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\n Prüfungsrelevanz: Hoch\n ⏱ 8 Min\n
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A) Anamnese
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Arzt\n
Guten Tag, Herr {PAT_NAME}. Ich bin {DOC_NAME}, Assistenzarzt in der Inneren Medizin. Was führt Sie heute zu uns?
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Patient\n
Guten Tag. Ich habe seit ungefähr drei Wochen starken Durchfall. Anfangs dachte ich, es geht vorbei, aber es wird immer schlimmer.
\n (wirkt erschöpft, hält sich den Bauch)\n
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Arzt\n
Das tut mir leid zu hören. Können Sie mir den Durchfall genauer beschreiben? Wie oft müssen Sie zur Toilette?
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Patient\n
Am Anfang waren es fünf- oder sechsmal am Tag. Jetzt sind es manchmal bis zu 15-mal. Auch nachts wache ich drei- bis viermal auf und muss dringend.
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Arzt\n
Das ist sehr belastend. Wie sieht der Stuhl aus? Haben Sie Blut oder Schleim bemerkt?
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Patient\n
Ja, da ist Blut dabei. Der Stuhl ist gelblich und schleimig. Das macht mir große Sorgen.
\n (senkt den Blick)\n
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Arzt\n
Ich verstehe Ihre Sorge. Haben Sie auch Bauchschmerzen?
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Patient\n
Ja, starke Krämpfe, besonders vor dem Stuhlgang. Danach wird es kurz besser, aber dann fängt es wieder an.
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Arzt\n
Haben Sie Fieber gehabt oder ungewollt Gewicht verloren?
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Patient\n
Ja, ich hatte mehrmals Fieber, so um die 38,5 Grad. Und ich habe bestimmt vier oder fünf Kilo abgenommen.
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Arzt\n
Haben Sie in letzter Zeit Antibiotika eingenommen oder waren Sie im Ausland?
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Patient\n
Nein, keine Antibiotika und ich war auch nicht verreist.
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Arzt\n
Gibt es in Ihrer Familie Darmerkrankungen oder andere chronische Krankheiten?
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Patient\n
Mein Onkel hatte, glaube ich, etwas mit dem Darm. Er wurde auch operiert, aber ich weiß nicht genau, was es war.
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Arzt\n
Rauchen Sie oder trinken Sie regelmäßig Alkohol?
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Patient\n
Nein, ich rauche nicht und trinke nur selten ein Bier.
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B) Aufklärung
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Arzt\n
Herr {PAT_NAME}, aufgrund Ihrer Beschwerden vermute ich eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung. Das ist eine Erkrankung, bei der sich der Darm immer wieder entzündet.
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Patient\n
Ist das gefährlich? Kann man das heilen?
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Arzt\n
Die Erkrankung ist gut behandelbar. Mit den richtigen Medikamenten können wir die Entzündung kontrollieren. Eine vollständige Heilung ist zwar nicht möglich, aber viele Patienten haben lange beschwerdefreie Phasen.
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Patient\n
Welche Untersuchungen machen Sie jetzt?
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Arzt\n
Wir nehmen zuerst Blut ab, um die Entzündungswerte zu prüfen. Dann brauchen wir eine Darmspiegelung mit Gewebeproben. So können wir die genaue Diagnose stellen und zwischen den verschiedenen Formen unterscheiden.
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Patient\n
Und wie wird das dann behandelt?
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Arzt\n
Bei einem schweren Schub wie bei Ihnen geben wir zunächst entzündungshemmende Medikamente über die Vene. Danach erfolgt eine Umstellung auf Tabletten. Das Ziel ist, die Entzündung zu stoppen und Rückfälle zu verhindern.
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C) Umgang mit Reaktionen
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Bei Angst
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Patient\n
Aber Darmerkrankung… das könnte doch auch Krebs sein, oder?
\n (sichtlich beunruhigt)\n
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Arzt\n
Ich verstehe Ihre Sorge, das ist eine natürliche Reaktion. Ihre Beschwerden sprechen aber eher für eine Entzündung als für Krebs. Die Darmspiegelung wird uns Klarheit geben. Wir nehmen Gewebeproben und können so sicher zwischen den verschiedenen Ursachen unterscheiden. Haben Sie dazu noch Fragen?
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Bei Bagatellisierung
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Patient\n
Ach, vielleicht ist das nur Stress. Ich komme nächste Woche wieder, wenn es nicht besser wird.
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Arzt\n
Ich nehme Ihre Beschwerden ernst. Blut im Stuhl, Fieber und dieser starke Gewichtsverlust sind Zeichen, die wir heute abklären sollten. Bei einer schweren Darmentzündung kann es ohne Behandlung zu ernsthaften Komplikationen kommen. Ich empfehle dringend, dass wir Sie heute stationär aufnehmen.
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Prüfungsfokus
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So fragt der Prüfer häufig:
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- „Führen Sie jetzt die Anamnese durch.“
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- „Klären Sie den Patienten über die Diagnose auf.“
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- „Der Patient hat Angst vor Krebs. Wie reagieren Sie?“
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Häufige Fehler:
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- Fachbegriffe gegenüber dem Patienten verwenden (z. B. „Koloskopie“ statt „Darmspiegelung“)
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- Keine Rückfragen stellen („Haben Sie das verstanden?“)
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- Emotionen des Patienten ignorieren
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- Keine Reiseanamnese oder Medikamentenanamnese erheben
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Satzbausteine:
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- „Können Sie mir die Beschwerden genauer beschreiben?“
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- „Seit wann haben Sie diese Beschwerden?“
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- „Gibt es etwas, das die Beschwerden verstärkt oder lindert?“
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- „Ich verstehe Ihre Sorge. Lassen Sie mich Ihnen erklären…“
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