Osteoporose
Inhaltsverzeichnis
Auf einen Blick
- 1. Verlust von Knochensubstanz → erhöhte Frakturgefahr — Frauen häufiger betroffen (postmenopausal)
- 2. T-Score Einteilung: Osteopenie = −1 bis >−2,5 | Osteoporose = ≤−2,5 | Manifest = ≤−2,5 + Fraktur
- 3. Goldstandard Diagnostik: DXA-Osteodensitometrie (Dual X-ray-Absorptiometry)
- 4. Leitsymptom: diffuse Rückenschmerzen → später Kyphosierung der BWS (Gibbus)
- 5. Therapie der Wahl: Bisphosphonate (Alendronat) — Klasse A, morgens nüchtern, aufrechte Haltung
Fallvignette
Eine 72-jährige Patientin stellt sich in der Notaufnahme vor, nachdem sie zu Hause gestolpert ist und seitdem starke Rückenschmerzen hat.
Die Patientin ist in der Menopause seit 22 Jahren, nimmt keine Hormonersatztherapie. Sie berichtet, in den letzten 2 Jahren bereits zweimal gestürzt zu sein, zuletzt mit einer Handgelenksfraktur. Körpergröße aktuell 158 cm (früher 164 cm angegeben). Wirbelsäulenröntgen: Deckplatteneinbruch BWK 8 mit keilförmiger Deformität, Osteopenie diffus. Labor: Calcium 2,32 mmol/l, Phosphat 1,0 mmol/l, AP 92 U/l, 25-OH-Vitamin D 14 nmol/l, PTH 68 pg/ml. DXA-Messung LWS: T-Score −3,1.
Welche Diagnose vermuten Sie? Welche Diagnostik leiten Sie ein?
Osteoporose
Auf einen Blick
- Verlust von Knochensubstanz → erhöhte Frakturgefahr — Frauen häufiger betroffen (postmenopausal)
- T-Score Einteilung: Osteopenie = −1 bis >−2,5 | Osteoporose = ≤−2,5 | Manifest = ≤−2,5 + Fraktur
- Goldstandard Diagnostik: DXA-Osteodensitometrie (Dual X-ray-Absorptiometry)
- Leitsymptom: diffuse Rückenschmerzen → später Kyphosierung der BWS (Gibbus)
- Therapie der Wahl: Bisphosphonate (Alendronat) — Klasse A, morgens nüchtern, aufrechte Haltung
Fallvignette
Eine 72-jährige Patientin stellt sich in der Notaufnahme vor, nachdem sie zu Hause gestolpert ist und seitdem starke Rückenschmerzen hat.
Die Patientin ist in der Menopause seit 22 Jahren, nimmt keine Hormonersatztherapie. Sie berichtet, in den letzten 2 Jahren bereits zweimal gestürzt zu sein, zuletzt mit einer Handgelenksfraktur. Körpergröße aktuell 158 cm (früher 164 cm angegeben). Wirbelsäulenröntgen: Deckplatteneinbruch BWK 8 mit keilförmiger Deformität, Osteopenie diffus. Labor: Calcium 2,32 mmol/l, Phosphat 1,0 mmol/l, AP 92 U/l, 25-OH-Vitamin D 14 nmol/l, PTH 68 pg/ml. DXA-Messung LWS: T-Score −3,1.
Welche Diagnose vermuten Sie? Welche Diagnostik leiten Sie ein?
Definition
Osteoporose = unzureichende Knochenfestigkeit durch Verlust von organischem (Kollagen, Proteoglykane) und anorganischem Anteil (Mineralien, vor allem Calcium) des Knochens.
Osteopenie = Vorstufe der Osteoporose
T-Score (DXA-Osteodensitometrie)
| Befund | T-Score |
|---|---|
| Normal | > −1,0 |
| Osteopenie | −1,0 bis > −2,5 |
| Osteoporose | ≤ −2,5 |
| Manifeste Osteoporose | ≤ −2,5 + pathologische Fraktur |
Abgrenzung: Osteomalazie = verminderte Mineralisation bei normaler organischer Matrix — kein reiner Knochenmasseverlust!
Ätiologie
Primäre Osteoporose (~90 %)
| Typ | Beschreibung |
|---|---|
| Typ I | Postmenopausale Osteoporose — Östrogenabfall → Knochenabbau |
| Typ II | Senile Osteoporose — hohes Lebensalter |
| Idiopathisch | Jüngere Patienten ohne erkennbare Ursache |
Sekundäre Osteoporose (~10 %)
- Glucocorticoide: Langzeittherapie > 7,5 mg Prednisolonäquivalent/Tag (Cushing-Schwelle!)
- Protonenpumpenhemmer, Antiepileptika, Heparin (Langzeittherapie)
- Immobilisation
- Hypercortisolismus (Cushing-Syndrom)
Risikofaktoren
- Frühe Menopause
- Alkohol- und Nikotinabusus
- Bewegungsmangel
- Untergewicht, Calcium-/Vitamin-D-Mangel
Pathophysiologie
| Mechanismus | Beschreibung |
|---|---|
| High-turnover-Osteoporose | Gesteigerter Knochenabbau (Osteoklasten > Osteoblasten) |
| Low-turnover-Osteoporose | Verminderter Knochenstoffwechsel → langsamer Masseverlust |
Symptome & Klinik
- Frühsymptom: Diffuse Rückenschmerzen
- Kyphosierung der BWS: Rundrückenbildung (Gibbus) + Körpergrößenminderung
- Tannenbaumphänomen: Charakteristische Hautfalten des Rückens durch Größenminderung
Frakturmuster nach Osteoporose-Typ
| Typ | Typische Frakturen |
|---|---|
| Senile Osteoporose (Typ II) | Oberschenkelhals, subkapitaler Humerus, distaler Radius |
| Postmenopausale Osteoporose (Typ I) | Wirbelkörpereinbrüche (vor allem trabekulär) |
Diagnostik
Anamnese
- Zeitpunkt der Menopause, Medikamente (Glucocorticoide!), Bewegungsverhalten
- Regelmäßige Körpergrößenmessung — Verlust als Frühzeichen
Labor
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| Calcium, Phosphat | Hyperparathyreoidismus als Ursache? |
| AP (Alk. Phosphatase) | Normwertig bis leicht erhöht (Osteoblasten bei Frakturheilung) |
| γ-GT | Hepatische Ursache der AP-Erhöhung? |
| TSH | Hyperthyreose als Osteoporose-Ursache? |
| Vitamin D | Mangel = Risikofaktor; DD Osteomalazie |
| Urin-Crosslinks↑ | Erhöhter Knochenumsatz — Frühmarker |
| Kreatinin | Renale Osteopathie? |
Apparative Diagnostik
| Methode | Details |
|---|---|
| DXA (Goldstandard) | Messung der Knochenflächendichte → T-Score-Bestimmung |
| QCT | Messung der physikalischen Dichte |
| Röntgen (2 Ebenen) | Erst ab >30 % Knochenverlust sichtbar: Kortikalisverschmälerung, Rarefizierung der Trabekel |
Radiologische Zeichen an Wirbelkörpern
- Vertikal „gestreifte“ Wirbelkörper
- Rahmenstruktur
- Fischwirbel, Keilwirbel, Plattwirbel
Differentialdiagnosen
| DD | Unterscheidung |
|---|---|
| Ossäre Metastasen | Tumoranamnese, Szintigraphie, CT |
| Plasmozytom | Bence-Jones-Proteine, Serum-Elektrophorese |
| Intraossäres Hämangiom | MRT-typisches Bild |
| Osteomalazie | Vitamin-D-Mangel, AP↑, Pseudofrakturen (Looser-Umbauzonen) |
Therapie
Nicht-medikamentöse Prävention & Therapie
- Körperliche Aktivität: Muskelstärkung, Mobilisation — unverzichtbar!
- Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr — ohne Bewegung wirkungslos!
- Alkohol- und Rauchverzicht
- Sturzgefahr reduzieren: Gehhilfen, sedierende Medikamente absetzen
- Wärmetherapie, Heliotherapie (Sonnenlicht → Vitamin D)
Indikation zur medikamentösen Therapie
- Osteoporotische Wirbelkörperfraktur bei T-Wert ≤ −2,0
- Niedrige Knochendichte + hohes Lebensalter
- Mehrere Risikofaktoren (Glucocorticoide, Stürze, Immobilität, Epilepsie, Nikotin)
Medikamentöse Therapie
| Substanzklasse | Wirkung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Bisphosphonate (Klasse A) | Osteoklastenhemmung → Knochenabbau↓ | z.B. Alendronat — Einnahmeregel beachten! |
| Strontiumranelat | Steigert Knochenaufbau, hemmt Abbau | Klasse A |
| Teriparatid (PTH-Analogon) | Calcium-Resorption↑, Vitamin-D-Synthese↑ | Max. 24 Monate; Klasse A |
| Calcitonin | Osteoklastenhemmung, antiresorptiv | Weitere Substanz |
Bisphosphonat-Einnahmeregel: Morgens nüchtern, mind. 30 Minuten vor dem Essen, mit reichlich Leitungswasser, in aufrechter Körperhaltung — verhindert Komplexbildung mit Calcium und Ösophagitis!
Besondere Situationen
| Situation | Therapie |
|---|---|
| Osteoporose des Mannes | Bisphosphonate, Teriparatid |
| Glucocorticoid-induzierte Osteoporose | Bisphosphonate, Teriparatid |
| Nach osteoporosetypischen Frakturen | Immer spezifische Therapie |
Komplikationen
- Pathologische Frakturen — Oberschenkelhals, Wirbelkörper, distaler Radius
- Chronische Schmerzen + Immobilisation → Thromboserisiko
- Kyphosierung → Restriktive Ventilationsstörung
- Höhenverlust der Wirbelkörper → Körpergrößenminderung
Klinische Perlen
1. Cushing-Schwelle kennen: > 7,5 mg Prednisolonäquivalent/Tag über lange Zeit → Glucocorticoid-induzierte Osteoporose! Bei jeder Langzeittherapie Knochendichte und Prophylaxe mitdenken.
2. DXA ist Goldstandard — nicht das konventionelle Röntgen! Röntgen zeigt erst Veränderungen ab 30 % Knochenmassenverlust — zu spät für Frühdiagnose.
3. Bisphosphonat-Einnahmeregel ist Prüfungsklassiker: Morgens nüchtern, 30 min vor Essen, aufrecht, viel Wasser — alle 4 Punkte könnten abgefragt werden.
4. Bewegung ist Pflicht: Calcium + Vitamin D ohne körperliche Aktivität = wirkungslos. Der Reiz durch mechanische Belastung stimuliert Osteoblasten.
Prüfungstipps
- T-Score ≤ −2,5 = Osteoporose — Zahlenwert auswendig
- Glucocorticoid-Schwelle = 7,5 mg/Tag Prednisolonäquivalent
- DXA = Goldstandard — nicht Röntgen
- Bisphosphonate = Klasse A — erste Wahl postmenopausal und bei Glucocorticoid-Therapie
- Tannenbaumphänomen = Hautfalten durch Körpergrößenverlust — charakteristisches Bild
Schlüsselbegriffe
| Begriff | Definition |
|---|---|
| T-Score | Vergleich der Knochendichte mit junger Referenzpopulation (DXA) |
| DXA | Dual X-ray-Absorptiometry — Goldstandard zur Knochendichtemessung |
| Tannenbaumphänomen | Charakteristische Rückenfalten durch Körpergrößenminderung |
| Bisphosphonate | Osteoklastenhemmer — Klasse-A-Medikament der Osteoporosetherapie |
| Teriparatid | PTH-Analogon — anaboles Wirkprinzip, max. 24 Monate |
| Cushing-Schwelle | 7,5 mg Prednisolonäquivalent/Tag → Risiko einer iatrogenen Osteoporose |
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Medizinischer Hinweis: Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken für angehende und internationale Ärzte (FSP- und KP-Vorbereitung). Er ersetzt keine individuelle ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei konkreten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen zugelassenen Arzt.
Definition 🔗
Osteoporose = unzureichende Knochenfestigkeit durch Verlust von organischem (Kollagen, Proteoglykane) und anorganischem Anteil (Mineralien, vor allem Calcium) des Knochens.
Osteopenie = Vorstufe der Osteoporose
T-Score (DXA-Osteodensitometrie)
| Befund | T-Score |
|---|---|
| Normal | > −1,0 |
| Osteopenie | −1,0 bis > −2,5 |
| Osteoporose | ≤ −2,5 |
| Manifeste Osteoporose | ≤ −2,5 + pathologische Fraktur |
Abgrenzung: Osteomalazie = verminderte Mineralisation bei normaler organischer Matrix — kein reiner Knochenmasseverlust!
Ätiologie 🔗
Primäre Osteoporose (~90 %)
| Typ | Beschreibung |
|---|---|
| Typ I | Postmenopausale Osteoporose — Östrogenabfall → Knochenabbau |
| Typ II | Senile Osteoporose — hohes Lebensalter |
| Idiopathisch | Jüngere Patienten ohne erkennbare Ursache |
Sekundäre Osteoporose (~10 %)
- Glucocorticoide: Langzeittherapie > 7,5 mg Prednisolonäquivalent/Tag (Cushing-Schwelle!)
- Protonenpumpenhemmer, Antiepileptika, Heparin (Langzeittherapie)
- Immobilisation
- Hypercortisolismus (Cushing-Syndrom)
Risikofaktoren
- Frühe Menopause
- Alkohol- und Nikotinabusus
- Bewegungsmangel
- Untergewicht, Calcium-/Vitamin-D-Mangel
Pathophysiologie 🔗
| Mechanismus | Beschreibung |
|---|---|
| High-turnover-Osteoporose | Gesteigerter Knochenabbau (Osteoklasten > Osteoblasten) |
| Low-turnover-Osteoporose | Verminderter Knochenstoffwechsel → langsamer Masseverlust |
Symptome & Klinik 🔗
- Frühsymptom: Diffuse Rückenschmerzen
- Kyphosierung der BWS: Rundrückenbildung (Gibbus) + Körpergrößenminderung
- Tannenbaumphänomen: Charakteristische Hautfalten des Rückens durch Größenminderung
Frakturmuster nach Osteoporose-Typ
| Typ | Typische Frakturen |
|---|---|
| Senile Osteoporose (Typ II) | Oberschenkelhals, subkapitaler Humerus, distaler Radius |
| Postmenopausale Osteoporose (Typ I) | Wirbelkörpereinbrüche (vor allem trabekulär) |
Diagnostik 🔗
Anamnese
- Zeitpunkt der Menopause, Medikamente (Glucocorticoide!), Bewegungsverhalten
- Regelmäßige Körpergrößenmessung — Verlust als Frühzeichen
Labor
| Parameter | Bedeutung |
|---|---|
| Calcium, Phosphat | Hyperparathyreoidismus als Ursache? |
| AP (Alk. Phosphatase) | Normwertig bis leicht erhöht (Osteoblasten bei Frakturheilung) |
| γ-GT | Hepatische Ursache der AP-Erhöhung? |
| TSH | Hyperthyreose als Osteoporose-Ursache? |
| Vitamin D | Mangel = Risikofaktor; DD Osteomalazie |
| Urin-Crosslinks↑ | Erhöhter Knochenumsatz — Frühmarker |
| Kreatinin | Renale Osteopathie? |
Apparative Diagnostik
| Methode | Details |
|---|---|
| DXA (Goldstandard) | Messung der Knochenflächendichte → T-Score-Bestimmung |
| QCT | Messung der physikalischen Dichte |
| Röntgen (2 Ebenen) | Erst ab >30 % Knochenverlust sichtbar: Kortikalisverschmälerung, Rarefizierung der Trabekel |
Radiologische Zeichen an Wirbelkörpern
- Vertikal „gestreifte" Wirbelkörper
- Rahmenstruktur
- Fischwirbel, Keilwirbel, Plattwirbel
Differentialdiagnosen 🔗
| DD | Unterscheidung |
|---|---|
| Ossäre Metastasen | Tumoranamnese, Szintigraphie, CT |
| Plasmozytom | Bence-Jones-Proteine, Serum-Elektrophorese |
| Intraossäres Hämangiom | MRT-typisches Bild |
| Osteomalazie | Vitamin-D-Mangel, AP↑, Pseudofrakturen (Looser-Umbauzonen) |
Therapie 🔗
Nicht-medikamentöse Prävention & Therapie
- Körperliche Aktivität: Muskelstärkung, Mobilisation — unverzichtbar!
- Calcium- und Vitamin-D-Zufuhr — ohne Bewegung wirkungslos!
- Alkohol- und Rauchverzicht
- Sturzgefahr reduzieren: Gehhilfen, sedierende Medikamente absetzen
- Wärmetherapie, Heliotherapie (Sonnenlicht → Vitamin D)
Indikation zur medikamentösen Therapie
- Osteoporotische Wirbelkörperfraktur bei T-Wert ≤ −2,0
- Niedrige Knochendichte + hohes Lebensalter
- Mehrere Risikofaktoren (Glucocorticoide, Stürze, Immobilität, Epilepsie, Nikotin)
Medikamentöse Therapie
| Substanzklasse | Wirkung | Anmerkung |
|---|---|---|
| Bisphosphonate (Klasse A) | Osteoklastenhemmung → Knochenabbau↓ | z.B. Alendronat — Einnahmeregel beachten! |
| Strontiumranelat | Steigert Knochenaufbau, hemmt Abbau | Klasse A |
| Teriparatid (PTH-Analogon) | Calcium-Resorption↑, Vitamin-D-Synthese↑ | Max. 24 Monate; Klasse A |
| Calcitonin | Osteoklastenhemmung, antiresorptiv | Weitere Substanz |
Bisphosphonat-Einnahmeregel: Morgens nüchtern, mind. 30 Minuten vor dem Essen, mit reichlich Leitungswasser, in aufrechter Körperhaltung — verhindert Komplexbildung mit Calcium und Ösophagitis!
Besondere Situationen
| Situation | Therapie |
|---|---|
| Osteoporose des Mannes | Bisphosphonate, Teriparatid |
| Glucocorticoid-induzierte Osteoporose | Bisphosphonate, Teriparatid |
| Nach osteoporosetypischen Frakturen | Immer spezifische Therapie |
Komplikationen 🔗
- Pathologische Frakturen — Oberschenkelhals, Wirbelkörper, distaler Radius
- Chronische Schmerzen + Immobilisation → Thromboserisiko
- Kyphosierung → Restriktive Ventilationsstörung
- Höhenverlust der Wirbelkörper → Körpergrößenminderung
✨ Clinical Pearls
**1. Cushing-Schwelle kennen:** > 7,5 mg Prednisolonäquivalent/Tag über lange Zeit → Glucocorticoid-induzierte Osteoporose! Bei jeder Langzeittherapie Knochendichte und Prophylaxe mitdenken.
**2. DXA ist Goldstandard** — nicht das konventionelle Röntgen! Röntgen zeigt erst Veränderungen ab 30 % Knochenmassenverlust — zu spät für Frühdiagnose.
**3. Bisphosphonat-Einnahmeregel ist Prüfungsklassiker:** Morgens nüchtern, 30 min vor Essen, aufrecht, viel Wasser — alle 4 Punkte könnten abgefragt werden.
**4. Bewegung ist Pflicht:** Calcium + Vitamin D ohne körperliche Aktivität = wirkungslos. Der Reiz durch mechanische Belastung stimuliert Osteoblasten.
Prüfungstipps
- - T-Score ≤ −2,5 = Osteoporose — Zahlenwert auswendig
- - Glucocorticoid-Schwelle = 7,5 mg/Tag Prednisolonäquivalent
- - DXA = Goldstandard — nicht Röntgen
- - Bisphosphonate = Klasse A — erste Wahl postmenopausal und bei Glucocorticoid-Therapie
- - Tannenbaumphänomen = Hautfalten durch Körpergrößenverlust — charakteristisches Bild
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