperation (Hartmann-OP oder Anlage Ileostoma) |
| 3a | Mesalazin oral | — |
| 3b | Antibiotika im akuten Schub | Ggf. elektive Sigmaresektion (individuelle Abwägung) |
| 3c | — | Elektiv bei Fisteln/Stenosen; Notfall bei Ileus |
| 4 | Koloskopische Blutstillung | — |
Antibiotika: Müssen gramnegative und anaerobe Erreger erfassen:
- Cefuroxim oder Ciprofloxacin + Metronidazol
- Piperacillin/Tazobactam oder Ampicillin/Sulbactam
Diskontinuitätsresektion nach Hartmann: Blindverschluss des Rektums + endständiges Stoma; Kontinuitätswiederherstellung nach 3–6 Monaten.
Komplikationen
Divertikelblutung (Typ 4)
- Diagnose: Koloskopie; falls nicht möglich: CT-Angiographie oder DSA
- Therapie: Koloskopische Blutstillung → bei Versagen: angiographische Embolisation → OP
Perforation
- Gedeckte Perforation mit perikolischem Abszess → Gefahr der retroperitonealen Ausbreitung (Psoasabszess)
- Freie Perforation mit Peritonitis → Notfall-OP
Fistelbildung
- Meist kolovesikal → rezidivierende Harnwegsinfekte, Urosepsis
- Auch kolovaginal, koloenteral, kolokutan
Darmstenosen → mechanischer Ileus
Prognose
- Asymptomatische Divertikulose: gute Prognose, konservative Prophylaxe ausreichend
- Akute unkomplizierte Divertikulitis: heilt unter konservativer Therapie in >90 %
- Komplikationen (Perforation, Sepsis): erhöhte Morbidität und Mortalität
Klinische Perlen
1. Linksappendizitis = Divertikulitis. Schmerzen im linken Unterbauch + Fieber + CRP↑ bei älterem Patient → Divertikulitis bis zum Beweis des Gegenteils.
2. Koloskopie erst nach 4–6 Wochen. Im akuten Entzündungsstadium ist die Perforationsgefahr zu hoch — Endoskopie immer im Intervall!
3. Zökumdivertikulitis imitiert Appendizitis. Gleiche Klinik, gleiche Lokalisation — Abgrenzung via Sonographie und CT.
4. Hartmann-OP = zweizeitige Lösung. Bei instabilem Patient oder septischem Abdomen ist die primäre Anastomose zu riskant — erst Diskontinuität, dann Rückverlagerung.
Prüfungstipps
- Klassifikation nach Hansen und Stock bis Typ 2c kennen — Prüfer fragen nach Therapieprinzip je Stadium
- Freie Perforation (2c) = immer Notfall-OP — merken!
- Antibiotika-Kombination: Cephalosporin/Fluorchinolon + Metronidazol (Anaerobier)
- Koloskopie: NICHT im akuten Schub → erst 4–6 Wochen später
- Linkes Unterbauch = Sigma = Divertikel (rechts = Appendizitis)
Schlüsselbegriffe
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Pseudodivertikel | Erworbene Ausstülpung von Mukosa/Submukosa durch Muskellücken |
| Divertikelkrankheit | Symptomatische Divertikulose |
| Hansen-und-Stock-Klassifikation | Stadien 0–4 der Divertikelerkrankung |
| Hartmann-OP | Diskontinuitätsresektion: Blindverschluss Rektum + Stoma |
| Kokardenmuster | Sonographisches Zeichen der Darmwandentzündung |
| Aerobilie | Luft in den Gallenwegen — Zeichen des Gallensteinileus (DD) |
| Kolovesikale Fistel | Häufigste Fistelform bei Divertikulitis — führt zu rezidivierenden HWI |
🎓 Jetzt für KP & FSP vorbereiten
Dieses KP-Buch-Kapitel ist Teil unserer Kursvorbereitung. Im All-in-One Masterkurs findest du alle Fachgebiete, Prüfungsprotokolle und Arztbrief-Training.
Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.
Definition 🔗
| Begriff | Bedeutung |
|---|---|
| Divertikel | Ausstülpung der gesamten Darmwand — angeboren (z.B. Meckeldivertikel) |
| Pseudodivertikel | Ausstülpung von Mukosa und Submukosa durch Muskellücken — erworben |
| Divertikulose | Vorhandensein multipler Pseudodivertikel |
| Divertikelkrankheit | Symptomatische Divertikulose |
| Divertikulitis | Entzündung eines Divertikels und seiner Umgebung |
| Komplizierte Divertikulitis | Mit Perforationen, Fisteln oder Abszessen |
Ätiologie 🔗
Nicht beeinflussbar
- Steigendes Lebensalter
- Genetische Faktoren
Beeinflussbar
- Ballaststoffarme Ernährung (Hauptfaktor)
- Übergewicht
- Bewegungsmangel
- Rauchen
Pathophysiologie 🔗
Chronische Obstipation und altersbedingte Bindegewebsschwäche → Ausstülpung der Darmschleimhaut durch Muskellücken der Tunica muscularis. Bevorzugte Lokalisation: Sigma (ca. 75 %).
Symptome & Klinik 🔗
| Typ | Diagnose |
|---|---|
| 0 | Asymptomatische Divertikulose |
| 1 | Akute, unkomplizierte Divertikulitis |
| 2a | Mikroabszess |
| 2b | Makroabszess |
| 2c | Freie Perforation |
| 3a | Symptomatische, unkomplizierte Divertikelkrankheit |
| 3b | Rezidivierende Divertikulitis ohne Komplikationen |
| 3c | Rezidivierende Divertikulitis mit Komplikationen |
| 4 | Divertikelblutung |
Divertikulose
- Meist asymptomatisch
- Evtl. linksseitige Unterbauchschmerzen
Divertikulitis — Leitsymptome
- Akute, progrediente Schmerzen im linken Unterbauch — „Linksappendizitis"
- Fieber
- Stuhlveränderungen (Obstipation/Diarrhö), Flatulenz
- Übelkeit, Erbrechen
- Peritoneale Reizung (lokale Abwehrspannung)
Sonderfall: Zökumdivertikulitis → Schmerzlokalisation im rechten Unterbauch (DD: Appendizitis!)
Bei alten oder immunsupprimierten Patienten kann die klinische Ausprägung sehr mild sein!
Diagnostik 🔗
Körperliche Untersuchung
- Lokalisierte Druckschmerzhaftigkeit mit ggf. Resistenz im linken Unterbauch
- Akutes Abdomen mit lokaler/generalisierter Abwehrspannung: Verdacht auf Perforation
- Digital-rektale Untersuchung
- Körpertemperatur: typischerweise >37,5 °C
Labor
- Leukozytose
- CRP↑
- Urinstatus: DD Urolithiasis/HWI
Bildgebung
Abdomensonographie (Methode der 1. Wahl):
- Nachweis entzündeter Divertikel
- Darmwandverdickung auf >5 mm mit Aufhebung der Wandschichtung
- Kokardenphänomen
- Fettgewebsreaktion in der Umgebung
- Ggf. Nachweis freier Flüssigkeit oder eines Abszesses
CT-Abdomen mit KM (oral, rektal und i.v.):
- Indiziert wenn Sonographie nicht ausreicht
- Nachweis von Komplikationen: Perforation (freie Luft), Abszess, Fistel
Röntgen-Abdomen im Stehen: Nur bei V.a. Perforation (freie Luft)
Koloskopie: Erst 4–6 Wochen nach Abklingen der akuten Phase (Perforationsgefahr!) — zum Ausschluss von Malignom/Stenose
Differentialdiagnosen 🔗
- Colitis ulcerosa / Morbus Crohn
- Appendizitis
- Ischämische Kolitis
- Kolorektales Karzinom
- Reizdarmsyndrom
- Harnwegsinfekt / Urozystitis
- Gynäkologische Erkrankungen (Adnexitis, Extrauteringravidität)
Therapie 🔗
Asymptomatische Divertikulose (Typ 0)
Keine Rückbildung möglich — nur Prophylaxe:
- Ballaststoffreiche Ernährung, viel Flüssigkeit
- Reduktion von fettreicher Nahrung und rotem Fleisch
- Gewichtsreduktion, Nikotinkarenz, Bewegung
Stadiengerechte Therapie
| Typ | Konservative Therapie | Operative Therapie |
|---|---|---|
| 1 | Ggf. ambulant, ggf. Antibiotika | Bei Versagen oder hohem Rezidivrisiko: elektive Sigmaresektion |
| 2a | Stationär + Antibiotika | Bei Versagen: frühelektive Sigmaresektion |
| 2b | Stationär + Antibiotika | Bei Versagen: frühelektive Sigmaresektion; bei Sepsis: Notfall-OP |
| 2c | — | Immer Notfalloperation (Hartmann-OP oder Anlage Ileostoma) |
| 3a | Mesalazin oral | — |
| 3b | Antibiotika im akuten Schub | Ggf. elektive Sigmaresektion (individuelle Abwägung) |
| 3c | — | Elektiv bei Fisteln/Stenosen; Notfall bei Ileus |
| 4 | Koloskopische Blutstillung | — |
Antibiotika: Müssen gramnegative und anaerobe Erreger erfassen:
- Cefuroxim oder Ciprofloxacin + Metronidazol
- Piperacillin/Tazobactam oder Ampicillin/Sulbactam
Diskontinuitätsresektion nach Hartmann: Blindverschluss des Rektums + endständiges Stoma; Kontinuitätswiederherstellung nach 3–6 Monaten.
Komplikationen 🔗
Divertikelblutung (Typ 4)
- Diagnose: Koloskopie; falls nicht möglich: CT-Angiographie oder DSA
- Therapie: Koloskopische Blutstillung → bei Versagen: angiographische Embolisation → OP
Perforation
- Gedeckte Perforation mit perikolischem Abszess → Gefahr der retroperitonealen Ausbreitung (Psoasabszess)
- Freie Perforation mit Peritonitis → Notfall-OP
Fistelbildung
- Meist kolovesikal → rezidivierende Harnwegsinfekte, Urosepsis
- Auch kolovaginal, koloenteral, kolokutan
Darmstenosen → mechanischer Ileus
Prognose 🔗
- Asymptomatische Divertikulose: gute Prognose, konservative Prophylaxe ausreichend
- Akute unkomplizierte Divertikulitis: heilt unter konservativer Therapie in >90 %
- Komplikationen (Perforation, Sepsis): erhöhte Morbidität und Mortalität
✨ Clinical Pearls
**1. Linksappendizitis = Divertikulitis.** Schmerzen im linken Unterbauch + Fieber + CRP↑ bei älterem Patient → Divertikulitis bis zum Beweis des Gegenteils.
**2. Koloskopie erst nach 4–6 Wochen.** Im akuten Entzündungsstadium ist die Perforationsgefahr zu hoch — Endoskopie immer im Intervall!
**3. Zökumdivertikulitis imitiert Appendizitis.** Gleiche Klinik, gleiche Lokalisation — Abgrenzung via Sonographie und CT.
**4. Hartmann-OP = zweizeitige Lösung.** Bei instabilem Patient oder septischem Abdomen ist die primäre Anastomose zu riskant — erst Diskontinuität, dann Rückverlagerung.
Prüfungstipps
- - Klassifikation nach Hansen und Stock bis Typ 2c kennen — Prüfer fragen nach Therapieprinzip je Stadium
- - Freie Perforation (2c) = immer Notfall-OP — merken!
- - Antibiotika-Kombination: Cephalosporin/Fluorchinolon + Metronidazol (Anaerobier)
- - Koloskopie: NICHT im akuten Schub → erst 4–6 Wochen später
- - Linkes Unterbauch = Sigma = Divertikel (rechts = Appendizitis)
Schlüsselbegriffe
Wissen testen
Klicke auf eine Karte, um die Antwort zu sehen.
