★★ Wichtig Neurologie 15 Min.

Cluster-Kopfschmerz

Lernmodus:

Auf einen Blick

  • 1. Stärkste einseitige periorbiale Kopfschmerzattacken mit autonomen Begleitsymptomen
  • 2. Typisch: nachts, 15 min–3 h, bis zu 8 Attacken/Tag in Clusterperioden
  • 3. Pathognomonisch: ipsilateral Tränenfluss + Miosis/Ptosis + Rhinorrhö
  • 4. Akuttherapie: Sumatriptan s.c. oder 100% O₂ — NSAR sind wirkungslos!
  • 5. Prophylaxe: Verapamil (1. Wahl)

Wichtigkeit: ++

Modul: Neurologie / Kopfschmerzen

Lernzeit: ~25 Minuten


Auf einen Blick

1. Stärkster bekannter primärer Kopfschmerz — streng **einseitig**, periorbital/temporal, **15–180 min** Dauer, gehäuft in Clusterperioden

2. Pathognomonisch: ipsilaterale **autonome Begleitsymptome** (Horner-Syndrom, Lakrimation, Rhinorrhoe, konjunktivale Injektion) + **motorische Unruhe** (Gegensatz zur Migräne!)

3. Einteilung: **episodisch** (~80 %, Remissionen ≥3 Monate) vs. **chronisch** (>1 Jahr ohne Remission oder Remission <3 Monate)

4. Akuttherapie: **Sumatriptan 6 mg s.c.** (Goldstandard) + **O₂ 100 % 12–15 L/min** über Maske; NSAR und Opioide sind wirkungslos

5. Prophylaxe: **Verapamil 240–960 mg/d** (1. Wahl, EKG-Kontrolle PR/QT), Lithium, Topiramat, **Galcanezumab** (CGRP-Antikörper, episodisch)


Fallvignette

**Ein 34-jähriger Bauingenieur stellt sich notfallmäßig vor.**

>

Seit 3 Wochen wecken ihn jede Nacht gegen 2 Uhr „höllische, bohrende“ Schmerzen hinter dem linken Auge — Intensität NRS 10/10, Dauer jeweils 60–90 min. Er beschreibt ipsilateral tränendes Auge, verstopfte Nasenhälfte und ein „herabhängendes Oberlid“. Er könne während der Attacke nicht liegen bleiben, laufe umher und schlage sich gegen die Wand. Aktuell rauche er 20 Zig./Tag, am Vorabend hatte er zwei Bier getrunken — kurz darauf folgte eine Attacke. Zwischen den Attacken völlig beschwerdefrei. Neurologischer Status und RR unauffällig.

>

**Welche Diagnose vermuten Sie? Welche Differentialdiagnosen müssen Sie abgrenzen?**


Definition

Der Cluster-Kopfschmerz ist die wichtigste Vertreterin der trigemino-autonomen Kopfschmerzen (TAK). Charakteristisch sind streng einseitige, kurzdauernde (15–180 min), extrem starke Schmerzen im Bereich von Auge, Schläfe und Stirn, begleitet von ipsilateralen autonomen Symptomen und motorischer Unruhe. Die Attacken treten gehäuft in umschriebenen Clusterperioden (Wochen bis Monate) mit freien Intervallen auf.

Epidemiologie: Prävalenz ~0,1 %, Erstmanifestation 20.–40. LJ, ♂ > ♀ (3:1), positive Familienanamnese in 5–20 %.


Ätiologie & Risikofaktoren

Pathogenetische Faktoren

  • **Hypothalamische Dysfunktion** (posteriorer Hypothalamus) als zentraler Oszillator — erklärt zirkadiane und zirkannuale Rhythmik
  • Aktivierung des **trigemino-autonomen Reflexes** → Schmerz + parasympathische Hyperaktivität + sympathische Hypoaktivität (partielles Horner-Syndrom)
  • Genetische Komponente (HCRTR2-Polymorphismen)

Risikofaktoren & Trigger

Kategorie Faktor
**Lifestyle** Nikotinabusus (bei bis zu 80 % der Patienten!)
**Akute Trigger (nur in Clusterperiode)** **Alkohol** (auch geringste Mengen!), Nitroglycerin, Histamin
**Weitere Provokation** Hitze, Anstrengung, Schlaf (REM-Phasen), Höhenlage
**Zirkadian** Nächtliches Maximum, oft 1–2 h nach Einschlafen
**Zirkannual** Frühjahr/Herbst-Häufung

**Cave:** In der Clusterperiode ist bereits 1 Glas Bier ein sicherer Trigger — strikte Alkoholkarenz. In der Remission ist Alkohol meist unproblematisch.


Klassifikation (ICHD-3)

Form Häufigkeit Kriterien
**Episodisch (eCH)** ~80 % Clusterperioden 7 Tage bis 1 Jahr, Remissionen **≥3 Monate**
**Chronisch (cCH)** ~20 % Attacken >1 Jahr **ohne Remission** oder Remissionen **<3 Monate**

Pathophysiologie

1. Trigger (Alkohol, Nitroglycerin, Histamin, REM-Schlaf) aktivieren den posterioren Hypothalamus

2. Aktivierung des trigeminalen Systems (V1) → periorbitaler Schmerz, Freisetzung von CGRP und VIP

3. Reflexaktivierung des Ncl. salivatorius superior (parasympathisch) → Lakrimation, Rhinorrhoe, nasale Kongestion, konjunktivale Injektion

4. Gleichzeitige Beeinträchtigung der ipsilateralen sympathischen Bahn am Sinus cavernosus → partielles Horner-Syndrom (Ptosis, Miosis, Anhidrose fehlt meist)


Symptome & Klinik

Kopfschmerzcharakteristik

  • **Streng einseitig** (selten Seitenwechsel zwischen Clusterperioden)
  • **Periorbital / retroorbital / temporal**
  • Qualität: bohrend, brennend, „glühendes Eisen hinter dem Auge“
  • Intensität: **stärkste vorstellbare Schmerzen** (NRS 9–10/10)
  • Dauer: **15–180 min** (unbehandelt)
  • Frequenz: **1 × alle 2 Tage bis 8 ×/Tag**
  • Typisch: nächtliches Auftreten zur **immer gleichen Uhrzeit** („alarm clock headache“)

Ipsilaterale autonome Begleitsymptome (pathognomonisch, ≥1 gefordert)

  • **Lakrimation** (Tränenfluss)
  • **Konjunktivale Injektion** (gerötetes Auge)
  • **Rhinorrhoe** / nasale Kongestion
  • **Schwitzen** an Stirn/Gesicht
  • **Partielles Horner-Syndrom**: Ptosis + Miosis (Anhidrose meist fehlend)
  • Ohrrötung, Lidödem

Verhalten während der Attacke

  • **Motorische Unruhe** — Umherlaufen, Schaukeln, Schlagen gegen den Kopf
  • **Wichtig:** Gegensatz zur Migräne → Cluster-Patient **läuft**, Migräne-Patient **liegt still** im dunklen Raum!

Diagnostik

Anamnese (wichtigster Baustein)

  • Einseitigkeit, Lokalisation, Dauer, Frequenz, zirkadiane Rhythmik
  • Autonome Symptome (strukturiert abfragen!)
  • Verhalten während der Attacke (Unruhe vs. Rückzug)
  • Trigger (Alkohol, Nitroglycerin)
  • Raucheranamnese

Körperliche/neurologische Untersuchung

  • Zwischen den Attacken **unauffällig**
  • Während der Attacke: partielles Horner-Syndrom, konjunktivale Injektion, Lakrimation

Bildgebung — obligatorisch bei Erstdiagnose

  • **MRT Schädel mit KM** zum Ausschluss sekundärer Ursachen (Hypophysenadenom, Dissektion der A. carotis, arteriovenöse Malformation, parasellärer Tumor)
  • CT/MR-Angiographie bei V.a. Gefäßpathologie

Provokationstests (nur bei diagnostischer Unsicherheit)

  • **Nitroglycerin-Test:** 0,8–1 mg sublingual provoziert in Clusterperiode bei ~80 % eine typische Attacke
  • Nicht in Remission durchführen!

Labor

  • Unauffällig — keine spezifischen Biomarker
  • Bei atypischen Verläufen: BSG, CRP (Riesenzellarteriitis bei älteren Patienten)

Differentialdiagnosen

DD Abgrenzung
**Migräne** Längere Attacken (4–72 h), beidseitig möglich, Übelkeit/Photophobie, Rückzug statt Unruhe, meist keine autonomen Symptome
**Trigeminusneuralgie** Blitzartige Sekundenattacken, Trigger durch Berührung/Kauen, V2/V3 >> V1, keine autonomen Symptome
**Paroxysmale Hemikranie** Kürzere Attacken (2–30 min), höhere Frequenz (>5/d), **absolutes Ansprechen auf Indometacin** (diagnostisch!)
**SUNCT/SUNA** Sehr kurz (5–240 s), sehr hohe Frequenz (>100/d), Konjunktivalinjektion + Lakrimation obligat
**Hemicrania continua** Dauerschmerz mit Exazerbationen, Indometacin-responsiv
**Sekundäre Ursachen** Hypophysenadenom, Karotisdissektion, parasellärer Tumor, Sinusitis — MRT!
**Akuter Glaukomanfall** Einseitiger periorbitaler Schmerz + rotes Auge, aber: harter Bulbus, Mydriasis (!), Visusverlust, Erbrechen

Therapie

Akuttherapie (Attacke)

Therapie Dosierung Evidenz / Besonderheit
**Sumatriptan s.c.** **6 mg s.c.** (Autoinjektor) **Goldstandard**, Wirkungseintritt 5–15 min, bis 2 × 6 mg/24 h
**Sauerstoff 100 %** **12–15 L/min** über dicht sitzende Gesichtsmaske (kein Nasenbrille!), 15–20 min, aufrecht sitzend Wirksam bei ~70 %, nebenwirkungsfrei, jederzeit wiederholbar
**Zolmitriptan intranasal** 5–10 mg Alternative bei s.c.-Unverträglichkeit
**Lidocain 4 %** intranasal 1 ml ipsilateral Reserveoption
**Octreotid s.c.** 100 µg Bei Triptan-Kontraindikation (KHK!)

**Kontraindiziert/wirkungslos bei Cluster:** **NSAR, Paracetamol, orale Triptane, Opioide** — zu langsamer Wirkeintritt bzw. unwirksam.

Überbrückungstherapie (Bridging, bis Prophylaxe wirkt)

  • **Kortikosteroide**: Prednisolon 100 mg/d × 5 Tage, dann in 5 Tagen ausschleichen
  • **Occipitalisblockade** (ipsilateral): Methylprednisolon + Lokalanästhetikum → wirksam für Wochen

Prophylaxe

Wirkstoff Dosierung Bemerkung
**Verapamil (1. Wahl)** **240–960 mg/d** (einschleichend in 80-mg-Schritten) EKG-Kontrolle vor jeder Steigerung (**PR- und QT-Verlängerung, AV-Block**)
**Lithium** 600–1500 mg/d (Spiegel 0,6–1,2 mmol/L) Besonders chronischer Cluster, enge Überwachung (Nierenfunktion, TSH)
**Topiramat** 100–200 mg/d Alternative, Nebenwirkungen: Parästhesien, Gewichtsverlust, Nephrolithiasis
**Galcanezumab (CGRP-mAb)** 300 mg s.c. monatlich Zugelassen für **episodischen** Cluster-Kopfschmerz
**Melatonin** 10 mg abends Add-on, bei zirkadianer Dysfunktion

Interventionell (bei therapierefraktärem chronischem Cluster)

  • **Occipitalisblockade** wiederholt
  • **N.-occipitalis-major-Stimulation (ONS)**
  • **Tiefe Hirnstimulation (DBS)** des posterioren Hypothalamus (Ultima ratio)
  • **SPG-Stimulation** (Ganglion sphenopalatinum)

Allgemeinmaßnahmen

  • **Absolute Alkoholkarenz** in der Clusterperiode
  • Nikotinstopp (reduziert Attackenfrequenz bei Langzeitverlauf)
  • Schlafhygiene
  • Meidung von Triggern (Nitroglycerin-haltige Medikamente, Histamin)

Komplikationen

  • **Suizidalität** — Cluster-Kopfschmerz wird „Suicide Headache“ genannt wegen extremer Schmerzintensität
  • Selbstverletzendes Verhalten während der Attacke (Schlagen gegen Wand)
  • **Medikamenteninduzierter Kopfschmerz** bei Überdosierung von Triptanen (selten bei s.c.)
  • **Verapamil-induzierter AV-Block** bei unzureichender EKG-Kontrolle
  • Depression, Angststörungen, Arbeitsplatzverlust
  • **Transition** episodisch → chronisch (~10 % der Patienten)

Prognose

  • Episodischer Cluster: meist günstig mit Remissionen, bei vielen Patienten natürliche Milderung im höheren Lebensalter (>60 J.)
  • Chronischer Cluster: schwieriger, oft therapierefraktär
  • Unter leitliniengerechter Akut- + Prophylaxetherapie bei >80 % der Patienten gute Kontrolle der Attackenfrequenz
  • Lebenserwartung **nicht reduziert**, aber massiv eingeschränkte Lebensqualität in der Clusterperiode

Prävention

  • Strikte **Alkoholkarenz** in bekannter Clusterperiode (bereits kleine Mengen lösen Attacken aus)
  • Meidung auslösender Medikamente (Nitroglycerin, Sildenafil, Histamin-haltige Substanzen)
  • Nikotinstopp — reduziert langfristig Attackenfrequenz
  • Frühzeitiger Beginn der Prophylaxe bei Clusteranbruch (Verapamil + Bridging mit Prednisolon 5 Tage)
  • Patientenschulung: Attacken-Tagebuch, Triggerprotokoll, Schulung zur Sumatriptan-Autoinjektor-Anwendung und O₂-Inhalation
  • Bereitstellung eines tragbaren O₂-Systems mit Maske am Arbeitsplatz und zu Hause
  • Psychosoziale Begleitung (Screening auf Depression und Suizidalität) wegen „Suicide Headache“-Charakteristik

Clinical Pearls

  • **Cluster vs. Migräne — der wichtigste Vignetten-Trick:** Cluster-Patient läuft **unruhig umher**, Migränepatient liegt **still im dunklen Raum**. Das ist fast immer die gesuchte Unterscheidung.
  • **NSAR und Opioide sind wirkungslos** — häufigste Prüfungsfalle. Nur Sumatriptan s.c. und O₂ 100 % wirken akut.
  • **Sauerstoff nur über Maske 12–15 L/min** — Nasenbrille ist unzureichend (kein ausreichender FiO₂).
  • **Verapamil-Dosis bis 960 mg/d** deutlich höher als kardiologisch üblich — **EKG vor jeder Steigerung** (PR/QT, AV-Block).
  • **Partielles Horner-Syndrom** ist typisch: Ptosis + Miosis **ohne Anhidrose** (sudomotorische Fasern verlaufen nicht durch Sinus cavernosus).
  • **Alkohol in Remission meist unproblematisch**, in der Clusterperiode dagegen sicherer Trigger — wichtige Patientenaufklärung.
  • **MRT bei Erstdiagnose obligatorisch** — Hypophysenadenom, Karotisdissektion und parasellärer Tumor können klinisch identische Attacken auslösen.
  • **Paroxysmale Hemikranie** ist die wichtigste DD — ähnliche Klinik, aber kürzer, häufiger und **absolut Indometacin-responsiv** (therapeutischer Test).
  • Sumatriptan s.c. ist bei KHK/unkontrolliertem Hypertonus kontraindiziert — Alternative **100 % O₂** oder **Octreotid s.c.**
  • **Galcanezumab** ist der erste zugelassene CGRP-Antikörper für episodischen Cluster — Einstieg in die Ära monoklonaler Antikörper auch bei TAK.

Verwandte Themen

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Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.

Definition 🔗

Primäre Kopfschmerzerkrankung mit stärksten, streng einseitigen Schmerzen im Augenbereich. Attacken treten gehäuft in Clusterperioden auf — oft nachts zur selben Uhrzeit. Erstmanifestation 15.–25. LJ. ♂ > ♀ (3:1).

Ätiologie 🔗

  • Primär (häufig): Hypothalamische Dysfunktion (zirkadiane Steuerung)
  • Trigger: Alkohol (während Clusterperiode!), Nitroglyzerin, Histamin
  • Sekundär (selten): Raumforderungen, Gefäßfehlbildungen → immer MRT

Symptome & Klinik 🔗

Form Häufigkeit Charakteristik
Episodisch ~75% Clusterperioden mit freien Intervallen ≥3 Monate
Chronisch ~25% >1 Jahr ohne Remission oder Remission <3 Monate

Kopfschmerz

  • Streng einseitig, periorbital, stechend-brennend
  • 15 min – 3 h pro Attacke, bis 8×/Tag
  • Häufig nachts, weckt den Patienten

Ipsilaterale autonome Symptome (pathognomonisch)

  • Konjunktivale Injektion + Tränenfluss
  • Inkomplettes Horner-Syndrom (Ptosis/Miosis)
  • Rhinorrhö, Schwitzen

Verhalten während Attacke

  • Motorische Unruhe — läuft umher (Gegensatz zur Migräne: Rückzug!)

Diagnostik 🔗

  • Klinische Diagnose: Einseitig + autonom + uhrzeitgebunden + Unruhe
  • Nitroglyzerin-Test: Provoziert Attacke bei ~80% während Clusterperiode
  • MRT Schädel: Obligat bei Erstdiagnose (Ausschluss sekundär)

Differentialdiagnosen 🔗

DD Abgrenzung
Migräne Längere Dauer, Übelkeit, Patient sucht Ruhe
Trigeminusneuralgie Sekundenattacken, Trigger durch Berührung
Paroxysmale Hemikranie Kürzer (2-30 min), spricht auf Indometacin an

Therapie 🔗

Akuttherapie

Therapie Details
Sumatriptan s.c. 6 mg, Wirkung ~10 min
100% O₂ 12-15 l/min, 15 min
Lidocain nasal Alternative

NSAR und Opioide sind beim Cluster-Kopfschmerz wirkungslos!

Prophylaxe

1. Wahl Alternative
Verapamil (EKG-Kontrollen!) Lithium, Kortikosteroide (Überbrückung)

✨ Clinical Pearls

Cluster vs. Migräne: Cluster-Patient läuft unruhig umher, Migränepatient liegt still — DAS wird gefragt!

NSAR und Opioide sind wirkungslos — häufigste Prüfungsfalle. Nur Sumatriptan s.c. und O₂ wirken.

Verapamil-Prophylaxe: EKG-Kontrollen Pflicht wegen AV-Block-Risiko.

Prüfungstipps

  • - Fallvignette: „Mann, 25 J., nachts stärkste einseitige KS + Tränenfluss + Miosis" → Cluster
  • - Akuttherapie = Sumatriptan s.c. + O₂ — NICHT Ibuprofen!
  • - Prophylaxe = Verapamil (nicht Metoprolol = Migräne)
  • - Unruhe = Cluster; Ruhebedürfnis = Migräne

Schlüsselbegriffe

BegriffClusterperiodeHorner-SyndromSumatriptanVerapamil

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