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Auf einen Blick
1. Hypercortisolismus — endogen (Tumor) oder exogen (iatrogen durch Kortikosteroide) 2. Einteilung: ACTH-abhängig (Morbus Cushing, ektopes ACTH) vs. ACTH-unabhängig (NNR-Adenom) 3. Leitsymptome: Stammfettsucht, Vollmondgesicht, Striae rubrae, Muskelschwäche 4. Screeningtest: Dexamethason-Hemmtest (1 mg Overnight) → Cortisol ≥ 50 nmol/L = pathologisch 5. Therapie: bei Morbus Cushing transsphenoidale Adenomektomie (Hypophyse)
Eine 38-jährige Patientin stellt sich vor mit Gewichtszunahme von 12 kg in 8 Monaten, Muskelschwäche und neu aufgetretenem Bluthochdruck.
Die Patientin berichtet über zunehmende Schwäche beim Treppensteigen, Stimmungsschwankungen und leichte Blutergüsse nach Bagatelltraumen. In der körperlichen Untersuchung fällt ein Vollmondgesicht mit stammbetonter Adipositas und livide Striae an Bauch und Oberschenkeln auf. RR 165/95 mmHg, Nüchternglukose 7,8 mmol/l. Morgentliches Serumcortisol: 650 nmol/l (Norm <550). Im 1-mg-Dexamethason-Hemmtest kein ausreichender Cortisol-Abfall (Cortisol nach Hemmtest: 210 nmol/l).
Welche Diagnose vermuten Sie? Welche Diagnostik leiten Sie ein?
Cushing-Syndrom
Auf einen Blick
Hypercortisolismus — endogen (Tumor) oder exogen (iatrogen durch Kortikosteroide)
Einteilung: ACTH-abhängig (Morbus Cushing, ektopes ACTH) vs. ACTH-unabhängig (NNR-Adenom)
Leitsymptome: Stammfettsucht, Vollmondgesicht, Striae rubrae, Muskelschwäche
Screeningtest: Dexamethason-Hemmtest (1 mg Overnight) → Cortisol ≥ 50 nmol/L = pathologisch
Therapie: bei Morbus Cushing transsphenoidale Adenomektomie (Hypophyse)
Fallvignette
Eine 38-jährige Patientin stellt sich vor mit Gewichtszunahme von 12 kg in 8 Monaten, Muskelschwäche und neu aufgetretenem Bluthochdruck.
Die Patientin berichtet über zunehmende Schwäche beim Treppensteigen, Stimmungsschwankungen und leichte Blutergüsse nach Bagatelltraumen. In der körperlichen Untersuchung fällt ein Vollmondgesicht mit stammbetonter Adipositas und livide Striae an Bauch und Oberschenkeln auf. RR 165/95 mmHg, Nüchternglukose 7,8 mmol/l. Morgentliches Serumcortisol: 650 nmol/l (Norm <550). Im 1-mg-Dexamethason-Hemmtest kein ausreichender Cortisol-Abfall (Cortisol nach Hemmtest: 210 nmol/l).
Welche Diagnose vermuten Sie? Welche Diagnostik leiten Sie ein?
Definition
Klinisches Syndrom durch chronischen Hypercortisolismus — unabhängig von der Ursache.
Morbus Cushing : ACTH-produzierendes Hypophysenadenom (häufigste endogene Ursache, 70 %)
Cushing-Syndrom : Oberbegriff (inkl. iatrogen, ektopes ACTH, NNR-Adenom)
Iatrogens Cushing : Häufigste Gesamtursache (exogene Kortikosteroide)
Ätiologie & Risikofaktoren
ACTH-abhängig (80 % der endogenen Fälle)
Ursache
Anteil
Details
Morbus Cushing
~70 %
ACTH-Adenom der Hypophyse (meist Mikroadenom)
Ektopes ACTH-Syndrom
~10 %
Paraneoplastisch: SCLC, Karzinoide, Thymom
ACTH-unabhängig (20 % der endogenen Fälle)
Ursache
Details
NNR-Adenom
Einseitig, autonome Cortisolproduktion
NNR-Karzinom
Selten, große Tumoren, auch Androgene ↑
Bilaterale NNR-Hyperplasie
PPNAD, McCune-Albright-Syndrom
Iatrogen (häufigste Ursache gesamt)
Systemische Kortikosteroide > 3 Wochen (Prednisolon > 7,5 mg/d)
Inhalative, topische oder intraartikuläre Steroide (selten)
Pathophysiologie
Cortisolwirkungen — alle überschießend bei Cushing
Effekt
Klinische Manifestation
Glukoneogenese ↑
Diabetische Stoffwechsellage
Fettumverteilung
Stammfettsucht, Vollmondgesicht, Büffelnacken
Proteinkatabolismus
Muskelschwäche, Hautatrophie, Striae
Immunsuppression
Infektanfälligkeit
Mineralokortikoid-Effekt
Hypertonie, Hypokaliämie
Osteoporose
Hemmung der Osteoblasten
ZNS-Effekte
Depression, kognitive Störungen
Symptome & Klinik
Klassische Trias
Stammfettsucht (zentripetale Fettverteilung mit dünnen Extremitäten)
Vollmondgesicht (Moon face)
Büffelnacken (dorsozervikaler Fettbuckel)
Weitere Symptome
Symptom
Häufigkeit
Striae rubrae (> 1 cm breit, rötlich)
Spezifisch!
Arterielle Hypertonie
> 80 %
Muskelschwäche (proximal)
Häufig
Hyperglykämie / Diabetes
Häufig
Osteoporose / Frakturen
Häufig
Oligo-/Amenorrhoe
Frauen
Hirsutismus, Akne
Frauen (Androgene)
Depressionen, Psychose
Häufig
Hautinfektionen (Pilze)
Häufig
Ödeme
Mineralokortikoid-Effekt
Wachstumsstörung
Kinder
Unterschied Morbus Cushing vs. ektopes ACTH
Merkmal
Morbus Cushing
Ektopes ACTH
Verlauf
Langsam
Schnell
Hyperpigmentierung
Gering
Stark (ACTH-Effekt)
Hypokaliämie
Selten
Häufig
Cortisol
Mäßig erhöht
Stark erhöht
Diagnostik
Schritt 1: Screening (Hypercortisolismus nachweisen)
Test
Methode
Pathologisch
1 mg-Dexamethason-Hemmtest
1 mg Dexa um 23 Uhr → Cortisol 8 Uhr
Cortisol ≥ 50 nmol/L (1,8 µg/dl)
24h-Urin-Cortisol
Freies Cortisol im 24h-Sammelurin
> 3× obere Normgrenze
Speichelcortisol (mitternachts)
Tagesprofilverlust
Erhöht um 24 Uhr
Schritt 2: ACTH-abhängig oder unabhängig?
ACTH-Serum messen
ACTH niedrig/supprimiert → ACTH-unabhängig (NNR-Adenom/-Karzinom)
ACTH erhöht → ACTH-abhängig (Morbus Cushing oder ektopes ACTH)
Schritt 3: Lokalisation bei ACTH-Abhängigkeit
Test
Morbus Cushing
Ektopes ACTH
Hochdosis-Dexamethason-Hemmtest (8 mg)
Suppression > 50 %
Keine Suppression
CRH-Stimulationstest
ACTH ↑
Kein Anstieg
Sinus petrosus inferior Katheter (IPSS)
Gradient zentral/peripher > 2
Kein Gradient
MRT Hypophyse
Mikroadenom
Normal
CT-Thorax/Abdomen
Normal
Tumor sichtbar
Differentialdiagnosen
Erkrankung
Unterscheidung
Adipositas
Keine Striae rubrae, keine Muskelschwäche, Cortisol normal
Metabolisches Syndrom
Dexamethason-Hemmtest negativ
Alkohol-Pseudocushing
Alkoholanamnese, normalisiert sich nach Abstinenz
Depression
Kortisol mäßig erhöht, aber Hemmtest meist normal
Polyzystisches Ovarsyndrom
LH/FSH-Ratio, Androgene, Cortisol normal
Therapie
Je nach Ursache
Ursache
Therapie der Wahl
Morbus Cushing
Transsphenoidale Adenomektomie (neurochirurgisch)
NNR-Adenom
Laparoskopische Adrenalektomie
NNR-Karzinom
Adrenalektomie + Mitotane + Chemotherapie
Ektopes ACTH
Resektion des Primärtumors
Iatrogen
Schrittweise Steroidreduktion (Ausschleichen!)
Medikamentöse Therapie (überbrückend oder bei Inoperabilität)
Medikament
Wirkmechanismus
Ketoconazol
Hemmung der Cortisolsynthese (CYP-Hemmung)
Metyrapon
Hemmung der 11β-Hydroxylase
Pasireotid
Somatostatinanalogon bei Morbus Cushing
Mifepriston
Glukokortikoidrezeptorantagonist
Postoperativ
Nach erfolgreicher OP: Cortisolsubstitution nötig (kontralaterale NNR atrophiert)
Ausschleichen über Monate bis zur NNR-Erholung
Komplikationen
Addisonkrise nach Operation (NNR-Insuffizienz)
Osteoporosebedingte Frakturen
Kardiovaskuläre Erkrankungen (Hypertonie, KHK, Thrombosen)
Psychiatrische Erkrankungen (Depression , Psychose)
Opportunistische Infektionen
Wachstumshormon-Mangel nach Hypophysenoperation
Prognose
Morbus Cushing nach kurativer OP: Remissionsrate ~70–80 %
Rezidivrate ~15–25 % nach 10 Jahren
NNR-Adenom nach OP: sehr gute Prognose
NNR-Karzinom: 5-JÜR ~40 % (schlechte Prognose)
Prävention
Keine spezifische Prävention (endogene Formen)
Iatrogens Cushing: niedrigste wirksame Steroiddosis, lokale Applikation bevorzugen
Klinische Perlen
Striae rubrae > 1 cm Breite sind hochspezifisch für Hypercortisolismus — im Gegensatz zu Striae gravidarum (weiß, schmal)
1 mg-Dexamethason-Hemmtest als Screening: falsch-positiv bei Adipositas, Depression, Alkohol → Bestätigung mit 24h-Cortisol oder Speichelcortisol
Ektopes ACTH kommt schnell und heftig — starke Hypokaliämie + Hyperpigmentierung bei bekanntem SCLC → sofort an Cushing denken
Ausschleichen nach iatrogen nie abrupt — NNR-Suppression kann Monate anhalten → schrittweise Reduktion obligat
Prüfungstipps
Screeningtest : 1 mg-Dexamethason-Hemmtest (overnight)
ACTH-abhängig vs. unabhängig : ACTH-Serum messen → Weichenstellung
Hochdosis-Dexamethason-Hemmtest : unterdrückt Morbus Cushing, nicht ektopes ACTH
Transsphenoidale Operation = Therapie der Wahl bei Morbus Cushing
Iatrogenes Cushing : häufigste Form, schrittweise Steroidreduktion
Schlüsselbegriffe
Begriff
Bedeutung
Hypercortisolismus
Chronisch erhöhter Cortisolspiegel
Morbus Cushing
ACTH-Adenom der Hypophyse
Ektopes ACTH
Paraneoplastisch (SCLC, Karzinoide)
Stammfettsucht
Zentripetale Fettverteilung bei Hypercortisolismus
Striae rubrae
Rötliche, > 1 cm breite Dehnungsstreifen — spezifisch
Dexamethason-Hemmtest
Screening: 1 mg overnight → Cortisol ≥ 50 nmol/L = pathologisch
IPSS
Sinus petrosus inferior Sampling — Goldstandard Lokalisation
Transsphenoidale Adenomektomie
Therapie der Wahl bei Morbus Cushing
Ketoconazol
Medikamentöse Cortisolsynthesehemmung
Büffelnacken
Dorsozervikaler Fettbuckel bei Cushing
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Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.
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Definition
🔗
Klinisches Syndrom durch chronischen Hypercortisolismus — unabhängig von der Ursache.
Morbus Cushing : ACTH-produzierendes Hypophysenadenom (häufigste endogene Ursache, 70 %)
Cushing-Syndrom : Oberbegriff (inkl. iatrogen, ektopes ACTH, NNR-Adenom)
Iatrogens Cushing : Häufigste Gesamtursache (exogene Kortikosteroide)
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Ätiologie
🔗
ACTH-abhängig (80 % der endogenen Fälle)
Ursache
Anteil
Details
Morbus Cushing
~70 %
ACTH-Adenom der Hypophyse (meist Mikroadenom)
Ektopes ACTH-Syndrom
~10 %
Paraneoplastisch: SCLC, Karzinoide, Thymom
ACTH-unabhängig (20 % der endogenen Fälle)
Ursache
Details
NNR-Adenom
Einseitig, autonome Cortisolproduktion
NNR-Karzinom
Selten, große Tumoren, auch Androgene ↑
Bilaterale NNR-Hyperplasie
PPNAD, McCune-Albright-Syndrom
Iatrogen (häufigste Ursache gesamt)
Systemische Kortikosteroide > 3 Wochen (Prednisolon > 7,5 mg/d)
Inhalative, topische oder intraartikuläre Steroide (selten)
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⚙️
Pathophysiologie
🔗
Cortisolwirkungen — alle überschießend bei Cushing
Effekt
Klinische Manifestation
Glukoneogenese ↑
Diabetische Stoffwechsellage
Fettumverteilung
Stammfettsucht, Vollmondgesicht, Büffelnacken
Proteinkatabolismus
Muskelschwäche, Hautatrophie, Striae
Immunsuppression
Infektanfälligkeit
Mineralokortikoid-Effekt
Hypertonie, Hypokaliämie
Osteoporose
Hemmung der Osteoblasten
ZNS-Effekte
Depression, kognitive Störungen
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🩺
Symptome & Klinik
🔗
Klassische Trias
Stammfettsucht (zentripetale Fettverteilung mit dünnen Extremitäten)
Vollmondgesicht (Moon face)
Büffelnacken (dorsozervikaler Fettbuckel)
Weitere Symptome
Symptom
Häufigkeit
Striae rubrae (> 1 cm breit, rötlich)
Spezifisch!
Arterielle Hypertonie
> 80 %
Muskelschwäche (proximal)
Häufig
Hyperglykämie / Diabetes
Häufig
Osteoporose / Frakturen
Häufig
Oligo-/Amenorrhoe
Frauen
Hirsutismus, Akne
Frauen (Androgene)
Depressionen, Psychose
Häufig
Hautinfektionen (Pilze)
Häufig
Ödeme
Mineralokortikoid-Effekt
Wachstumsstörung
Kinder
Unterschied Morbus Cushing vs. ektopes ACTH
Merkmal
Morbus Cushing
Ektopes ACTH
Verlauf
Langsam
Schnell
Hyperpigmentierung
Gering
Stark (ACTH-Effekt)
Hypokaliämie
Selten
Häufig
Cortisol
Mäßig erhöht
Stark erhöht
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🔍
Diagnostik
🔗
Schritt 1: Screening (Hypercortisolismus nachweisen)
Test
Methode
Pathologisch
1 mg-Dexamethason-Hemmtest
1 mg Dexa um 23 Uhr → Cortisol 8 Uhr
Cortisol ≥ 50 nmol/L (1,8 µg/dl)
24h-Urin-Cortisol
Freies Cortisol im 24h-Sammelurin
> 3× obere Normgrenze
Speichelcortisol (mitternachts)
Tagesprofilverlust
Erhöht um 24 Uhr
Schritt 2: ACTH-abhängig oder unabhängig?
ACTH-Serum messen
ACTH niedrig/supprimiert → ACTH-unabhängig (NNR-Adenom/-Karzinom)
ACTH erhöht → ACTH-abhängig (Morbus Cushing oder ektopes ACTH)
Schritt 3: Lokalisation bei ACTH-Abhängigkeit
Test
Morbus Cushing
Ektopes ACTH
Hochdosis-Dexamethason-Hemmtest (8 mg)
Suppression > 50 %
Keine Suppression
CRH-Stimulationstest
ACTH ↑
Kein Anstieg
Sinus petrosus inferior Katheter (IPSS)
Gradient zentral/peripher > 2
Kein Gradient
MRT Hypophyse
Mikroadenom
Normal
CT-Thorax/Abdomen
Normal
Tumor sichtbar
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Differentialdiagnosen
🔗
Erkrankung
Unterscheidung
Adipositas
Keine Striae rubrae, keine Muskelschwäche, Cortisol normal
Metabolisches Syndrom
Dexamethason-Hemmtest negativ
Alkohol-Pseudocushing
Alkoholanamnese, normalisiert sich nach Abstinenz
Depression
Kortisol mäßig erhöht, aber Hemmtest meist normal
Polyzystisches Ovarsyndrom
LH/FSH-Ratio, Androgene, Cortisol normal
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Therapie
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Je nach Ursache
Ursache
Therapie der Wahl
Morbus Cushing
Transsphenoidale Adenomektomie (neurochirurgisch)
NNR-Adenom
Laparoskopische Adrenalektomie
NNR-Karzinom
Adrenalektomie + Mitotane + Chemotherapie
Ektopes ACTH
Resektion des Primärtumors
Iatrogen
Schrittweise Steroidreduktion (Ausschleichen!)
Medikamentöse Therapie (überbrückend oder bei Inoperabilität)
Medikament
Wirkmechanismus
Ketoconazol
Hemmung der Cortisolsynthese (CYP-Hemmung)
Metyrapon
Hemmung der 11β-Hydroxylase
Pasireotid
Somatostatinanalogon bei Morbus Cushing
Mifepriston
Glukokortikoidrezeptorantagonist
Postoperativ
Nach erfolgreicher OP: Cortisolsubstitution nötig (kontralaterale NNR atrophiert)
Ausschleichen über Monate bis zur NNR-Erholung
08
⚠️
Komplikationen
🔗
Addisonkrise nach Operation (NNR-Insuffizienz)
Osteoporosebedingte Frakturen
Kardiovaskuläre Erkrankungen (Hypertonie, KHK, Thrombosen)
Psychiatrische Erkrankungen (Depression, Psychose)
Opportunistische Infektionen
Wachstumshormon-Mangel nach Hypophysenoperation
09
📈
Prognose
🔗
Morbus Cushing nach kurativer OP: Remissionsrate ~70–80 %
Rezidivrate ~15–25 % nach 10 Jahren
NNR-Adenom nach OP: sehr gute Prognose
NNR-Karzinom: 5-JÜR ~40 % (schlechte Prognose)
10
🛡️
Prävention
🔗
Keine spezifische Prävention (endogene Formen)
Iatrogens Cushing: niedrigste wirksame Steroiddosis, lokale Applikation bevorzugen
✨ Clinical Pearls
💡
1. **Striae rubrae > 1 cm Breite** sind hochspezifisch für Hypercortisolismus — im Gegensatz zu Striae gravidarum (weiß, schmal)
💡
2. **1 mg-Dexamethason-Hemmtest** als Screening: falsch-positiv bei Adipositas, Depression, Alkohol → Bestätigung mit 24h-Cortisol oder Speichelcortisol
💡
3. **Ektopes ACTH** kommt schnell und heftig — starke Hypokaliämie + Hyperpigmentierung bei bekanntem SCLC → sofort an Cushing denken
💡
4. **Ausschleichen nach iatrogen** nie abrupt — NNR-Suppression kann Monate anhalten → schrittweise Reduktion obligat
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Prüfungstipps
Screeningtest : 1 mg-Dexamethason-Hemmtest (overnight)
ACTH-abhängig vs. unabhängig : ACTH-Serum messen → Weichenstellung
Hochdosis-Dexamethason-Hemmtest : unterdrückt Morbus Cushing, nicht ektopes ACTH
Transsphenoidale Operation = Therapie der Wahl bei Morbus Cushing
Iatrogenes Cushing : häufigste Form, schrittweise Steroidreduktion
🔑 Schlüsselbegriffe
Begriff Hypercortisolismus Morbus Cushing Ektopes ACTH Stammfettsucht Striae rubrae Dexamethason-Hemmtest IPSS Transsphenoidale Adenomektomie Ketoconazol Büffelnacken
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❓
Klinische Perle 1
1. **Striae rubrae > 1 cm Breite** sind hochspezifisch für Hypercortisolismus — im Gegensatz zu Striae gravidarum (weiß, schmal)
❓
Klinische Perle 2
2. **1 mg-Dexamethason-Hemmtest** als Screening: falsch-positiv bei Adipositas, Depression, Alkohol → Bestätigung mit 24h-Cortisol oder Speichelcortisol
❓
Klinische Perle 3
3. **Ektopes ACTH** kommt schnell und heftig — starke Hypokaliämie + Hyperpigmentierung bei bekanntem SCLC → sofort an Cushing denken
❓
Klinische Perle 4
4. **Ausschleichen nach iatrogen** nie abrupt — NNR-Suppression kann Monate anhalten → schrittweise Reduktion obligat
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